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Samstag, 27. Januar 2018

Abschied


In stiller Trauer um meine Mutter.

Der Kampf des Lebens ist zu Ende,
vorbei ist aller Erdenschmerz,
nun ruhen still die fleiß'gen Hände,
still steht dein treues Mutterherz.

Freitag, 26. Januar 2018

Weiße Tulpen, Schneebeeren und Efeuranken


Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr da seid! Möchtet Ihr auch eine Tasse und einen kleinen Zimtkeks? Oder könnt Ihr Zimtkekse jetzt im Januar nicht mehr sehen? Ihr habt Euch sicherlich schon gefragt, ob unser Traum vom eigenen Vierkant-Hof in Erfüllung gegangen ist, nicht wahr?! Nun was soll ich sagen? Nein. Zwar sind die Erben uns einbissel entgegen gekommen, doch nachdem die ganze Familie sich noch einmal zusammengesetzt hat und Pro und Contra abgewägt hat, haben wir uns dagegen entschieden. Der Oma war der Hof zu abseits gelegen, sie hatte Angst von uns abhängig zu sein und mein Großer war auch strikt dagegen. Ihm ist unser kleines, altes Backsteinhaus zu sehr ans Herz gewachsen. Und wisst Ihr was? Je konkreter die Pläne wurden, desto unsicherer bin ich selbst geworden. Hier in unserem alten Häuschen sind unsere Kinder aufgewachsen, hier haben wir Familienfeste gefeiert und hier sind unsere eigene Traditionen entstanden. Wir haben im Frühling gesät, im Sommer gefeiert, im Herbst geerntet und im Winter den Stürmen getrotzt. All' unser Freud und Leid haben wir hier geteilt. Wäre es nicht fürchterlich undankbar nun auf einmal zu gehen? Dennoch haben sich ein paar Ideen in meinem Kopf festgesetzt. Wie wäre es, wenn wir trotzdem Workshops anbieten würden? Zwar wären wir nicht in der Lage Bed & Breakfast anzubieten, doch hätten wir in unserem großem Waldgarten genügend Platz den einen oder anderen Kurs zu organisieren. Es fehlt zwar noch eine Möglichkeit, in dem man im Regen geschützt arbeiten kann, doch da fällt uns bestimmt etwas zu ein. Was meint Ihr? Wäre das vielleicht eine Alternative? Ich bin gespannt. Zum Schluss bedanke ich mich heute ganz herzlich bei Euch. Es hat mich ziemlich berührt, was Ihr alles in die Waagschale geworfen habt und wie viele hilfreiche Informationen Ihr für uns hattet, ob als Kommentar, Whatsapp-Nachricht oder Email. Dankeschön. Auch hat es mich echt umgehauen, dass unser altes Backsteinhaus so treue Freunde gefunden hat. Ich verspreche Euch (besonders Dir, liebe Ute), bevor wir es jemals veräußern sollten, werde ich es vorher hier verkünden. 

Habt ein ganz wundervolles Wochenende, meine Lieben!
Herzlichst, Nicole

Sonntag, 21. Januar 2018

Ein neues Zuhause (oder "Die Angst 'Ja' zu sagen!")


"Und ist es so wie Sie es sich vorgestellt haben?", der Makler sieht uns fragend an. Atemlos mit leuchtenden Augen nicke ich. Mein Göttergatte sieht mich wissend an und erklärt: "Ja. Aber es ist so verdammt viel Arbeit!". Ich schlucke und nicke dann ganz bekümmert ebenfalls. Es ist einfach auch zu teuer, für das was man alles noch machen muss. Der Makler nickt bedächtig, so als ob er unsere Gedanken lesen könnte und erklärt uns: "Am Montag habe ich noch ein Gespräch mit den Erben, es kann sein, dass sie noch mit dem Kaufpreis runtergehen.". Mein Herz schlägt Purzelbäume. Ob es wirklich wahr werden könnte? Die Lage ist perfekt. Inmitten eines Naturschutzgebietes am Rande einer großen Feuchtwiese und nur 25 Fahrrad-Minuten von unserem jetzigen Haus entfernt. Ein kleiner, mit Kopfweiden gesäumter, Bach schlängelt sich am Vierkant-Hof, der das erste Mal um 1300 schriftlich erwähnt wurde, vorbei. Es gibt einen Schafs- und einen Schweinestall und auch für Rindsviecher wäre noch Platz. Wir könnten Workshops anbieten und Seminare abhalten. Bogenbau, Lederarbeiten, Holzarbeiten, Messerschmieden und Weidenflechten würde mein Göttergatte übernehmen und Filzen, Brotbacken, Selbstversorgung, Tierhaltung und Natur- und Kräuterheilkunde würden in mein Metier fallen. Mit Bed & Breakfast vielleicht sogar? Der Patenonkel unserer Kinder könnte die kleinere Scheune für sich ausbauen und unsere Eltern würden mit uns ins geräumige Wohnhaus einziehen, genügend Zimmer sind vorhanden. Mir wird heiß und kalt zugleich. Sollen wir wirklich? Was werden wir tun, wenn der Preis nach den Verhandlungen tatsächlich stimmt? Ob unsere Kinder mitziehen wollen? Ach - ich weiß es einfach nicht!

Sonntagsglück - einfach mal Träumen.

Freitag, 19. Januar 2018

Geburtstagsblümchen (oder "Sturmtief Friedericke")


Uuupss.. was ist das denn da passiert?! Mein ganzer Freitagspost ist verschwunden.. tsss! Dabei wollte ich Euch heute doch nur die Geburtstagsblümchen meines Großen zeigen. Er lässt Euch übrigens ganz lieb grüßen und sagt "Danke" für all' die herzlichen Glückwünsche. Gestern war für uns alle ein denkwürdiger Tag. Ein Geburtstag an dem die Schule ausfällt und wir alle zusammen zu Hause sind, den hat es schon lange nicht mehr gegeben. Doch gestern war so ein Tag - das Sturmtief "Friedericke" ist mit Brausen und Tosen (133 km/h) über uns hinweg gezogen und hat am ganzen Niederrhein für Chaos gesorgt. Alleine 50.000 Haushalte waren eine Zeit lang ohne Strom und 200.000 Bäume sind hier am linken Niederrhein dem Sturm zum Opfer gefallen. (Eine informative Zusammenfassung gibt >hier<). Sogar ganze Hausdächer sind davon geflogen, da sind unsere paar Dachschindeln, die sich laut scheppernd verabschiedet haben, nur eine Lappalie. Wenn unsere alte Zeder nicht schon ein Opfer des Sturmtiefes "Burglind" gewesen wäre, gestern wäre sie auf jeden Fall in unser Haus gekracht - da sind mein Göttergatte und ich uns sicher. Ihr merkt es schon, oder?! Uns geht es gut und wir sind wohlbehalten durch den gestrigen Tag gekommen.

Seid Ihr denn auch gut durch den stürmischen Tag gekommen? 
Ich hoffe es von ganzem Herzen und 
wünsche Euch ein sturmfreies & entspanntes Wochenende.

Herzlichst, Nicole

Verlinkt mit: *Friday-Flowerday* von Helga, *Floral Friday Fotos* by Nick, *Freutag*, *Floral Bliss*, *in Heaven*

Nachtrag: Vielen Dank für Eure lieben Kommentare. Sogar ohne Post lasst Ihr mich wissen, dass Ihr an mich und die Meinen denkt. Das ist einfach großartig und macht mich echt sprachlos. Dankeschön!

Donnerstag, 18. Januar 2018

SwEEt SIxtEEn



Happy Birthday, my son!!

#ilovemyson #ilovebeeingamum

Dienstag, 16. Januar 2018

Korbmacherei




Es ist Januar. Hartung oder Eismonat nannten ihn unsere Vorfahren. Die Rauhnächte, mit ihrer ungezügelten Wucht und ihren zerstörerischen Energien, sind vorbei und die Natur lässt nun (hoffentlich) ihre Kräfte ruhen. Es ist Zeit sich zu sammeln und das Neue mit Mut und Zuversicht zu beginnen. Wir konzentrieren uns auf das was wohl kommen mag. Der Garten und Haus-Umbauten werden geplant, Löffel werden geschnitzt und Weidenkörbe geflochten. Wohl dem, der sein Handwerk jetzt im Warmen ausüben kann. Angesicht unseres noch nicht reparierten Daches, freuen wir uns zwar nicht auf Frost und Eis, doch was wäre der Januar ohne einen Spaziergang im Schnee, nicht wahr?!
Heute erzähle ich Euch von unserer Korbmacherei. Messer, Schlageisen, Pfriem und natürlich Flecht-Weiden - mehr braucht es eigentlich nicht, um einen Korb herzustellen. Doch ist es eine echte Handwerkskunst, die Erfahrung, Hingabe und eine starke Hand braucht: frische Weiden werden erst monatelang getrocknet und dann individuell vor dem Flechten gewässert. Für unsere dunklen Körbe lag die ungeschälte Weide eine Woche im Wasser. Für den Boden werden drei kurze, dicke Weidenruten (Speichen) gespalten, damit vier weitere unbehandelte Weidenruten durch sie hindurch geschoben werden können. Fast wie eine kleine Sonne schaut der Boden in seiner Anfängen aus, bis er zuerst mit zwei Flechtweiden (Fitzen) und dann mit neuen Flechtruten Runde um Runde zu einem leicht gebogenen Korbboden  gewachsen ist. Nun wird der Boden aufgestakt, d. h. jede Speiche bekommt links und rechts eine mittelstarke Weidenrute (Stake) hinzugesteckt und die Staken werden nach oben aufgerichtet. Überstehende Speichen werden abgeschnitten, so dass sie mit der Geflechtkante bündig abschließen. Ein Metallreifen hilft die Staken zusammen zuhalten. Nun wird der Korb "eingekimmt" und das Seitengeflecht (dazu ein anderes Mal mehr) in Angriff genommen. 28 Flechtruten sind für die, von uns ausgewählten, Flechttechnik nötig. Der Abschluss unseres Korbes bildet ein einfacher Kipprand, bei dem die Wandstaken umgebogen und zu einem Rand verflochten werden. Zuletzt werden alle noch überstehenden Enden abgeschnitten, im Fachjargon heißt dies "Ausputzen". Aber Obacht - ist eine Rute zu kurz abgeschnitten, kann direkt ein Loch im Geflecht entstehen.