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Montag, 30. Juni 2014

Headbangen

"Was ist los?", aufmerksam betrachte ich meinen Großen. Seine langen Haare zwirbeln sich heute morgen ohne zutun zu Dreadlocks und unter dem Haar-Gewirr kann man seine müden Augen sehen. Nach einem dunklen "Guten-Morgen"-Gemurmel lässt er sich stöhnend auf der Holzbank vor dem Esstisch nieder. "Mein Nacken tut mir weh!", ächzt mein Großer. Grinsend wende ich mich wieder meiner ersten Tasse Kaffee zu: "Ja. Headbangen kann ganz schön anstrengend sein." "Besonders am Tag danach!", ergänzt mein Großer, während er sich den Nacken reibt. Vor meinem inneren Auge sehe ich nochmal meinen Großen mit einer Horde großen Cousins zu Nirvana 'Smells Like Teen Spirit' abrocken. Ein wildes Springen, Headbangen und Mitgrölen. Ja, mein Großer wird erwachsen! Obwohl er am Samstag bei der Hochzeitsnachfeier meiner Nichte mit Abstand der (Zweit-)Jüngste war, konnte er mühelos mit seinen Cousins mithalten. Und alle (mich und meinen Göttergatten eingeschlossen) haben den selben Musikgeschmack. Hammer, oder?! (Würde jetzt die Freundin meines ältesten Neffe sagen..lach!!)

Jamsession

Hell, klar und rein klingt die Stimme meiner Nichte durch den Saal, während ihr großer Bruder gemeinsam mit seinem Cousin ihre Akustikgitarren bearbeiten, begleitet sie die Beiden gesanglich. Die beiden Jungs sitzen sich gegenüber und entlocken ihren Instrumenten einen Song nach dem Nächsten. Um sie herum sitzen alle jungen Gäste. Auf dem Boden, auf verschiedenen Stühlen oder Tischen. Mein Großer sitzt auf einem Barhocker direkt dahinter. Er wippt im Takt und genießt offensichtlich die Jamsession (genau wie ich!). Ich schleiche mich von hinten an. Und wispere in sein Ohr: "Willst du wirklich mit der Musikschule aufhören?!". Er sieht mich strafend an und zieht eine Schnute. Ja, Mamas sind gemein! Aber sechs Jahre Gitarrenunterricht sind doch viel zu schade, um einfach so damit aufzuhören..

Sonntag, 29. Juni 2014

Bauernwiese



Auf unserer Bauernwiese blüht es! Da meine Jungs zeitweise keine Lust hatten, großartig im Kinder-Garten zu helfen, haben wir einfach eine kleine Bauerngartenmischung ausgesät. Und sieht sie Euch an! Kornblumen, Klatschmohn, Malven zeigen sich als erstes. Bei genauerem Hinschauen kann man auch schon einige Stängel von Schmuckkästchen, von Ringelblumen und von Sonnenblumen entdecken. So eine bunte Bauernwiese hat schon was, gelle?!

Die Freude

Die Freude und das Lächeln
sind der Sommer des Lebens.

(Jean Paul)

Samstag, 28. Juni 2014

Süßkirschen



Der Anrufbeantworter leuchtet: "Wenn du Kirschen haben möchtest, komm einfach nachher vorbei!", die freundliche Stimme einer entfernteren Nachbarin ist zu hören. "Oh, Prima!", denke ich und vergesse es... "Guten Abend!", mein Göttergatte hat endlich Feierabend. Er hat seine Laptop-Tasche geschultert und in seiner Hand hält er eine Tüte Kirschen. "Von Ilse. Nicht wahr?!", grinse ich ihn an. "Ja!", entgegnet er kurz und knapp, "Und: Schöne Grüße!". Danke schön, liebe Ilse!!

Rote Kirschen

Rote Kirschen ess ich gern,
schwarze noch viel lieber.
In die Schule geh ich gern,
alle Tage wieder.

(Kinderlied)

Freitag, 27. Juni 2014

Siebenschläfer

Ist der Siebenschläfer nass,
regnet’s ohne Unterlass.

(Bauernweisheit)

Heute ist Siebschläfertag..arrgghh!!
So wie das Wetter heute ist, soll es die
nächsten sieben Wochen sein..

Duftwicke



Sind unsere Duftwicken dieses Jahr nicht wieder wunderbar?! Da ist es gar nicht schlimm, einen Maschendrahtzaun als Umfriedung im Garten zu haben. Mein "Keine-Hühner-mehr"-Nachbar hat vor Jahren den Anfang gemacht und diese hübsche Sorte an einer Stelle am Zaun ausgesät. Seitdem schmückt diese wunderbare Blume im Sommer ein Stück weit unseren unschönen Maschendrahtzaun.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Kleine Sonnenblume



"Nanu?! Was wächst denn da?", mein Göttergatte schaut interessiert in den kleinen Tontopf. "Das hat wohl der Kleine gemacht!", informiere ich ihn, "Er hatte mir erzählt, dass er Sonnenblumenkerne versteckt hat, aber mir nicht verraten wo!". Grinsend betrachten wir den, nur zur Hälfte mit Erde gefüllten, Tontopf. Ich bin gespannt, wo wohl noch Sonnenblumen auftauchen.

Zimtschnecken (Thermomix)



ZUTATEN
Hefeteig:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
200 g Milch
100 g Zucker
80 g Butter
1 normales Ei oder zwei Zwergeneier
1/2 TL Salz
1 TL gemahlenen Kardamom
Füllung:
50 g Butter
60 g Zucker
2 TL Zimt

ZUBEREITUNG
Hefeteig: Alle Zutaten in den Mixtopf geben und 2 Min./St zu einem Teig verarbeiten. Teig in eine Schüssel füllen, Geschirr-Handtuch drüber und an einem warmen Ort 30 Min. gehen lassen.
Füllung: Teig zu einem Rechteck ausrollen und mit der zerlassenen Butter (ich pack' sie immer kurz in die Mikro) bestreichen. Zimt und Zucker mischen und darauf verteilen. Den Teig von der Längsseite aufrollen. 2-3 cm dicke Scheiben davon abschneiden und auf ein Backblech setzen. Zuletzt mit Hagelzucker bestreuen und ab in den Backofen.

Im nicht vorgeheizten Backofen (Unter-Oberhitze) bei 200°C ca. 20 Minuten backen.

Mittwoch, 25. Juni 2014

Martin, die Hausgans II



Auf besonderen Wunsch: Martin, die Hausgans in groß! Viel Vergnügen damit. (Aber mich würde schon interessieren, was Du damit vorhast!?) Wie Du vielleicht siehst, ist es nicht die entflohene Issumer Hausgans, sondern diese beiden Gänse leben in Kempen. Ich hoffe, das ist auch okay?!

Für dich



Mein Großer kommt ziemlich erhitzt die Hoftreppe herauf gepoltert. Er hat kurze Hosen, aber trotzdem einen Kapuzenpulli an. Die Ärmel seines Pullis hängen über seinen Händen. Ich ziehe die Augenbrauen hoch und will gerade sagen: "Zieh mal die Ärmel hoch, wie sieht das denn aus!". Da schiebt mein Großer seine Hand aus dem Ärmel und hält mir eine zarte kleine weiße Blume, behutsam zwischen Zeigefinger und Daumen geklemmt, entgegen. Grinsend pustet er seine langen Zotteln aus dem Gesicht. Er deutet eine kleine Verbeugung an und reicht mir die kleine Blume: "Die ist für dich!". Und mein Mutterherz läuft vor Glück über.

Hoch hinaus.

Kläffend jagt Ollie, der Hund meiner Freundin, hinter unserer kleinen Katze Bremse her. Kaum kam er zum Hoftor hinein, hatte er sie im Visier. Eigentlich lag sie gut versteckt im hohen Gras im Schatten unter unserem Ahornbaum, doch was so ein Ollie ist, der hat sie sofort in der Nase. Erschreckt rennt Bremse auf und davon und Ollie Hund hinterher. Julie, mein eigene Hundin, betrachtet das Geschehen verständnislos. Für sie ist eine Katze im Garten das Normalste der Welt. Aber für Ollie nicht: "WAU! WUFF! KNURR!". Bremse gibt Fersengeld und rennt ins kleine Wäldchen, Ollie hinterher. Unser neuer Nachbar steht mittlerweile auf seiner Terrasse und ruft rüber: "Das arme Ding hängt im Baum!". Schnell eile ich hinterher und blicke suchend in die hohen Fichten. Tatsächlich da hängt die kleine Katzin nun. Hoch oben in den Zweigen. Fest, ganz fest hält sie sich am Stamm, gute fünf Meter über den Boden. Aaargghh! Schnell verjage ich beide Hunde aus dem kleinen Wäldchen und hoffe, dass unsere kleine Katze alleine den Weg nach unten findet. Eine so hohe Leiter haben wir nämlich nicht!

Dienstag, 24. Juni 2014

Mutterkraut

"Sind das nicht hübsche Gänseblümchen?!", eine Tante des Bräutigams sieht (genau wie ich) bewundernd die Hochzeitsgestecke an. "Ähm..! Ich glaube, dass sind keine Gänseblümchen. Es sieht eher nach Kamille aus.", werfe ich zaghaft ein. "Quatsch.", die resolute, aber sehr sympathische, Oma des Bräutigams fährt dazwischen, "Weder noch. Das ist Mutterkraut. Kennt heute nur noch kaum jemand!". Sie nickt uns Unwissenden zu. Wir beide wagen nicht dem zu widersprechen und nehmen ihre Aussage erstmal hin. Zu Hause angekommen, mache ich mich auf die Suche nach Informationen zum Thema Mutterkraut. Ich vergleiche mehrere Bilder mit dem zarten, weißen Blüten und kann der Oma nur zu stimmen. Mutterkraut, auch falsche Kamille genannt, ist traditionell ein Heilkraut der Frauenheilkunde. Es fördert Monatsblutungen und reguliert den Menstruationszyklus. Zudem wird der Eisprung wird gefördert. Periodenkrämpfe werden durch das Mutterkraut gelindert, da es krampflösend wirkt. Während der Geburt stärkt es die Arbeit der Gebärmutter und löst zugleich unnötige Verkrampfungen, die den Geburtsvorgang erschweren. Nach der Geburt fördert das Mutterkraut die Austreibung der Nachgeburt. Wer auch immer sich für das Mutterkraut im Hochzeitsgesteck entschieden hat, hat sich wohl was dabei gedacht.. grins!!

Lebe! Liebe! Lache!

Lebe! Liebe! Lache!
Mach auf diese Weise
Dein neues Jahr zu einem Fest,
das Dich Dein Leben feiern lässt.


Liebes Schneiderlein!

Alles, alles Liebe zum Geburtstag.
Bleib' wie Du bist!!

Wir vier.

1/2 Jahr

Lieber Sven!

Es ist tatsächlich wieder soweit, in einem 1/2 Jahr ist Weihnachten. Deshalb hier an dieser Stelle:
Alles, alles Liebe zum Geburtstag!

Von uns.

Montag, 23. Juni 2014

Hochzeitsgesteck



"Hier! Das ist für Dich!", meine Nichte steht lächelnd vor mir. Wir sind im Garten ihrer Schwiegereltern und genießen noch ein ausgiebiges Sonntagsfrühstück ehe es zurück nach Hause geht. Drei Stunden Autofahrt stehen uns bevor und mein Kleiner drängelt schon, er will nach Hause. Grinsend schaue ich meine Nichte an, wie schon in ihrer Kinderzeit steht sie auf Socken ohne Schuhe vor mir (was hat sie früher von ihrer Oma deswegen Schimpfe bekommen!!). "Das ist für mich?!", ich freue mich wie bolle, "Vielen Dank, mein Herz!". Während ich die Glasschüssel übernehme, drücke ich ihr ein Küsschen auf die Wange. Die Hochzeitsgestecke habe ich gestern auf der Feier schon ausgiebig bewundert. Rosen, Frauenmantel, Mutterkraut.. wegweisend.. lach!!

Großer Tag

Heute ist Dein großer Tag,
den jedes Kind so gerne mag.
Wir wünschen Dir vom Herzen Glück
und unbeschwertes Lachen.
Dir soll das neue Lebensjahr
stets ganz viel Freude machen.

Liebe Jeani-Maus,


wir wünschen Dir von Herzen
einen gaaanz wunderbaren
Geburtstag!!
Alles, alles Liebe!!

Deine Patenfamilie

Sonntag, 22. Juni 2014

Just married



Meine kleine Nichte ist verheiratet. Meine kleine Prinzessin. Das kleine Mädchen mit den entzückend wippenden Locken. (Das kleine freche Ding, das immer Unsinn im Sinn hatte. Sie aber immer ungescholten davon kam, da man ihr nie böse sein konnte!) Und nun ist sie Ehefrau. Kaum zu glauben, aber wahr.. (Tja, Bruderherz, alter Knabe! Die Wahrscheinlichkeit, dass du Opa wirst, wird immer größer.. grins! Es hat doch manchmal Vorteile die kleine Schwester zu sein.. lach!!) Es war ein rauschendes Fest!! Mit Reden, Spielen, Schmausen und Tanz. Einfach wunderbar!!
"Mama?!", mein Kleiner sieht mich strahlend an, "Jetzt haben wir noch ein weiteres Familienmitglied dazu bekommen. Ist das nicht schön?!". "Das ist es!", ich grinse vor Glückseligkeit und wuschele meinem Kleinen durch die Haare. Anschließend recke ich mich, um meinen 'neuen' Neffen in die Arme zu schließen: "Herzlichen Glückwunsch! Und Willkommen bei uns!", flüstere ich in sein Ohr und blinzele verstohlen die Freudentränen weg.

(Übrigens: Zwischendurch, wenn niemand hinsah, standen meine Schuhe neben meinen Füßen.)

Samstag, 21. Juni 2014

Es muss was Wunderbares sein

Es muss was Wunderbares sein
Ums Lieben zweier Seelen!
Sich schließen ganz einander ein
Sich nie ein Wort verhehlen!
Und Freud und Leid, und Glück und Not
So miteinander tragen!
Vom ersten Kuss bis in den Tod
Sich nur von Liebe sagen!
(Oskar von Redwitz)


Liebe Mareike, lieber Dominik!

Wir wünschen Euch von Herzen
ein wunderbares gemeinsames Leben!

Wir vier.

Freitag, 20. Juni 2014

Trevlig Midsommar, adjö!

Heute ist der Abend an dem überall auf der Welt mit den Schweden gefeiert wird: "Trevling Midsommar!". Auch ich hatte mir fest vorgenommen dieses Jahr 'Midsommar' ausgiebig zu feiern: bei uns im Garten eine Mittsommerparty. Mit Freunden und Familie, und wehe es hätte jemand noch Schuhe an! Weiße Sommer-Kleidchen für die Damen wären Pflicht, genau wie Blumenkränzchen flechten.. ja, ja!! Doch leider sind wir gar nicht da, um dieses Fest zu begehen. Aber nächstes Jahr kann man auch in unserem Garten ein mehrstimmiges "Trevling Midsommar!" hören. Komme was da wolle!

(Na, ja! Nicht wirklich leider! Denn es ist ein ganz wunderbares Ereignis, welches uns ablenkt  'Midsommar' zu feiern! Wir tauschen einfach den Grund des Festes.. freu! Und wer weiß, vielleicht haben wir gegen späten Abend ja auch keine Schuhe mehr an!) 

Donnerstag, 19. Juni 2014

Frettchen-Alarm




"Frau Nachbarin!", mein freundlicher "Keine-Hühner-Mehr-Nachbar" steht rufend am Zaun. "Ja?", rufe ich zurück, "Moment! Ich komme!". Ich stelle meine Gießkanne hin und eile zum Zaun: "Was gibt es?". "Ich hab heute Morgen, ganz in der Frühe, ein Frettchen aus deinem Garten kommen sehen?!", mein "Keine-Hühner-Mehr-Nachbar" schaut mich besorgt an, "Ist mit deinen Hühnern alles okay?!". Ich nicke: "Ja, ich habe eben noch die Wassertröge aufgefüllt!". "Kontrollier gleich noch mal das Gehege ! So ein Marder ist gefährlich!", mein Nachbar presst die Lippen aufeinander, "Die kommen durch das kleinste Loch!". "Mach ich!", ich nicke meinem Nachbarn zu, "Danke dir! Für´s Aufpassen!". Schnell laufe ich durch den Garten bis hin zum Hühnerstall und kontrolliere nochmal den Zaun, alles ist dicht. Hanni, meine Glucke sitzt mit ihren jetzt bereits großen Küken auf der Stange während Gustav, unser Haupthahn, mit Trude und Trine die Sonne liegend geniest. Holger, das zweite Hähnchen, amüsiert sich prächtig mit Nanni beim Fliegenfang. Idylle pur! "Alles okay!", rufe ich laut meinem "Keine-Hühner-Mehr-Nachbarn", der mir auf seiner Seite des Zaunes gefolgt ist, zu. "Pass trotzdem auf!", ermahnt er mich ernst. Ich nicke und gehe zurück zu meiner Gießkanne. Das Kinderbeet muss noch gegossen werden und von den Kindern ist keines zu sehen.

Fronleichnam

Ist es nicht schön, dass wir wieder eine so kurze Woche haben?! Schade finde ich es nur, dass morgen der Brückentag hier in NRW an den Schulen unterschiedlich gehandhabt wird. (Mal ganz abgesehen davon, dass es ja sogar Bundesländer gibt, die richtige Pfingstferien haben und zwei Wochen lang ihre Freizeit genießen können.. seufz!!) Mein Großer muss morgen zur Schule, während mein Kleiner dem Müßiggang frönen darf. Aber heute haben wir erstmal alle frei, dank diesem wunderbaren Feiertag! Und das werden wir ausgiebig genießen, gelle?!

Mittwoch, 18. Juni 2014

Erste Himbeer-Ernte



"Och, Mensch! Kleiner! Was machst du denn da für eine Matscherei!", böse funkele ich meinen Kleinen an. Gerade eben erst habe ich die ersten reifen Himbeeren geerntet und das Schälchen für einen kurzen Moment unbeaufsichtigt gelassen. Diesen Augenblick hat mein Kleiner direkt genutzt, um in einer kleinen Plastikschüssel (ich glaube, die war auch schon mal im Sandkasten...mmhh, lecker!!) aus einigen Himbeeren Mus zu machen. Meine schöne Ernte.. snief! Ich hatte die wunderbaren, roten Himbeeren schon in meinem Naturjoghurt heute Abend leuchten sehen. Mmmpf!! Mein Kleiner zuckt die Achseln: "Wieso, Mama?! Die sind von meinem Kinderbeet. Ich weiß gar nicht, was du hast!". Genussvoll nimmt er einen Löffel voll und grinst in seine Schüssel: "Das sieht aus wie Blut!". Er reißt seine Himbeer-Schnute auf und macht: "Whhhaaarrrr!! Ich bin ein Vampir!". Grinsend wende ich mich ab. Er hat ja recht!!

Dienstag, 17. Juni 2014

Beerdigungskuchen

Nein, nein, keine Angst - alles ist gut!! Ein 'Beerdigungskuchen' ist ein einfacher Streuselkuchen. Er trägt seinen Namen, da er bei uns (als ich Kind war) in der alten Zechensiedlung nach jeder Beerdigung zum Leichenschmaus gereicht wurde. Dazu gab es Kaffee und 'ne Dubbel (Butterbrot). Ja, ich weiß! Makaber.. aber auch wenn er immer nur zu traurigen Anlässen gegessen wurde, er ist der beste Streuselkuchen überhaupt. Schon meine Tante Else bug ihn genau so.

FÜR DEN TEIG:
200 g Butter
4 Eier
250 g Zucker
250 g Mehl
1 Pck. Vanillezucker
1 TL Backpulver

FÜR DIE STREUSEL:
250 g Butter
200 g Zucker
400 g Mehl
200 ml Schlagsahne, zum Begießen
Puderzucker

ZUBEREITUNG:
Aus den Zutaten für den Boden einen Teig bereiten und diesen auf einem gefetteten Backblech verteilen. Übrige Zutaten zu Streuseln beliebiger Größe verarbeiten und auf den Boden geben. Nun backen: Umluft 180° ca. 30 Minuten. Den heißen Kuchen sofort mit 200 ml Schlagsahne begießen und nach dem Erkalten mit Puderzucker bestäuben.

Hätt' ich dich heut erwartet

Hätt ich dich heut erwartet,
hätt ich Kuchen da,
Kuchen da,
Kuchen da.
Hätt ich dich heut erwartet,
hätt ich Kuchen da.
Na wie gehts, na wie stehts, na wie gehts..

Hättst du nur was gesagt,
hätt ich Musik bestellt,
die besten Musikanten von der Welt!
Hättst du nur was gesagt,
hätt ich Musik bestellt,
und dich empfangen mit Traraaa!

(Giraffenaffen/Thomas D. feat. Roman Lob)

Montag, 16. Juni 2014

Cajon



"Mama, ich habe dir was mitgebracht!", mein Kleiner legt diverse kleine Holzstückreste vor mir auf den Tisch. Mit viel Fantasie kann man kleine Tiere erkennen. "Ein Igel, ein Hirsch und ein Bär.", mein Kleiner strahlt mich an. "Danke schön! Das ist aber lieb! Und? Wie war es?", aufmerksam betrachte ich meinen Kleinen, "Hat es dir Spaß gemacht?". "Ja.", mein Kleiner hat keine Zeit, "Ich geh nach oben, Lego spielen. Sonst ist mein Wochenende zu schnell rum!". Mit einem kurzen Blick über seine Schulter ruft er: "Und nicht an mein Cajon gehen, es muss noch trocknen!". Und fort ist er. Mein Kleiner und sein Papa haben den ganzen Sonntag über bei einem Workshop mitgemacht: 'Cajons selber bauen'. Diesen Workshop hatten wir unserem Kleinen zu seinem Geburtstag geschenkt. Ich schaue fragend meinen Göttergatten an: "Wie war es denn?". "Gut! Natürlich konnte unser Kleiner nicht alles alleine machen. Aber er hat mitgemacht, eben überall ein bisschen. Das fand ich richtig gut.", mein Göttergatte versucht krampfhaft unseren Derwisch abzuwehren, Wiedersehensfreude ist doch was Schönes: "Er hat den Schriftzug mitdesigned. Geschmirgelt, gesägt, gehämmert, gebeizt.". "Jetzt ist gut, Julie!", energisch schiebt mein Göttergatte unseren Hund zur Seite. "Aber er ist doch noch zu klein. Seine Aufmerksamkeit lässt auch einfach zu schnell nach! Schon für einen Erwachsenen war das Ganze eine Herausforderung!", erklärt er mir. "Na, das war doch klar!", ich grinse meinen Göttergatten an und mein Blick fällt auf das selbstgebaute Cajon. Giftgrün, mit ausgesägten Namenszug. Ich bin gespannt, wie oft ich diese Kiste hören werde.. grins!

Sonntag, 15. Juni 2014

Carepaket

"Du musst etwas in deinem Blog korrigieren. Das heißt nicht Kehrpaket, sondern Carepaket.", mein Göttergatte schaut mich auffordernd an. "Ja, das weiß ich!", murre ich etwas ungehalten, "Schon seit der siebten Klasse! Ich habe es nur eingedeutscht.". Nun blickt mein Göttergatte in die Frühstücksrunde und erklärt unseren Kindern: "To care ist englisch und heißt sich sorgen. Nach dem zweiten Weltkrieg schickten Amerikaner solche Pakete mit Lebensmitteln, Kaffee, Schokolade usw. als Carepakete nach Deutschland in die amerikanisch besetzten Zonen, weil die Menschen hier nichts zu essen hatten und hungerten." An mich gewandt fügt er hinzu: "Weißt du auch warum es so heißt?". Ich ziehe genervt, aber auch unwissend die Augenbrauen nach oben. "Die Hilfsorganisation heißt so: CARE International - Cooperative for Assistance and Relief Everywhere! Und weil es so gut passte, haben sie sich für diese Bezeichnung entschieden!".

Hühnerchen



>Lieben Dank an Euch und die kleinen Hühnerchen. Guten Appetit! Liebe Grüße B.<
Was für eine reizende Idee! Unsere Tierärztin (und Nachbarin) hat uns heute mit einem Kehrpaket Carepaket für uns und unsere Hühner überrascht. Als wir nach Hause kamen, stand eine hübsche Holzkiste vor unserer Haustür. In der Kiste waren neben unseren nun leeren Eierkartons (sie bekommt regelmäßig Eier von uns) ein Glas frische Himbeermarmelade und für unsere Zwerghühner eine ganze Ladung Futterklee. Was haben wir uns und sich unsere Hühner gefreut! Ist es nicht einfach wunderbar, statt schnöden Mammon ein so nettes Dankeschön zu erhalten?! So macht Teilen Spaß.. freu!!

Zehn Wochen

Zehn Wochen sind nun unsere Küken alt. Und so wie es ausschaut, hatten wir Glück: bei den drei Küken handelt es sich wahrscheinlich um Hennen. Genau kann man es zwar noch immer nicht sagen, aber Vergleiche zwischen Bildern aus dem Internet (mit zehn Wochen alten Chabo-Hähnen) und unseren Vögeln zeigen auf, dass der Kinnkamm ausgeprägter sein müsste. Ach, was wäre das schön! Drei weitere Hähne im Hühnerstall wären eine echte Belastung.

Samstag, 14. Juni 2014

Im Garten zelten



"Wir wollen zelten! Wir wollen zelten! Wir wollen zelten!", mein Kleiner und sein bester Kumpel fordern demonstrativ unser Zelt ein. Ich seufze. Nicht das ich den Beiden nicht ihr Glück (also das Zelt) gönnen würde, aber es ist so beschwerlich es wieder weg zu räumen. Das Aufbauen ist echt keine Sache. Im Gegenteil!! Man nimmt das Zelt aus der Tasche, wirft es in die Luft und es macht 'puff' und es ist aufgebaut. Aber das Abbauen.. mmppff! Ein wahrer Kampf: man muss das Zelt an beiden Seitenteilen greifen und niederringen. Dabei muss eine Acht entstehen, damit es flach und klein wird. Für mich vergebliche Liebesmühe. Ich gebe mir innerlich einen Ruck und lächle die Beiden an: "Ihr wollt zelten?". "Ja!", die beiden Jungs nicken heftig. "Na, dann mal los!". Ich hole aus der Garage das heiß ersehnte Zelt und laufe mit den Kindern in den Garten. "Stopp!!", mein Kleiner hält uns auf, "Hier soll das Zelt hin, sonst ist es zu weit zum Klo!". Ja, praktisch veranlagt ist er schon -  mein Sohn! Ich nehme das Zelt aus seiner Tasche und werfe es in die Luft. Puff!! Und es steht. Zufrieden richten sich die Beiden ein: es werden Decken und Kissen geholt und beide Kinder verkleiden sich als Ritter. Helm, Hellebarde, Schwerter, Bögen. Das Spiel fängt an. Ich höre etwas von: "Wir machen uns auf in ein Abenteuer!" und "Da gibt es Trolle und Goblins!". Beide Jungs sehen und hören mich schon nicht mehr. Ich schlendere noch ein Stück weit durch den Garten, als ich meinen Göttergatten gewahr werde: "Du musst nachher das Zelt abbauen!", rufe ich ihm entgegen. Er verdreht die Augen und seufzt vernehmlich. Ich grinse in mich hinein. Einbissel regt sich mein schlechtes Gewissen, doch wirklich nur einbissel.. kicher!!

Richtig verheiratet

Richtig verheiratet ist der Mann erst dann,
wenn er jedes Wort versteht, 
das seine Frau nicht gesagt hat.

(Alfred Hitchcock)

Brot und Spiele

Legionäre. Foto kann im neuen Fenster vergrößert werden.


Am 14. und 15. Juni 2014 öffnet der APX seine Tore für das große Römerfest. Rund 500 Mitwirkende aus halb Europa zeigen ihr Können live beim Handwerken, Kochen, Kämpfen und Exerzieren. Zwei volle Tage lang ist der Park erfüllt von lebendiger Archäologie zum Zuschauen und Mitmachen.

Das Römerfest im APX bietet eine Fülle von Aktionen aus dem römischen Leben. Mit mehr Akteuren und Aktionen als je zuvor soll es im Park hoch hergehen. Die Teilnehmer demonstrieren antike Handwerkstechniken, Kleidung und Frisuren oder Kochkünste à la Apicius. Auch die Legionäre werden wieder marschieren. Ein großer Festumzug, Truppenparaden und Exerzierübungen stehen ebenso auf dem Programm wie Schießübungen mit großkalibrigen Katapulten und das friedliche Lagerleben. Neu im Programm sind eine gemeinsame Vorführung von Kindern und Legionären und ein Wissenschaftsbereich, in dem Sie mit Fachleuten aus verschiedenen archäologischen Disziplinen wie der Luftbildarchäologie und der Geomagnetik ins Gespräch kommen können. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung zählen auch die Vorführungen der Reiter und die Auftritte einer neuen Gladiatorengruppe im stimmungsvollen Rund des Amphitheaters.

Eintrittspreise
Erwachsene Tageskarte: 12 €
Erwachsene 2-Tages-Karte: 19 €
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei!
(Ich lasse heute mal wieder den Veranstalter sprechen.. grins! Einfach schreibfaul!!) 

Freitag, 13. Juni 2014

Wassermelone



"Mama? Kannst du uns heute eine Wassermelone kaufen?", mein Großer steht bittend vor mir. "Na, klar!", erwidere ich grinsend. Mmmhh.. Wassermelone! Kein anderes Obst löscht mehr den Durst und hilft gegen Hitze als die Wassermelone. Moment mal! Obst?! Stimmt doch gar nicht! Auch wenn die Melone meistens als Obst gehandelt wird, zählt sie genau genommen zum Gemüse: Sie gehört wie der Kürbis und die Gurke in die Familie der Kürbisgewächsen. Wie der Name schon sagt, enthält die Wassermelone hauptsächlich Wasser, und zwar zu etwa 95 Prozent. Abgesehen davon stecken in den Fruchtfasern viele A- und C-Vitamine. Sie enthält auch Eisen und einen geringen Anteil an Natrium, der zusammen mit dem hohem Wasseranteil die Nieren entwässert und reinigt. Und das Beste: eine Wassermelone hat kaum Kalorien, lediglich etwa 24 kcal pro 100 Gramm. 

I carried a water melon.

Ich habe die Melonen getragen.
(Baby Houseman in "Dirty Dancing")

Geburtstagsdrücker


Liebe Linda, 
alles, alles Liebe zum Geburtstag. 
Ganz fester Geburtstagsdrücker,
wir vier.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Nachtlicht



Die Jungs haben gerade das Haus verlassen, um zur Schule zu gehen. Murrend, wohl bemerkt, denn draußen regnet es, zwar nicht fest aber dafür stetig. Außerdem ist das schöne lange Pfingstwochenende leider schon zu Ende. Schnell flitze ich nach oben, um richtig kräftig durch zu lüften, bevor es wieder warm wird. Die warme Gewitterluft der vergangenen Tage hängt gerade oben in den Schlafzimmern drückend fest. Die Rollläden im Kinderzimmer sind noch unten. Als ich die Tür zum Kinderzimmer öffne, wabbert mir ein spuckiges Licht entgegen. Das Nachtlicht meines Kleinen ist noch an und wirft seinen blauen Schein ins Dunkle. Schnell ziehe ich die Rollläden hoch und mache die Fenster weit auf. Mein Blick fällt auf das Nachtlicht unseres Kleinen. Statt eines Nachttisches steht ein kleiner, ausrangierter Kinderstuhl neben seinem Bett und darauf stehen viele kleine Dinge. Ich muss lächeln, während ich die liebevoll hingestellten Dinge betrachte. Ein winzig kleiner (Magic!-)Würfel liegt neben einer grünen Aufziehschildkröte und kleine, bunte Gummi-Figürchen stehen neben dem hellblauen Nachtlicht. Eine witzige Mischung aus Kleinigkeiten schmücken den 'Nachttisch'. Fast schon zärtlich drücke ich das Nachtlicht aus und grinse in mich hinein: das alles macht meinen Kleinen aus!

Gespenster verscheuchen

Wer Gespenster verscheuchen will,
der braucht bloß Licht zu bringen.

(Christian Friedrich Hebbel)

Mittwoch, 11. Juni 2014

Wie war es denn?



Wir sitzen gemeinsam am Frühstückstisch, genießen unser ausgiebiges Frühstück und plaudern: "Na, Großer! Wie war es denn im Pfadfinderlager?". Nun möchte ich es aber doch genauer wissen. "Gut." antwortet mir verschmitzt mein jetzt ausgeschlafener und wieder frischer Großer. Er grinst mich mit seiner sonnenverbrannten Nase an. "Na, komm schon! Ein paar Informationen mehr hätte ich schon gerne.", fordere ich lächelnd ein, "Wie war denn die Band?. "War ich nicht, wir waren am See. Schwimmen und Tretboot fahren!". "Wie? Das habt ihr ausfallen lassen?", frage ich ungläubig. "Hm. Das ging eh nur 'ne halbe Stunde.", antwortet mein Großer. "Habt ihr denn einen Workshop mitgemacht?", frage ich weiter, "Gebärdensprache geübt?". "Neee. Wir waren am See!", mein Großer beißt herzhaft in sein Croissant. Mein Göttergatte lehnt sich amüsiert zurück und mein Kleiner vergisst das Kauen. "Und das Treffen mit den Boliviern?!", ich gebe nicht auf. "Wir waren am See!", nun verdreht er die Augen, "Mensch, Mama! Es war viel zu heiß. Wir hatten dreißig Grad im Schatten. Nur am See konnte man es aushalten!".

31536000

Liebe Nicoli, liebe Yvonne!

Ich wünsche Euch zum Geburtstag: 12 Monate
Gesundheit, 52 Wochen Glück, 365 Tage ohne
Stress, 8760 Stunden Liebe, 524600 Minuten
Frieden und 31536000 Sekunden Freude.

Alles, alles Liebe zum Geburtstag!!
Piep!

Ein gutes Ende

Alles nimmt ein gutes Ende
für den, der warten kann. 
(Lew Nikolajewitsch Tolstoi)

Lieber Klausi,
zwei Jahre ist es heute her..
Bleib' weiterhin stark!

Dienstag, 10. Juni 2014

Gut



Es klingelt an der Tür. Mein Großer steht bepackt mit Ruck- und Schlafsack vor der Selbigen. Seine langen Haare stehen ihm wirr vom Kopf ab und seine Nase leuchtet rot - Sonnenbrand. Er riecht nach großer, weiter Welt.. lach!! "Ich bin wieder da.", seine Lippen bewegen sich fast nicht. Ich grinse ihn an: "Das sehe ich!". Prüfend schaue ich ihm ins Gesicht: "Wie war es denn?". "Gut.", ist seine knappe Antwort, "Ich habe einen Sonnenbrand!". "Okay. Zieh dich aus und geh duschen, dann creme ich dich gleich ein.", sage ich entschieden. Während ich seine Taschen leere, ächzt mein Großer unter der Dusche. Ich grinse in mich hinein: >Gut.< Gut bedeutet: es war super, klasse, toll, voll cool, ich bin begeistert, aber total erledigt. Wie gut, dass ich meinen Sohn so gut kenne! Gut so.

Stramme Waden

Stramme Waden und trainiert,
den Marathon schon anvisiert.
Läufst Du den anderen davon,
klarer Sieg beim Marathon.
Heute aber sollst Du ruh'n,
keine schnellen Schritte tun,
lässt Dich feiern, lässt es krachen,
am Geburtstag ganz viel Lachen.
Heut' kein Training, keine Runden,
heute wird sich nicht geschunden.
Das Wasser wird getauscht mit Sekt,
wir hoffen, dass es trotzdem schmeckt.

Happy Birthday, lieber Jürgen!

50 Jahre... boah!

Montag, 9. Juni 2014

Steine



"Es gibt einen ganz besonderen Stein.", erkläre ich meinem Kleinen, "Er ist grau und durch den Stein durch führt ein weißer Streifen und genau so welche suchen wir heute.". Während wir durch den Wald laufen und unser Derwisch Julie ihre Streifzüge unternimmt, blicken wir alle (Göttergatte, Kleiner und ich) suchend über den Waldboden. Der Waldboden ist matschig und überall auf den Wegen haben sich große Pfützen gebildet. Ein ganz schwerer Erdgeruch liegt in der Luft, denn ein kräftiges Gewitter hatte eine Stunde vorher die heiße, schwüle (Fast-)Sommerluft gereinigt. Obwohl mein Kleiner erst gar keine Lust hatte uns auf unsere Waldrunde zu begleiten, hüpft er jetzt fröhlich suchend an den Pfützen vorbei. "Ich hab' schon vier Steine!", trällert er, "Und du noch keine!". Aber der Weg ist noch lang und wir suchen unermütlich. Zu Hause wieder angekommen betrachten wir unsere Fundstücke. Acht wunderbare Steine haben wir gemeinsam zusammengesucht. Nun liegen sie hintereinander, wie an einem weißem Faden aufgereiht, auf unserem Holztisch.

Übers Jahr, zur Zeit der Pfingsten

Übers Jahr, zur Zeit der Pfingsten
Pflanz ich Maien dir vors Haus,
Bringe dir aus weiter Ferne
Einen frischen Blumenstrauß

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Sonntag, 8. Juni 2014

 Frohe Pfingsten!

Pool-Aufbau mit kleiner Überraschung



"Mama, können wir heute den Pool aufbauen?", mein Kleiner steht bettelnd vor mir, "Es soll das ganze Wochenende heiß werden!". Schnell wuschele ich ihm durch die Haare, "Machen wir! Ich habe vorhin schon mit Papa gesprochen!". "Juchu!", mein Kleiner ist ganz aus dem Häuschen, "Wir bauen den Pool auf!", singt er hüpfend, "Ich geh' gleich schwimmen!". "Halt!", ich unterbreche ihn ungern, aber man muss ihn sofort auf den Boden der Tatsachen zurück bringen, "Heute klappt das mit dem Schwimmen bestimmt nicht. Da müssen 12.000 Liter Wasser rein. Ich glaube, das schaffen wir heute nicht!". Mein Kleiner zieht eine Schnute und greift nach meiner Hand: "Komm! Dann müssen wir uns halt beeilen!". Was wir nicht wissen, es wartet noch eine kleine Überraschung auf uns. Und zwar eine winzig kleine Überraschung in Form einer Baby-Feldmaus. Nachdem ich den Rasen gemäht und den Platz für den Pool gründlich gefegt habe, legen wir zur Pool-Unterlage eine Folie aus. Mein Göttergatte will aus dem Schuppen (Pruselbude, Gartenhäuschen) das gesamte Zubehör holen, als ein dumpfer Schrei aus dem Schuppen ertönt: "Ach, du meine Güte!! Wir haben im Zubehör-Karton ein Mäuse-Nest!". Mein Kleiner und ich halten verblüfft inne: "Bitte, was?!". "Ja, schaut nur!"; mein Göttergatte hält uns den Karton vor die Nase. Die gesamte Gebrauchsanweisung sowie der Schaumstoff-Filter sind in winzig kleine Schnippselchen zerpflückt und in den Wasserfilter gestopft worden. Inmitten diesem wirklich kuscheligen Nestchen liegt eine winzig kleine Baby-Feldmaus, deren Augen noch geschlossen sind. "Was machen wir denn jetzt?", mein Göttergatte sieht mich fragend an. "Du holst sie da raus und ich mache ihr ein neues Nest!". Schnell hole ich einen alten Blumentopf und während mein Göttergatte die kleine Maus behutsam in seiner großen Hand hält, hole ich das alte Nest aus dem Filter und stopfe es in den Topf. Vorsichtig lässt mein Göttergatte das Mäuschen in ihr neues Heim gleiten: "So, hoffentlich reicht das aus!". "Können wir sie nicht behalten?", mein Kleiner sieht uns fragend an, "Biiitttteee!". "Nein, die viel zu klein. Das Mäuschen braucht noch seine Mutter!", erwidere ich fest und nehme ihn tröstend in den Arm. Währenddessen bringt mein Göttergatte den Mäuse-Topf wieder zurück in den Schuppen. Hoffen wir mal, dass die Mäuse-Mama ihr Baby findet und zufrieden mit ihrem neuen Zuhause ist.

Übrigens: Der Pool ist mittlerweile aufgebaut und voller Wasser. Jetzt muss nur noch die liebe Sonne ordentlich scheinen und das Wasser wärmen, denn so ein Brunnenwasser hat leider nur eine Einfülltemperatur von 4 Grad.. brrr!! (Und ob das mit den 12.000 Litern Wasser ökologisch in Ordnung ist? Na, ja.. grins schief!!)

Samstag, 7. Juni 2014

Der Tag

Der Tag ist da, das Datum stimmt,
hoch lebe das Geburtstagskind.

Happy Birthday, lieber Björn!!

Wir vier.


Besonders Dein Patenkind lässt herzlich aus

dem Westerwald Dir zum Geburtstag gratulieren!!

Storchschnabel



Nanu, was hat sich denn da auf meiner Wildkräuterwiese ein Zuhause gesucht? Ein 'Storchschnabel' auch 'Geranium himalayense' genannt. Der deutsche Name 'Storchschnabel' erscheint beim Blick auf die blühende Pflanze eher rätselhaft, erklärt sich dann aber später im Jahr: Nach der Blüte bilden sich eigenwillig gestaltete, längliche Fruchtstände, die an den Schnabel eines Storches erinnern und zu dem ungewöhnlichen deutschen Namen geführt haben. Der 'Storchschnabel' ist eine mehrjährige Pflanze. Er ist frosthart. Der 'Storchschnabel'  fällt im Frühjahr nicht nur durch sein ahornförmiges Laub auf, sondern auch durch seine hübschen tiefblau-lila Blüten. Seine Blütezeit beginnt Anfang Mai und endet Mitte Juni. Wenn der 'Geranium himalayense' nach der Blütezeit zurück geschnitten wird, erstrahlt er im nächsten Frühjahr wieder in ganzer Pracht. Die Staude wird bis zu 40 cm hoch und 30 cm breit und ist pflegeleicht und anspruchslos. Der 'Storchschnabel' bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit feuchten, lehmigen Boden. Schädlinge und Schnecken sind für diese Gartenpflanze kein Thema (na, was für ein Glück!) und die Vermehrung übernimmt er selbst durch seine Samen, wie ich nur bestätigen kann.. grins! Auf meiner Wildkräuterwiese sieht er jedenfalls ausnehmend hübsch aus!

Freitag, 6. Juni 2014

Flachsmarkt auf Burg Linn



Flachsmarkt auf Burg Linn. Unser Lieblingsausflugsziel zu Pfingsten. Handwerker, Ritter und Musikanten präsentieren sich vor einer wunderbaren historischen Burg-Kulisse auf dem Flachsmarkt in Krefeld. Man kann viele fast schon ausgestorbene Berufe bestaunen: Flachsspinner, Handweber, Lehmbauer, Sattler, Seiler, Rüstungsschmied, Kettenhemdmacher, Perückenmacherin und Buttermacher. Natürlich dürfen Ritterspiele und das Ritterlager nicht fehlen. Gaukler, Falkner, Balladen und Moritaten tragen zur vorzüglichen Unterhaltung bei. Auch für Kinder ein sehr schöner Markt, denn an vielen Stellen werden sie mit in das Geschehen einbezogen: es wird gedrechselt, getöpfert, gefilzt, geschmiedet, getrommelt und vieles mehr. Da das Gelände des Flachsmarktes sehr weitläufig ist und es sehr viel zu sehen und zu erleben gibt, plant am besten einen ganzen Tag auf dem Flachsmarkt ein (und nehmt einen Sack voll Taler mit!). Für kleinere Kinder ist ein Bollerwagen angebracht (auch wenn es eng wird!).

Öffnungszeiten
Der Flachsmarkt findet alljährlich zu Pfingsten statt und ist wie folgt für Besucher geöffnet:
Pfingstsamstag (7. Juni) von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Pfingstsonntag (8. Juni) von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Pfingstmontag (9. Juni) von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Eintrittspreise
Kinder unter 6 Jahre haben freien Eintritt
Kinder ab 6 und unter 16 Jahre zahlen 2 € (inkl. Ritterspiele)
Ab 16 Jahren 8 € (inkl. Ritterspiele ) + Freier Eintritt in ein Linner Museum


Samstag ist Familientag auf dem Flachsmarkt: Kinder unter 16 Jahren haben freien Eintritt!

Taler, Taler du musst wandern

1.
Taler, Taler, du mußt wandern
von der einen Hand zur ander'n.
Das ist schön, das ist schön,
Taler, laß dich nur nicht seh'n!

2.
Ringlein, Ringlein, du mußt wandern,
von dem einem zu dem ander'n.
Ei wie schön, ei wie schön
ist das Ringlein anzuseh'n.


(Volksweise)

Mit diesem Liedchen nahmen die Fahrenden, die Gaukler und Spielleute gerne die Taler ihres Publikums entgegen. Bis heute ist die Weise als Kinderlied bekannt.

Pfingstlager Pfadfinder

95.000 Mitglieder zählt die Deutsche Pfadfinderschaft "St. Georg" (DPSG) und ca. 4000 von ihnen werden in diesem Jahr zum schon traditionellen Pfingsttreffen im Westerwald erwartet. Auf den dort zur Verfügung stehenden Lagerplätzen herrschen dann wieder einmal typisches Zeltleben und Lagerfeuerromantik. Das Pfadfindersein aber wesentlich mehr bedeutet, als in Zelten zu nächtigen und am offenen Feuer zu kochen, unterstreicht auch das diesjährige Rahmenprogramm eindrucksvoll: Neben einem Vortrag, der sich dem Zusammenleben und Zusammenarbeiten von Menschen mit und ohne Behinderung auseinandersetzt, können Pfadfinderinnen und Pfadfinder erste Gesten der Gebärdensprache lernen und beim gemeinsamen Campfire-Abend am Sonntag präsentieren. Verschiedene Workshops wie zum Beispiel ein Antirassismus-Workshop können belegt werden. Auch können in diesem Jahr wieder internationale Gäste begrüßt werden, die größte Delegation ist aus Bolivien. Weitere Länder sind Frankreich, Polen, Tschechien und Südafrika. Natürlich darf ein Konzert am Samstagabend nicht fehlen. Die fünf jungen Musiker der Band "Access to Anitor“ aus Castrop-Rauxel werden den Pfadfindern und Pfadfinderinnen gründlich einheizen. Pfadfindersein - rockt! Und da mein Großer Pfadfinder mit Leib und Seele ist, darf er dort nicht fehlen. Heute ist er auf und davon, um mit seinem "Stamm" dabei zu sein.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Rhabarberernte



"Oh, Rhabarberernte!", meine Freundin grinst mich an. Wie jeden Donnerstag bringt sie ihren Hund Ollie zum Spielen vorbei, da sie den ganzen Vormittag arbeiten muss. Unser Derwisch ist völlig aus dem Häuschen und die beiden Hunde trollen sich raufend davon. Ich nicke und grinse zurück: "Ich will Rhabarbermarmelade machen!". "Mmmhh, lecker!', meiner Freundin läuft schon das Wasser im Mund zusammen. Also, ein Glas ist schon mal in Gedanken verschenkt.

Rhabarbermarmelade (Thermomix)

ZUTATEN
500 g Rhabarber (geputzte Menge)
250 g Gelierzucker (aus Rohrohrzucker) 2:1 
Saft einer Zitrone 
Saft einer Orange 
1 Stück Sternanis
1 Stück Vanilleschote
1 Stück Zimtstange


ZUBEREITUNG

Den Rhabarber schälen und in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Zusammen mit dem Gelierzucker, dem Saft der Zitrone und der Orange in den Thermomix geben. Ca. 5 sec./Stufe 5 mischen. Die Vanilleschoten aufschneiden und dann noch halbieren und ebenfalls dazu geben. Zuletzt die Zimtstange und den Sternanis zugeben. Jetzt 15 Min./100°/Stufe 2 kochen. Gewürze rausangeln. Gelierprobe machen und in Gläser abfüllen. (Ergibt ca. 3 Gläser!)

Die Rhababermarmelade kühlt gerade ab! Jetzt noch schnell den Thermomix reinigen. Leider sind dabei meine Finger in die Marmelade geraten... mmmhhh!! Schade nur, dass das die ganze Ernte war!

Mittwoch, 4. Juni 2014

Kontrollgang 'Ackerhelden'

"Ich war gestern unterwegs!", unser Patenonkel und ich sitzen plaudernd im Hof, "Und bin mit dem Rad mal wieder zu den 'Ackerhelden' gefahren!". Interessiert schaue ich unseren Patenonkel an: "Und? War viel los?!". "Das kann man so nicht sagen!", antwortet er grinsend, "Es waren drei Parzellen vom großen Feld abgesteckt und es sah auch so aus, als ob sich jemand drum gekümmert hätte, denn an manchen Stellen war die Erde nass. Aber so richtig ausgebucht sah es nicht aus!". "Das ist ja schade!", ich schüttele den Kopf, "Aber ich glaube, hier wohnt einfach nicht das richtige Publikum!". (Vor meinem inneren Auge sehe ich eine gesund aussehende, barfüssige, junge Mutti mit einem Kopftuch über den Dreadlocks, einen Säugling auf dem Rücken tragend, die Harke schwingen. Im Hintergrund wusseln alternativ gekleidete junge, fröhliche Menschen mit vielen kleineren Kindern. Natürlich darf noch nicht mal in meinem Kopf, die attraktive Quoten-Omi fehlen.. grins!!) "Studenten fehlen. Studenten, die aus Versehen im Studium schon Kinder bekommen haben!", seufze ich. Unser Patenonkel nickt erheitert: "Und es liegt zu abseits. Ich habe mal auf die Kilometer geachtet. Ich bin insgesamt zwölf Kilometer geradelt. Für mal eben gießen und Unkraut zupfen einfach zu weit.". Ich nicke zustimmend und mir fällt ein Spruch aus den 80igern ein, den ich grinsend zitiere.

Zur Natur

Alle wollen zurück zur Natur.
Aber keiner zu Fuß.

(Werner Mitsch)

Dienstag, 3. Juni 2014

Am Wegesrand



Ich konnte einfach nicht widerstehen und musste auf dem Weg zum Sonntagsbäcker ein paar wilde Margeriten pflücken. Natürlich plagt mich jetzt ein kleines bissel mein schlechtes Gewissen. Sollte ich nicht mehr Rücksicht auf die Natur nehmen? Und schon stellt sich die Frage: Ist das Pflücken von Blumen am Wegesrand überhaupt erlaubt? Ich meine, ja! Soweit ich weiß, darf man sich am Wegesrand einen Strauß zusammen sammeln. Schnell noch eine kleine Recherche im Internet und meine Vermutung wird bestätigt: >>Rücksichtnahme in der Natur schließt jedoch nicht aus, dass man an einem blühenden Wegrand einen kleinen Wildblumenstrauß aus bekannten und häufig vorkommenden Arten pflückt, um sich oder Eltern, Freunden und Bekannten eine Freude zu bereiten. Erlaubtes Maß ist ein Handstrauß, das ist so viel, "wie man in einer Hand zwischen Daumen und Zeigefinger umfassen kann". Strengere Regeln gelten für die gemäß Bundesartenschutzverordnung "besonders geschützten Arten". Sie dürfen weder ganz noch teilweise abgeschnitten, abgepflückt oder ausgraben werden. Die Liste ist recht lang, unter anderem gehören zu den besonders geschützten Arten Eisenhut, Arnika, die meisten Farne, alle Nelken und Enziane, Blaustern, Schachblumen, Schwertlilien und Küchenschellen sowie sämtliche wild wachsenden Orchideen, Krokusse, Tulpen und Narzissen.  Noch strenger und damit im Grunde genommen einfacher ist es in den meisten deutschen Naturschutzgebieten und in den Nationalparks. Hier dürfen nämlich Flächen abseits der Wege ohnehin nicht betreten werden und es gilt überall ein generelles Blumenpflückverbot.<< (NABU)

Montag, 2. Juni 2014

Kükenstube



So, nun ist es soweit: die Kükenstube wurde geschlossen. Die lieben Kleinen sind nun acht Wochen alt und Hanni, ihre Glucke, sehnt sich nach ihren Gefährten und Gefährtinnen zurück. Gestern, nachdem die ganze 'alte' Hühnschar glücklich draußen gepickt, gescharrt und die Sonne genossen hat, haben mein Göttergatte und ich die Küken und Hanni samt ihrer Kükenstube in das Außengehege gestellt. Als die 'alten' Hühner dann in ihrem Stall auf der Stange gesessen haben, haben wir die Kleinen raus gelassen. Gestern Abend war noch alles in Ordnung. Jetzt müssen wir abwarten, was der heutige Tag bringt.

Sonntag, 1. Juni 2014

Riesenboviste


Kennt Ihr eigentlich einen Riesenbovist? Mein Vater und ich haben diese riesigen Pilze, als ich noch ein Kind war, auf den Weiden von Bauer Kaesen gesucht. Der Riesenbovist ist ein unverwechselbarer Wiesenpilz mit außerordentlich großen Ausmaßen. Er wird im Durchmesser etwa 10–50 cm groß, ist rundlich und ohne Stiel. Seine Haut ist glatt, lederartig und weißlich. Man sieht sofort, dass er aus der Familie der Champignons stammt. Riesenboviste wachsen von Juni bis September vornehmlich auf Wiesen, Weiden und lichten Wäldern (aufgelockerte Kiefernwälder auf eher trockenen Standorten). Charakteristische Standorte sind vor allem alte Streuobstwiesen, wo schon Hexenringe von zehn oder mehr Metern Durchmesser beobachtet werden konnten. Jeder Fruchtkörper produziert über sieben Billionen Sporen, was ihn zum vielleicht fruchtbarsten aller Pilze macht. Außerdem enthält er das Antikrebsmittel Calvacin. Und er schmeckt äußerst lecker, wenn man ihn in Scheiben schneidet und dann wie ein Schnitzel würzt, paniert und brät.