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Mittwoch, 22. März 2017

Weidenkätzchenkränzchen (oder "Wir haben was gelernt")


"Kleiner!", rufe ich laut durch den Garten, "Hast du Lust was mit mir zu basteln!". "Warte ich komme, Mama", die Stimme meines Jüngsten kommt schnell näher, "Was hast du denn vor zu basteln?". Mein Kleiner guckt erwartungsvoll auf die vorbereiteten Materialien, die auf unseren alten Holztisch im Hof liegen. "Ich wollte mit dir Weidenkätzchenkränzchen basteln!", informiere ich ihn lächelnd. "Und wie geht das?!", mein Kleiner schwingt erst ein Bein dann das andere über die Holzbank. "Man muss einfach die kleinen Weidenkätzchen auf einen Draht auffädeln", erkläre ich bestimmt. Mein Kleiner nickt und greift nach dem Silberdraht. "Hast du etwa die Weidenkätzchen abgepiddelt, Mama?", mein Kleiner sieht mich einbissel vorwurfsvoll an. "Nein!", beruhige ich ihn schnell, "Die sind durch die Wärme im Haus einfach abgefallen und bevor der Staubsauger sie erwischt habe ich sie eingesammelt.". "Aha, gut!", mein Kleiner ist zufrieden. Vergnügt nimmt er sich ein erstes Weidenkätzchen und versucht es auf den Draht zu pieksen. Doch leider ohne Erfolg, der Draht bricht das Weidenkätzchen entzwei. "Das geht aber schwer, Mama", mein Kleiner greift nach einem zweiten, auch das geht kaputt. Ich ziehe eine Augenbraue hoch und sage: "Zeig mal her, das muss doch gehen!". "Wenn du meinst, Mama!", mein Kleiner zuckt die Achseln. Vorsichtig versuche ich das samtige kleine Ding auf den Draht zu pieksen. Doch vergebens, der Kern ist einfach zu hart und das Weidenkätzchen zerbricht. Ungläubig blicke ich meinen Kleinen an: "Das gibt es doch gar nicht! Es funktioniert einfach nicht.". Mein Kleiner nickt wissend: "Das habe ich doch gesagt, Mama!". "Och, das ist doch voll oll!", jammere ich leise, "Ich hatte mich so auf unsere kleine Bastelei gefreut!". "Das macht doch nix, Mama!", mein Kleiner sieht mich tröstend an, "Papa findet eh', dass Weidenkätzchen wie verschimmelte Hustenbonbons aussehen.". Was für ein Trost.. lach schallend!

verlinkt mit: *Naturkinder*

Wissenswertes über Weidenkätzchen bzw. über Palmkätzchen gibt es >hier<.

Übrigens: Meine Weidenkätzchen habe ich aus dem großen Grünschnittabfallbereich des Golfplatzes gezogen. Also, keine Bange, sie waren schon geschnitten.

Sonntag, 19. März 2017

Hurra, die Stallpflicht ist aufgehoben!


Stellt Euch vor: die Stallpflicht ist auf gehoben! Am Freitag, den 17.03.2017 um 19.15 Uhr schrieb mir das LandEi folgenden Kommentar: "Gerade erfahren: STALLPFLICHT IST AUFGEHOBEN!!! Yeah!!! Ich hab's in der "Aktuellen Stunde" gehört und für unseren Kreis gegoogelt: Seit heute nachmittag gilt: Chicken wieder rausschicken! Auch >hier<. Freudiges LandEi". Ich konnte mein unser Glück gar nicht fassen. Die Hühner dürfen wieder ins Freie. Hurra - was für eine Freude! Endlich dürfen die Tiere wieder an die frische Luft und durch den Garten streifen.. einfach wunderbar!! Schade nur, dass es seit der Aufhebung fast ununterbrochen in Strömen regnet. Gestern konnten die Tiere fast duch den Garten schwimmen. Aber ich glaube, dass war ihnen vollkommen einerlei. Juuchuu!!


Meine (Sonntag-)freude = Freiheit für die Hühner


Übrigens: die Hühner-Dame, die wir bei ihrem Ausflug ins Freie beobachten - heißt Gerda. Ist das nicht ein ganz herrliches elegantes Huhn? Ich habe sie schon einmal > hier< vorgestellt. 

Freitag, 17. März 2017

Die Mississippi-Bande



"Mama, wohin fliegt der Papa nochmal?", mein Kleiner sieht mich fragend. Wir sind bei meiner Freundin im Garten und genießen den warmen Frühlingstag. "Nach New York, mein Schatz!", antworte ich aufmerksam. "Ist New York weit entfernt vom Mississippi?", mein Kleiner lässt sein Buch "Die Mississippe-Bande" von Davide Morosinotto sinken. "Ohja!", meine Antwort kommt einbissel zögerlich. "Wie weit denn?", mein Kleiner lässt nicht locker. Abschätzend schaue ich ihn nun an: "Mit dem Auto fährt man vielleicht zwei Tage.". "Zwei Tage?", mein Kleiner macht runde Augen, "Zwei Tage - aber man ist dann immer noch in Amerika, oder?!". Ich nicke und grinse in mich hinein - was für Dimensionen. Doch für meinen Kleinen ist das Gespräch noch nicht beendet: "Mama, sind drei Dollar viel Geld?". "Drei Dollar haben fast den gleichen Wert wie drei Euro!", weiß ich zu berichten und füge aber noch hinzu: "Allerdings spielt dein Buch ja vor mehr als hundert Jahren. Da waren drei Dollar viel Geld. Überleg mal, so um 1900 hat ein ganzes Brot zum Beispiel nur 20 Cent gekostet. Jetzt kostet ein kleines Brötchen schon 32 Cent.".

Zum Buch-Inhalt:

Die Kinder Te Trois, Eddie, Julie und Tit finden eine verbeulte Blechdose im Jahr 1904 beim Angeln am Mississippi und können ihr Glück gar nicht fassen, denn in der Blechdose liegen drei Dollar. Dafür bestellen sie sich bei einem Versandhandel heimlich einen Revolver. Doch etwas ganz anderes kommt bei ihnen an und ein aufregendes Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Besonders die schwarz-weiß Illustrationen von Landkarten, Zeitungsausschnitten oder Fotos haben uns (meinem Kleinen und mir) gut gefallen. Man lernt einiges über den Fluss und über die Gegend um ihn herum und kann sich so sehr gut in das Leben anno 1904 reinversetzen.

Ein Abenteuerroman zum Mitfiebern - mit einer spannenden Story und mit Helden, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Klappentext:

Alles begann mit dem Mord an Mr. Darsley. Oder vielleicht auch nicht. Wenn ich es mir recht überlege, begann es eigentlich ein paar Wochen zuvor. An dem Nachmittag, als wir durch die Sümpfe des Bayou paddelten, um ein paar Fische zu fangen. Was wir stattdessen fingen, war eine verbeulte Blechdose, in der drei Dollar lagen. Drei Dollar! Dafür würden wir uns etwas im Katalog bestellen. Noch ahnten wir nicht, dass wir mit dieser Bestellung das größte Abenteuer unseres Lebens auslösen würden ...

Jetzt noch zwei kleine Tipps für meine jungen LeserInnen:

Habt Ihr auch Lust auf ein wunderbares Abenteuer? Dann macht doch mit und sichert Euch tolle Reisegutscheine von DB Klassenfahrten für Eure ganze Klasse oder ein Buchpaket! Folgt einfach dem Link und beantwortet die Frage. > Zum Gewinnspiel.<

Oder sichert Euch die Chance auf einen Sea Life Gutschein. Hier geht es >zum Gewinnspiel<.


Die Mississippi-Bande
Ab 10 Jahre
Thienemann
ISBN: 978-3-522-18455-7
Autor: Davide Morosinotto
Preis: 14,99€

Verlinkt mit: "Buch und mehr" von Nicole

Dieser Post entstand mit freundlicher Unterstützung des Thienemann-Esslinger-Verlag.

Mittwoch, 15. März 2017

Waldeigen


Um den waldeigenen Frühling hier bei uns am linken Niederrhein in seiner ganzen Pracht zu zeigen, müssen erst noch ein paar Tage ins Land ziehen. So richtig kann man den Frühling hier bei uns nämlich erst Ende April sehen (wenn Ihr mal >hier< gucken möchtet). Deshalb war mir die Schwierigkeit, als Andrea zu einer neuen Runde "Lyrik fürs Auge" mit den wundervollen Zeilen von Herrn Rilke aufrief, direkt bewusst. Ich habe mich dennoch auch die Suche gemacht und bin, wenn auch nur im Kleinen, fündig geworden.


Will Dir den Frühling zeigen,
der hundert Wunder hat.
Der Frühling ist waldeigen
und kommt nicht in die Stadt.

Nur die weit aus den kalten
Gassen zu zweien gehn
und sich bei den Händen halten - 
dürfen ihn einmal sehn.

Rainer Maria Rilke


Verlinkt: "Eye poetry" von Andrea, Katja's "In Heaven", Lotta's "Bunt ist die Welt"

Dienstag, 14. März 2017

Palmzweige und Palmkätzchen (oder "Österliche Metallringe")



Schon zu Weihnachten war ich ganz verliebt in die schlichten weihnachtlich geschmückten Metallringe (z.B. bei Jutta). Als mir dann ein runder Draht auf der Straße vor die Füße fiel (wahrscheinlich von einer Radkappe.. hihi!), wusste ich sofort, was ich damit machen wollte. Ein österlich geschmückter Metallring sollte es werden. Dazu habe ich ein paar Palmkätzchen und einige Palmzweige um den unteren Teil gedrahtet. Das ging kinderleicht und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Findet Ihr nicht auch?



Wissenswertes über Weidenkätzchen bzw. über Palmkätzchen gibt es >hier<.


Übrigens: Meine Palmzweige- und Kätzchen habe ich aus dem großen Grünschnittabfallbereich des Golfplatzes gezogen. Also, keine Bange, sie waren schon geschnitten.