Freitag, 27. April 2018

Wiesenschaumkraut (oder "Armer kleiner Kater")


Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr da seid. Habt Ihr einen Moment Zeit? Dann nehme ich Euch mit in unseren Garten. Dorthin wo das Wiesenschaumkraut unter der Wäscheleine wächst. Mögt Ihr die zart-lila Blüten auch so gerne? Ich bin jedes Jahr entzückt, wenn ich es entdecke. Eigentlich wollte ich dieses Jahr gar keine mit ins Haus nehmen, doch während unserer Internet freien Zeit (Dank Unitymedia fünf Tage lang: kein Computer, kein Fernsehen, kein Telefon), haben wir so viele wilde Draußen-Spiele im Garten gespielt, dass einige Blüten abgebrochen sind. Ich hoffe, die Aurora-Falter nehmen es uns nicht krumm und flattern trotzdem weiterhin freudig durch unseren Garten. Habt Ihr es schon mitbekommen? (An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für all' Eure lieben Worte über Instagram, Mail oder Whatsapp!) Unser kleiner Kater ist verunfallt. Leider wissen wir nicht, wie es geschehen ist, doch der kleine Kerl hat sich am Montag an drei Stellen die Hüfte gebrochen und dabei hat sich der Oberschenkelkopf aus der Hüftgelenkspfanne geschoben. Das Ganze musste dann in einer Not-OP mit einem Pin zusammengeflickt werden. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie viele Tränen hier geflossen sind, nicht wahr?! Besonders meinem Großen ist es sehr Herz gegangen. Er und der Kater sind 'Buddies' - aber so richtig. Als ich am Mittwoch den Kater wieder nach Hause geholt habe, hat sich der kleine Kerl sogar extra berappelt und ist aufgestanden als er meinen Großen gehört hat. Was für ein herzzerreißender Anblick. Jetzt muss der Kater für 10 Tage einen Schutzkragen tragen und darf sich drei Wochen lang nicht bewegen (Käfighaltung ist angesagt). Nach sechs Wochen darf er erst wieder unter Aufsicht ins Freie. Der arme Schatz. Aber nun zu einem erfreulicheren Thema. Freut Ihr Euch auch so wie ich auf das lange Wochenende? Mein Göttergatte und ich haben beide am Montag (Brückentag) frei, nur unsere Jungs müssen leider zur Schule. Damit unsere Gartengeschichte bald ein Ende hat, haben wir deshalb ab Samstag wieder einen Bagger gemietet. Drückt uns doch bitte die Daumen, dass wir dieses Mal mit dem Loch ganz fertig werden.

Ich wünsche Euch von Herzen 
ein wunderbares langes Wochenende. 
Tanzt gut in den ersten Mai!
Herzlichst, Nicole

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Donnerstag, 26. April 2018

Frischlinge


"Guck mal, Mama! Die Wildscheine haben wieder kleine Ferkel!", mein Sohnemann deutet entzückt auf eine Rotte Wildschweine ganz nahe am Zaun des Wildtiergeheges am Hülser Berg. "Frischlinge.", korrigiere ich automatisch. "Ach, Mama! Du wieder!", mein Sohnemann wirft mir einen etwas genervten Blick zu und erklärt mir grinsend: "Schwein bleibt Schwein - da gibbet nix!".



Dienstag, 24. April 2018

Stöckchen-Licht


"Mama, ich habe ganz tolle Stöckchen gefunden! Birke und solche, wie du sie gerne magst. Die mit der rauhen Rinde und diesem gelben Zeugs dran.", mein Sohnemann hält ein Bündel dünner Äste in seinen Händen. "Prima! Die können wir gut für unser Stöckchen-Licht gebrauchen. Das sieht bestimmt schön urig aus.", antworte ich vergnügt, "Und übrigens, das gelbe Zeugs nennt man Flechten und ist eine Kombi aus Pilzen und Algen.". Mein Sohnemann zieht die Stirn kraus und drückt mir die kleinen Stöckchen in die Hand: "Los, Mama. Lass uns anfangen, es wird schon gleich dunkel.".

Ihr braucht:
  • einige Stöcke 
  • Kerzen
  • einen Tontopf
  • Kordel
  • Federn
  • Gartenschere

So geht's:

Zuerst hat mein Sohnemann die Kordel mehrfach um den Tontopf geschlungen und die Stöcke für das Stöckchen-Licht in unterschiedlicher Länge passend mit der Gartenschere gekürzt. Anschließend hat er die Stöcke und einige Federn rundherum um die Kerzen gesteckt, bis sie einen guten Halt hatten. 


Freitag, 20. April 2018

Zwischen Zwitschern und Plätschern im Wald



Guten Morgen, meine Lieben. Wie schön, dass Ihr her gefunden habt. Ihr hattet natürlich recht, der Hinweis auf die kurze Pause kam am Montagabend als Nachtrag. Was soll ich sagen? Mich hat es erwischt. Während um mich herum in den Gärten der Frühling gefeiert wurde, habe ich matt auf der Couch gelegen. Eine Virusinfektion hat mich umgehauen. Doch nun geht es wieder aufwärts und ich freue mich auf das kommende Wochenende. Eine Feier jagt an diesem Wochenende die andere: meine Patentochter hat heute Geburtstag und der Jüngste meines Schneiderleins geht zur Kommunion. Unglaublich, wie die Zeit vergeht. War der Kleine nicht gerade noch im Kindergarten?! Tssss..! Aber nun zu meinem Freitagsblümchen, die ehrlich gesagt gar keine sind. Denn heute stehen nur einige frische Birkenzweige in meiner momentanen Lieblingsvase. Bevor mein Nachbar die ungeliebten Ableger in den Kompost werfen konnte, habe ich zu gegriffen. Ich mag dieses frühlingshafte Grün so gerne. 

Ich wünsche Euch ein wunderbares Frühlingswochenende.
Herzlichst, Nicole


Übrigens:
Auch wenn die März-Challenge von Andrea schon eine Weile geschlossen hat, widme ich ihr heute meine Collage. Denn genau wie Ronja Räubertochter fühlte ich mich an diesem besonderen Freitag-Morgen im Wald. Es war der Geburtstag meines Sohnemannes und ich hatte den Eindruck sogar die Natur würde diesen Ehrentag gebührend feiern. Mir war als ob der Winter aus allem herausrinnen würde. Und nicht nur mir schien es so zu gehen, auch den Wald hörte man leise tropfend flüstern. 

"Eine Weile standen sie schweigend da und lauschten dem Zwitschern und Rauschen, dem Brausen und Singen und Plätschern in ihrem Wald. Alle Bäume und alle Wasser und alle grünen Büsche waren voller Leben, von überall erscholl das starke, wilde Lied des Frühlings. "Hier stehe ich und spüre, wie der Winter aus mir herausrinnt", sagte Ronja. "Bald bin ich so leicht, dass ich fliegen kann."

aus Astrid Lindgren: 'Ronja Räubertochter'


Samstag, 14. April 2018

Freitag, 13. April 2018

hAppY bIrthdAY



happy birthday, sweetheart.

#ilovemyson #ilovebeeingamum

Donnerstag, 12. April 2018

Birkenlund (oder "Saures Veen")


Mein Sohnemann und ich sind wieder gemeinsam mit unserer Hündin Julie unterwegs. Dieses Mal ist unser Ziel ein ehemaliges Hochmoor, das "Saure Veen" in der Leucht. Leider ist seit geraumer Zeit der naturgeschützte Bereich mit seinen Lehmkuhlen und Tonsenken, die das Niederschlagswasser gehalten haben, durch die Bodensenkungen des ehemaligen Steinkohlebergbaus stark beschädigt worden und es erinnern nur noch Erlen- und Moorbirkenbestände an die Vielfalt der ehemals vorhandenen Flora und Fauna des Moores. Doch am Rande dieses Bereiches stehen noch einige Bänke, die zum Picknicken einladen und genau das haben mein Sohnemann und ich heute vor. Wir haben unsere Rücksäcke mit gesund belegten Brötchen, ein paar frischen Gurkenscheiben, den letzten Ostereiern und kühlen Mineralwasser gefüllt und sind losmarschiert. Ein blauer Himmel und strahlender Sonnenschein begleiten uns dabei und die frische Frühlingsluft und das erste zarte Grün lassen uns fröhlich plaudern.