Freitag, 25. Mai 2018

Von Holunderblüten & Butterblumen


Mein Sohnemann kommt mit nackten Füßen, dreckigen Hosen, hochroten Wangen und einem spitzbübischen Grinsen im Gesicht auf seinem Kettcar angesaust. Kurz bevor er mich erreicht zieht er kräftig an der Bremse. "Die sind für dich, Mama!", erklärt er mir fröhlich und reicht mir mit ganz verschwitzten Händen einen kleinen Feld- und Wiesen-Strauß. 

Guten Morgen, meine Lieben. Heute ist es ganz besonders schön, dass Ihr mich besuchen kommt, denn das heißt Ihr seid noch da und das ist einfach großartig. Möchtet Ihr auch etwas zu trinken? Meinen Kaffee habe ich schon auf, aber es gibt heute selbstgemachte Limetten-Limonade mit frischer Minze aus dem Garten. Mein Göttergatte schwört auf dieses Getränk, wenn er nach getaner Gartenarbeit seinen Durst löschen möchte. Wer jetzt denkt, da geht doch auch ein kühles Bier, der hat natürlich nicht unrecht. Doch da er seit Tagen von morgens bis abends nichts anderes macht als im Garten zu arbeiten, wäre er spätestens um 11 Uhr "hochachtungsvoll".. lach! Aber was soll ich sagen, sein Einsatz lohnt sich, mit unserem Projekt "Schwimmbecken" geht es stetig voran und das haben wir nicht nur meinem Göttergatten zu verdanken, nein, auch unserem Großen. Statt in den Ferien auszuschlafen und die Zeit zu verbummeln, hilft er seinem Papa, wo er nur kann. Auch unsere Freunde sind regelmäßig dabei, was mich auch von Herzen freut! (Dankeschön Euch allen!!) Ich kann nur sagen: Wie gut, dass es in diesem Jahr Pfingstferien gibt. Habt Ihr etwas Schönes am Wochenende vor? Wir gehen Samstagabend auf eine Geburtstagsfete. Eine ganz liebe Freundin feiert ihren 40sten. Hachz.. was freue ich mich auf das Tanzen. So, nun muss ich aber los. Ich habe meinen Vater diese Woche nämlich sträflich vernachlässigt, er wartet bestimmt schon auf mich und auf seine Einkäufe.

Ich wünsche Euch ein charmantes Wochenende!
Herzlichst, Nicole!

Donnerstag, 24. Mai 2018

Baummarkierungen


"Mama, guck mal! Hier am Baum hat jemand zwei Striche gemacht und der dahinten hat auch einen Doppelstrich.", mein Sohnemann ströpt durch unseren Lieblingswald. "Das hat auch einen Grund!", weiß ich zu berichten, "Die Markierungen hat der Förster angebracht. Die Bäume zwischen den Bäumen mit dem Doppelstrich werden gefällt. Es entsteht eine Gasse, damit die Bäume, die tiefer im Wald gefällt werden müssen, besser rausgeholt werden können.". "Siehst du dahinten den Baum mit dem schrägen Strich?", ich zeige auf einen Baum der im Bereich der Markierung steht, "Der wird bald gefällt.". "Aber warum hat er denn zwei Striche?", mein Sohnemann betrachtet aufmerksam die Baummarkierung, "Es sieht sogar aus wie ein V!". "Das wird so gemacht, damit der Forstarbeiter den Strich auch nicht übersehen kann.", erkläre ich lächelnd und rufe unsere Hündin zurück. "Was bedeutet denn A1, Mama?", mein Sohnemann deutet auf eine alte Eiche. "Das ist ein Wanderweg. Der führt vom Kamper Wald zum Niersenbruch.". Mein Sohnemann pustet seinen langen Pony aus der Stirn: "Pff..! Und dafür braucht man eine Markierung? Das ist doch direkt auf der anderen Waldseite.". "Tja, du kennst dich ja auch aus. Andere Wanderer wissen das vielleicht nicht.". Mein Sohnemann nickt verständig. Kurze Zeit später kommen wir an einen aufgeschichteten Holzstoss. "Das ist aber eine witzige Markierung, Mama! Guck mal, das pinke Männeken sieht aus als ob es runterfällt.". Streng gucke ich meinen Sohnemann an: "Das ist, wie man sieht, eine Warnung, Burschi. Mach, dass du da runter kommst!". Mein Sohnemann seufzt tief und hüpft vom Holzstoss runter. 



Dienstag, 22. Mai 2018

Waldmeister-Bowle


"Mmmh! Was riecht denn hier so wunderbar waldmeisterlich?!", mein Göttergatte kommt schnuppernd ins Esszimmer. "Ich habe Waldmeister-Bowle angesetzt!", erkläre ich grinsend, "Ich habe mir gedacht, die können wir nachher, wenn du vom Training kommst, in Ruhe draußen genießen. Der Sekt steht auch schon im Kühlschrank!". Mein Göttergatte sieht mich treuherzig an: "Ooch, erst wenn ich wieder da bin? Sollen wir nicht  jetzt schon ein Schlückchen trinken?".

Zutaten
  • 500 ml Wein, weiß, trocken
  • 2 EL Zucker, braun
  • 1 Pck. Vanillin-Zucker
  • 250 ml Sekt trocken
  • 5 Stängel Waldmeister
  • 1 Stängel Minze
  • 1 Stängel Zitronenmelisse

Zubereitung

Braunen Zucker und Vanillin-Zucker im Wein auflösen. Waldmeister nach dem Pflücken welken lassen und mit Zitronenmelisse und Minze kopfüber (!) für mindestens 30 Minuten, aber maximal 45 Minuten hineinhängen. Die Schnittstellen der Pflanzen dürfen nicht in den Wein tauchen. Kalt stellen und erst kurz vor dem Servieren mit ebenfalls gekühltem Sekt aufgefüllt.

Vorsicht! Das Waldmeister-Kraut darf nicht blühen. Die blühenden Stängel habe ich nur zur Dekoration dazu gestellt.


Samstag, 19. Mai 2018

Gartenräume schaffen (Teil IV)


Vor Glück strahlend blicke ich auf unsere 14 kleinen und großen Freunde. Sie alle stehen mit Schubkarren und Schaufeln gewappnet in unserem sonnigwarmen Waldgarten und warten darauf das es losgeht. Heute soll es mit mit unserem Pool-Projekt weiter gehen. Das Loch soll geschaufelt werden. 150 cm tief und 6 m Durchmesser sind geplant - für mich unvorstellbar. Zuerst werden die Rasensoden mit dem Spaten aufgehoben und ich bin begeistert, wie emsig die Kinder dabei helfen. Dann steigt mein Göttergatte auf den gemieteten Mini-Bagger und ich muss zugeben, mittlerweile ist er schon sehr geübt darin. Die Schubkarren stehen bereit und warten darauf, dass sie gefüllt werden, immer eine Baggerschaufel-Ladung voll. Peu à peu geht es voran. Dann bin ich an der Reihe. Frohgemut stelle ich meine Schubkarre in Position und warte auf meine erste Ladung Dreck, Erde und Lehm. Mein Göttergatte hebt die Baggerschaufel an, lässt den gesamten Schaufelinhalt in meine Schubkarre fallen und mir reißt es die Schubkarrengriffe aus den Händen. Mit solch' einem Gewicht habe ich nicht gerechnet. Ich ächze und stöhne, doch bekomme ich die Schubkarre noch nicht mal mehr angehoben. Ein lieber Freund eilt mir zur Hilfe und nimmt mir lachend die Schubkarre aus den Händen: "Na, doch zu schwer, was?!" Ich nicke beschämt und erkläre meinem Göttergatten: "Beim nächsten Mal nur eine halbe Ladung bitte!". Mein Göttergatte sieht mich erst schmunzelnd an und zieht dann die Augenbrauen hoch: "Nicole, wie soll das bitte schön gehen?!". Doch auch ohne meine volle Leistung geht es weiter und tatsächlich wird das Loch immer tiefer und der Erdhügel immer höher. Zwei ganze Tage brauchen wir bis das Loch fertig gegraben ist und der Grund mit Beton gefüllt werden kann. Und soll ich Euch was sagen? Trotz harter Arbeit, Schmutz und Schweiß hatten wir mit unseren Freunden in unserem Waldgarten eine tolle Zeit. Wir haben viel gelacht, erzählt und geschuftet und die anschließenden Grillabende waren wunderbar gesellig. Frei nach dem Motto: "Zusammen sind wir stark!".


(An unsere lieben Helfer/innen: Ihr seid die Allerbesten!! Nochmal ein ganz dickes Dankeschön!! Die Poolparty ist versprochen!)


Gartenräume: einszwei und drei
Sturmtief: Burglind

Nachtrag: wundert Euch bitte nicht, dieser Post war zwar vorbereitet, aber ich habe ihn versehentlich nicht veröffentlicht. Das hole ich ich jetzt einfach nach.

Freitag, 18. Mai 2018

Waldmeisterliche Maitorte


"Nicole, wo ist denn das Rezept für unsere Maitorte?!", mein Göttergatte steht in der Küche und stellt sich einige Zutaten parat. Neugierig komme ich näher: "Warum?". "Ich wollte noch eben die Maitorte zusammenrühren, ehe wir es uns gemütlich machen." "Du?", frage ich erstaunt. "Ja, ich. Schließlich ist es ja meine Mutti, die morgen Nachmittag am Muttertag zu Besuch kommt.". "Und dein Vater und mein Vater. Und unsere Kinder und ich sind auch hier!", ergänze ich schmunzelnd, "Doch lass dich nicht aufhalten. Ich freue mich, wenn du das übernimmst." Mein Göttergatte grinst mich liebevoll an: "Und außerdem bist du die Mutter meiner Kinder.". "Das ist wahr!", antworte ich vergnügt und drücke ihm die Anleitung in die Hand und einen Kuss auf die Wange, "Weißt du was?! Dann gehe ich jetzt noch nach draußen und binde den Strauß für Deine Mutti. Die Bartnelken und der Wiesenkerbel stehen schon im Wassereimer bereit.".

Zubereitung

Für den Boden:
  • 200 g Löffelbiskuit (in Stücke zerbrochen) 
  • 100 g weiche Butter (in Stücken)
Die Löffelbiskuits (in Stücken) in den Mixtopf geben und 15 Sek./Stufe 6 zerkleinern. Anschließend die Butter hinzugeben und nochmals 15 Sek./ Stufe 6 vermengen. Die Masse auf den (mit Backpapier ausgelegten) Boden der Springform drücken und kaltstellen. Den Mixtopf bitte gründlich säubern. 

Für den Belag:
  • 600 g Sahne
  • 250 g Wasser
  • 1 Tütchen Wackelpudding (Götterspeise) mit Waldmeistergeschmack (Bitte KEIN Instantpulver!)
  • 1 Spritzer Tritop "Waldmeister", der Farbe wegen
  • 150 g Zucker
  • 2 Pck. Vanillinzucker
  • 200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
Den Rühraufsatz "Schmetterling" einsetzen. Die Sahne in den Mixtopf geben, den Messbecher (mit der offenen Seite nach unten) als Spritzschutz drauflegen und ca. 3 - 3 1/2 Min./ Stufe 4 schlagen*, bis sie so fest ist, dass sie kopfüber an einem Löffel haften bleibt. In eine Schüssel umfüllen und ebenfalls kaltstellen. Den Rühraufsatz entfernen und den Mixtopf nochmals reinigen.

Das Wasser und das Wackelpuddingpulver in den Mixtopf geben, den Messbecher als Spritzschutz drauflegen und 3 Sek./ Stufe 3 bis 4 vermischen. 5 Minuten im Topf quellen lassen. Dann 3 1/2 Min./ 70°/ Stufe 3 bis 4 erwärmen und anschließend wieder abkühlen lassen. 

Zucker, Vanillezucker, Tritop und Frischkäse in den Mixtopf zu der Wackelpuddingmasse geben und (mit Messbecher als Spritzschutz) 10 Sek./ Stufe 5 verrühren. Die geschlagene Sahne zugeben und 8 Sek./ Stufe 4 unterrühren. Die Frischkäsemasse auf den Biskuitboden (in der Springform) geben und im Kühlschrank (ca. 5 Std.) fest werden lassen.

Dekoriert haben wir die Maitorte mit frischen Waldmeister-Blättern und kleinen rosa Zuckerherzen.

Ich wünsche Euch ein charmantes Pfingstwochenende.
Herzlichst, Nicole



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* Die Angaben sind Richtwerte. Bitte während es Rühren in den Mixtopf schauen.