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Freitag, 31. Januar 2014

Freiheit



"Das Wetter ist so herrlich, ich lasse jetzt die Hühner in den Garten! Denkt dran: Julie darf nicht mehr in den Garten!', rufe ich laut und bestimmend durch das Haus. Schnell überquere ich die matschige Wiese und öffne das Törchen. Wenn meine Hühner Hände hätten, würden sie jetzt applaudieren. Es kommt mir so vor, als würden sie jubeln. Sie drängeln und schubsen sich gegenseitig. Jedes möchte das Erste sein. Ich schiebe mit Schwung das Törchen ganz auf und mein Hühnervolk erkämpft sich die Freiheit. Mit hüpfenden Schwanzfedern und stolz geschwelltem Kamm marschieren sie ins Freie und können ihr Glück kaum fassen. Hier ein Wurm, da ein junger Grashalm und (oh; wie wunderbar!) ein paar vergessene Vogelfutterkörner. Gustav wacht eifrig (kurz vor dem Hühnerstall) über seine Hennen. Und Hahn Holger? Der spaziert elegant mit seiner Trine durch vorderen Teil des sonnigen Garten.

Mutter und Sohn

Mein Großer sitzt neben mir im Auto. "Was habt ihr denn heute im Gitarrenunterricht gespielt?", frage ich interessiert. "Nickelback.", die Antwort meines Großen fällt kurz und knapp aus. Und da ich meinen Sohn kenne, erwarte ich auch keine ausführlichere Antwort mehr. "Ich muss gleich noch mit Julie raus, gehst du mit?", ich halte den Atem an und eigentlich erwarte ich ein klares Nein (mit Mama? Spazierengehen?), doch ich werde eines Besseren belehrt. "Ja, kann ich machen!", er grinst mich durch seine langen Haare an. Vergnügt grinse ich zurück: "Das freut mich aber sehr!".

Donnerstag, 30. Januar 2014

Stampfen, wie die Elefanten

Mein Kleiner steht tropfnass, nur mit einem Handtuch um den Körper, vor der Badewanne. "Kannst du bitte noch schnell deine Füße trocknen?", frage ich ihn ermahnend. Mein Kleiner nickt und auf einmal fällt ihm ein Kreisspiel aus der Krabbelgruppe ein. Grinsend stampft er auf der Badewannenvorleger auf und ab und ruft laut singend: "Stampfen, stampfen, wie die Elefanten. Stampfen, stampfen, wie die Elefanten, dann kommt ´ne kleine Maus daher, und alle Elefanten rufen laut: "Törö!" Bei der 'kleinen Maus' steige ich mit ein und unser gemeinsames "Törö!" beenden wir mit lautem Gelächter. Nur das 'in die Luft schwingen' spare ich mir, dafür ist mein Kleiner einfach schon zu groß!

Es wird immer wieder diese Grundstrophe gesungen, nur die Tiere ändern sich: Katze-Miau, Hund-WauWau, usw.
So geht's:
* Alle nehmen sich an den Händen und gehen "stampfend" zur Mitte des Kreises.
* Bei: "kommt ´ne kleine Maus" steckt Ihr die Köpfe zusammen.
* Mit dem "Törö" werden die Kinder unter den Achseln nach außen geschwungen.

Viel zu kalt



"Miaauu!", mauzend und bibbernd sitzt unsere kleine Katze vor dem Küchenfenster. Sie möchte rein, anscheinend ist es ihr draußen viel zu kalt. "Miaaauu!", erwartungsvoll schaut sie mir entgegen. Ich öffne das Fenster und mit einem Sprung landet Bremse auf unserer Küchenbank. Kurz leckt sie sich über die Pfoten und fährt sich mit den selbigen über ihr Katzengesicht. Dann springt sie leichtfüssig von der Küchenbank hinunter. Hoheitsvoll schreitet sie an mir vorbei bis ins Wohnzimmer. Mit einem einzigen Sprung landet sie mühelos auf der Fensterbank. Von der Heizung geht eine wohlige Wärme aus und meine kleine Seelentrösterin rollt sich im Sonnenlicht zusammen. Sieht sie nicht einfach entzückend aus?!

Mittwoch, 29. Januar 2014

'Tschuldigung

Ja, da muss ich mich wohl entschuldigen! Nach einigen Telefongesprächen, bin ich an die richtige Fachfrau der LINEG geraten und habe mich über das Abholzen der Bäume an der 'Großen Goorley' informieren können. Es fing alles damit an, dass ich gestern mit zwei lieben Freundinnen über Land nach Voerde gefahren bin. Die Sonne schien freundlich am Januarhimmel und es war eine Freude die vorbeihuschende niederrheinische Landschaft zu betrachten. Rhein, Wiesen, Weiden, Zäune, kleine Wassergräben und natürlich, die für die Landschaft so typischen, Kopfweiden. Kopfweiden?? Moment mal! Was haben die denn für eine Rinde? Und dann sah ich es: Kopfweiden! Ob am Wandelweg wohl gar nicht die Bäume ganz gefällt werden, sondern das Ganze in eine noch niederrheinischere Landschaft umgewandelt werden soll. Der Gedanke ließ mich nicht los und so ging es erstmal heute Morgen zum Wandelweg. Tatsächlich: bei nähere Betrachtung konnte ich feststellen, dass es sich auch hier um Weiden handelt. (Ich schäme mich fast, dass ich das nicht schon eher bemerkt habe!) Die meisten Bäume waren alle nur bis auf ca. 1,50 m gekürzt worden. (Darüber haben wir uns ja auch schon die ganze Zeit über gewundert, gelle Patenonkel?!) Jetzt wollte ich es aber genau wissen: erstmal eine kurze Recherche im Internet, dann ein Anruf bei Grünflächenamt und schließlich ein Anruf bei der LINEG. Eine sehr freundliche Dame stand mir geduldig Rede und Antwort. Das einige alte Kastanien in der Höhe der Mittelstraße gefällt werden mussten, lag daran, dass ein defektes Abflussrohr erneuert werden musste. Aber mit Fäkalien sei nicht zu spaßen. Ja, das sehe ich ein. Und was ist mit den Bäumen entlang der 'Großen Goorley'? Ich hielt die Luft an. Das seien alles Weiden und hier ist ein rein "kosmetischer" Baumschnitt erfolgt. Tatsächlich? Die Baumstümpfe bleiben stehen? Ja, bleiben sie. Aber wächst denn da noch was, wenn man einfach einen gestandenen Baum einkürzt, so das nur noch der Stamm stehen bleibt?! Natürlich, lacht die gute Frau, da können Sie uns vertrauen. Und das tue ich jetzt: ich vertraue und entschuldige mich!

Baumritzerei



Auf einem unserer Spaziergänge, habe ich diese beiden Prachtexemplare entdeckt. Sehen sie nicht wundervoll in der kalten Januarsonne aus? Mich würde mal interessieren, ob das Pärchen, dass die Baumritzerei begangen hat, noch zusammen ist. Denn anscheinend haben sie den richtigen Baum ausgewählt! Hier bei uns heißt es nämlich, dass es ein Zeichen ist, dafür wie es um die Liebe steht, ob der Baum gedeiht und groß und prächtig wird oder ob er kränkelt und eingeht. Ich finde, es ziemlich romantisch sich gemeinsam in einem Baum zu verewigen. Die Frage ist nur, ob man auch moralisch darüber hinwegsehen kann, da der Baum evtl. Schäden davon tragen könnte. Rechtlich ist es nicht in Ordnung, es sei denn, man ist der Eigentümer des Baumes. Dies gilt auch für gemeindlichen Baumbestand. Zwar wird als "Substanz- und Eigentumsverletzung" hier vorwiegend die Beschädigung von Wurzeln oder Krone genannt, doch auch das Ritzen der Rinde könnte den Baum ja dauerhaft schädigen. Tja, ich selber habe mich noch nie in einen Baum verewigt und auch kein anderer hat es für mich getan (glaube ich zumindest..kicher!!). Aber wenn Ihr Eure Initialen irgendwann mal in einen Baum ritzen wollt, weil Ihr sonst nicht wisst, wohin vor lauter Liebe, solltet Ihr vielleicht Euer Gewissen erleichtern und als Entschuldigung an Mutter Natur einen Baum pflanzen oder für den BUND oder die NABU spenden. Ich denke, wenn man sein Leben ansonsten ökologisch verträglich lebt, darf man sich diesen einen romantischen Schnitzer verzeihen.

Der Lindenbaum

Am Brunnen vor dem Tore
Da steht ein Lindenbaum
Ich träumt in seinem Schatten
So manchen süßen Traum
Ich schnitt in seine Rinde
so manches liebes Wort
Es zog in Freud und Leide
|: Zu ihm mich immer fort :|

Ich mußt auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht
Und seine Zweige rauschten
Als riefen sie mir zu:
"Komm her zu mir, Geselle
|: Hier findst du deine Ruh :|

Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht
Der Hut flog mir vom Kopfe
Ich wendete mich nicht
Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von diesem Ort
Und immer hör ich's rauschen:
|: "Du fändest Ruhe dort :|


(Wilhelm Müller)

Dienstag, 28. Januar 2014

Ein Drache

"Was habt ihr denn bei euch im Garten?!", ein Freund meines Kleinen spitzt die Ohren. Ein deutliches Fauchen ist zu hören. "Huuuaaaahhhchh!" Ich lausche auch. "Hört sich an wie ein Drache.", stellt der Freund einbissel ängstlich fest. "Bei uns im Garten?!", belustigt schaue ich den Jungen an, "Nee, keine Sorge!". Ich grinse das Kind aufmuntert an: "Das ist kein Drache! Das ist Holger, unser Zweithahn!". "Und der macht so gefährliche Geräusche?", der Junge schaut mich zweifelnd an. "Ja!", jetzt schäme ich mich einbissel fremd, "Er kann einfach nicht richtig krähen!".

Selbst ein Drache

Selbst ein Drache
nimmt nur den Weg,
den er kennt. 

(Aus China)

Montag, 27. Januar 2014

Julie



"Verpass' ich was?!", Julie schaut, gerade noch schlafend, direkt in die Kamera. Typisch Terrier, eben!! Und nein! Es ist kein Schäferhund im Stammbaum..lach!!

Möpse

Hund Julie und ich kommen von einer kleinen Runde entlang des Wandelweges nach Hause. "Stell dir mal vor, wen wir heute getroffen haben!", erzähle ich meinem Göttergatten, "Eine Frau mit zwei Möpsen. Julie hatte vielleicht Spaß! Zwei beige. Und für Möpse sahen sie sogar recht hübsch aus". Mein Göttergatte sieht mich grinsend an: "Stell dir mal vor, was du mir erzählen würdest, wenn ich nach Hause kommen würde und sagen würde: Stell dir mal vor, ich habe gerade eine Frau mit zwei hübschen Möpsen getroffen...".

ottos mops

ottos mops
ottos mops trotzt
otto: fort mops fort
ottos mops hopst fort
otto: soso
otto holt koks
otto holt obst
otto horcht 
otto: mops mops
otto hofft
ottos mops klopft
otto: komm mops komm
ottos mops kommt
ottos mops kotzt
otto: ogottogott

Sonntag, 26. Januar 2014

Willkommenskuchen



"Ich backe für morgen einen Willkommenskuchen!", mein Kleiner schiebt seine Ärmel hoch, "Wenn der Papi wieder da ist, können wir dann Kuchen essen!". Gezielt geht er zum Kühlschrank: "Mama, warst du schon Eier holen und müssen wir noch welche holen?". Ohne meine Antwort abzuwarten öffnet er den Kühlschrank, schnell nimmt er die benötigten Zutaten heraus. Frischkäse, Eier, Quark. "Mama, holst du bitte Zucker und dieses Vanillepulver raus?!", mein Kleiner ist in seinem Element und seine Ärmel rutschen immer wieder nach unten. "Mach ich!", sage ich und krame die gewünschten Zutaten hervor. "Danke!", Schüssel, Mixer und Waage stehen schon bereit, mein kleiner Meisterbäcker macht sich ans Werk. Seit dem mein Kleiner vier Jahre ist backt er diesen Kuchen, deshalb kennt er die Zutatenliste so gut wie auswendig. Los geht's! Er leert die Pulvertüte und die Schachteln, schlägt die Eier auf, misst den Zucker ab und verrührt sorgfältig den Inhalt der Schüssel mit dem Mixer. "Mama, mach schon mal den Ofen an!", befiehlt er mir in einem konzentrierten Tonfall. "So, das war's!", zufrieden schüttet mein Kleiner den Teig in die Backform und pustet sich die Haare aus der Stirn, "Kannst du bitte den Kuchen in den Ofen schieben. Mir ist es immer noch zu heiß!". Grinsend nehme ich die Backform an mich. "Wie der Herr befiehlt!", sage ich und schiebe die Backform in die Röhre.

Blitzkäsekuchen

Zutaten:
250 g Frischkäse
250 g Magerquark
4 Eier
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillepuddingpulver

Zubereitung
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Springform gut einfetten. Alle Zutaten mit dem Mixer verquirlen und die Masse in die Springform füllen. Im Backofen (Mitte/Umluft 160 Grad) 50 Minuten backen.

Samstag, 25. Januar 2014

Frohmut

Hört her, Ihr Leute, diese Kunde,
ist jetzo hier in aller Munde.
Denn heut' ein Tag der Freude ist,
ich tu' es Euch kund, ganz ohne List.
Es ist der Geburtstag eines Menschen,
der uns in Frohmut lässt erglänzen.
Drum lasst uns tanzen und auch scherzen,
das Beste wünschen wir Dir von Herzen.


Lieber Volker,


hab' einen ganz wunderbaren Tag!
Unseren allerherzlichsten Glückwunsch
zum Geburtstag!!

Auch von meinem Göttergatten aus
weiter Ferne..

Ein Tick anders

Ich habe gestern Abend einen ganz wunderbaren Film gesehen und hatte einen sehr vergnüglichen Abend: Die junge Eva hat "Schluckauf im Gehirn" - das Tourettesyndrom. Ständig rutschen ihr Worte aus dem Mund (die entweder nicht jugendfrei sind oder aber ihre geheimsten Gedanken frei geben). Sie bezeichnet sich selber als Freak und wünscht sich von Herzen sie wäre normal. Aber gegen den Rest der Familie wirkt sie fast normal: ihre Mama kauft teuren Esoterikkram, um ihre Tochter evtl. zu heilen, ihr Onkel ist ein erfolgloser Musiker, ihre Oma ballert auf Playmobilfiguren und ihr Papa hockt den halben Tag im Wald, weil er daheim nicht gestehen mag, dass er gefeuert wurde. Eine sehr skurrile Familie eben. Eines Tages findet Eva eine Leiche und der Film verliert einbissel den roten Faden. Aber trotzdem: "Ein Tick anders" besticht durch seine Situationskomik und mutet wie ein modernes Märchen an.

Freitag, 24. Januar 2014

Das Lachen

Das LACHEN ist die Sonne,
die aus dem menschlichen Antlitz
den Winter vertreibt.

(Viktor Hugo)

Hainbuche



Das Besondere an der gewöhnlichen Hainbuche (Carpinus betulus, auch Weißbuche genannt) ist, das sie bis in den Frühling herein ihr braunes Blattwerk trägt. Das macht sie zu einer hervorragenden Heckenpflanze bzw. Sichtschutzpflanze. Sie gehört zur Familie der Birkengewächse. Die Hainbuche ist ein in Mitteleuropa weit verbreiteter Laubbaum und ist leicht mit der Rotbuche (Fagus sylvatica) zu verwechseln. Sie lassen sich jedoch anhand ihrer Blätter eindeutig unterscheiden. Die Hainbuche ist ein mittelgroßer, heimischer Laubbaum. Ihre Blätter sind wellblechartig gerillt und der Blattrand ist deutlich gesägt. Ihr Wuchshöhe beträgt, sollte man sie lassen, bis zu 25 m. Die Hainbuchen haben sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Diese sind sehr unscheinbar und erscheinen zusammen mit den Blättern. Die Hainbuchen lieben sandig-lehmige Böden. Deshalb sind sie oft in Parks, größeren Gärten und lichten Wälder anzutreffen. Auch wir haben unseren Vorgarten mit einer Hainbuchenhecke eingefriedet und ich erfreue mich jeden Tag an ihren Anblick. Besonders jetzt im Winter hat die Hainbuchenhecke etwas verwunschenes, malerisches an sich.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Rauhreif

Rauhreif entsteht bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt, meist in klaren und sehr kalten Nächten. Dabei ist es wichtig, dass die Taupunktstemperatur Lufttemperaturniveau erreicht. Der so in der Luft gespeicherte Wasserdampf kann dann nicht mehr gehalten werden und wird zu feinsten Eiskristallen, die in der Luft schweben. Zur Rauhreifbildung muss es desweiteren einbissel windig sein, damit die Eiskristalle an den Grashalmen, Bäumen oder Dächern festfrieren können. Der Rauhreif wächst deshalb immer in der Richtung aus der der Wind weht. 

Eisig



Was für ein Auf und Ab: Vorgestern Schneeflocken morgens um halb sechs, gestern Nachmittag dann Frühlingsgefühle im Sonnenschein und heute Morgen auf jeder Pfütze eine Eisschicht. Sogar in meinem Zinkeimer hatte sich in der Nacht Eis gebildet. Als ich heute Morgen mit den Hunden (Ollie und Julie) im Garten war, knisterte es bei jedem Schritt. Jeder einzelne Grashalm war von Rauhreif überzogen und auf den Dächern glitzerte im Sonnenschein eine weiße Frostschicht. Aus dem Hühnerstall war nur ein leises Gurren und Scharren zu hören, kein einziges Huhn war im Aussengehege zu sehen. Brrr.. heute ist wirklich bibbern angesagt!! Aber es ist auch herrlich erfrischend!

Als ich ein Kind war

"Oh, ja!", ruft mein Kleiner laut aus. Er zappt gerade durch die Kindersender und entdeckt eine ihm bekannte Zeichentrickserie. "Das will ich gucken!", er grinst mich an. "Magst du die Serie?", frage ich neugierig. "Ja, natürlich! Die hab' ich schon als Kind gerne geguckt!". Grinsend wuschele ich meinem Siebenjährigen durch die Haare: "So, so. Als du noch ein Kind warst!".

Mittwoch, 22. Januar 2014

Winterlinge

Eine der ersten Pflanzen, die uns im Jahresverlauf mit ihren wunderschönen, gelben Blüten auf den Frühling einstimmt, ist der Winterling. Schon ab Ende Februar kann man die ersten Blüten dieses Hahnenfuß-Gewächses entdecken (und nicht schon Ende Januar, sowie in diesem Winter!). Die gelben Winterlinge wachsen auf humusreichen Böden unter Bäumen und Sträuchern, deshalb findet man sie oft als verwilderte Blütenteppiche in Laubwäldern. Bereits im 16. Jahrhundert wurde begonnen, die ursprünglich aus Frankreich stammende Pflanze, in unseren Gärten zu kultivieren. Winterlinge haben unterirdische Knollen und vermehren sich in der Regel selbst. Natürlich können die Knollen auch käuflich erworben werden. Da ihre Knollen aber außerhalb der Erde schnell vertrocknen können, sollten sie direkt nach dem Kauf (etwa 5 cm tief in die Erde) eingepflanzt werden. Der beste Zeitpunkt für die Pflanzung ist im Frühjahr nach der Blüte. Auf sehr humusreichen Böden vermehren sie sich dann zum Teil auch durch eigene Aussaat. Aber Vorsicht: Auch wenn Winterlinge wunderbar anzusehen sind und man den Eindruck hat, sie könnten den Frühling herbei locken: sie sind stark giftig! Ganz besonders ihre Knollen (besonders gefährlich für buddelnde und alles verschlingende Welpen)!

Winterlinge im Januar



Schaut mal, was ich gerade im Vorgarten meiner Schwiegereltern entdeckt habe: wunderhübsche, zitronengelbe Winterlinge. Was für ein Winter: die Natur spielt verrückt. Vergessen sind die gestrigen Schneeflocken, es ist doch Frühling!

Dienstag, 21. Januar 2014

Schneeflocken

Heute Morgen, Ihr glaubt es kaum, als ich schon ganz in der Frühe draußen im Garten stand (damit unser Hund sein Geschäft verrichten konnte), da fielen vom Himmel vereinzelte Schneeflocken. Im Schein der Hoflampe waren sie deutlich zu erkennen und auf meiner Nase deutlich spürbar. Natürlich sind sie nicht liegen geblieben und mittlerweile schneeregnet es stattdessen, aber heute Morgen habe ich schon tanzende Schneeflocken gesehen.. tralallalla!

Wigwam



"Los, lass uns das Wigwam wieder fertig bauen!", mein Kleiner hievt mit roten Wangen einen schweren Ast hoch. Vor ihm steht ein etwas ramponiertes Wigwam, welches die Kinder des Waldkindergartens gebaut haben. "Warte ich helfe dir.", entgegnet mein Großer und greift mit an das gleiche Ende des Astes. Altes Laub fliegt hoch und ein typischer, modriger Waldgeruch weht durch die Luft. Mit vereinten Kräften ziehen und zerren die Jungs Bruchholz über den Waldboden und lehnen es an den ausgesuchten Baum. Obwohl heute die Sonne nicht herauskommen mag und der Himmel einfach nur grau in grau ist, scheint beiden Kindern die frische Luft gut zu tun. Kleine Dampfwolken wehen aus ihren Mündern. Es ist doch wieder kalt geworden. Hund Julie hüpft zwischen den beiden Jungs hin und her und versucht den einen oder anderen Ast aufgeregt zu erhaschen. Bald ist im näheren Umkreis kein Holz mehr zu finden und die beiden Kinder betrachten zufrieden ihr Werk. "Ok, das war's!!", mein Kleiner klatscht den Dreck aus seinen Händen und mein Großer rubbelt an den feuchten Knien seiner Jeans.

Montag, 20. Januar 2014

Traumschloss



"Mama, ich habe das tollste Schloss der Welt bekommen!', mein Großer liegt im Bett und resümiert. Ich grinse. Seine Patentante, mein Schneiderlein, hat ihm zum Geburtstag ein Schloss aus Waffeln, Schokoküssen und Popcorn gebastelt. Als Fahnen wehten fröhlich ein paar ganz "besondere Scheine" von den Türmen herab. "Na, das glaub' ich dir!", ich streiche ihm die langen Haare aus dem Gesicht, "Es ist aber auch ein Traumschloss!". "Mmh..!", schläfrig murmelt er vor sich hin, "Am besten haben mir die Türme gefallen, meine Lieblingswaffeln! Und dann auch noch so tolle Fahnen!".

Mut

Nur durch MUT 
kann man Ordnung in sein Leben bringen.

(Luc de Clapiers Vauvenargues)

Sonntag, 19. Januar 2014

Moos



Die Sonne scheint freundlich durch die hohen Nadelbäume und mir ist nach Frühling zu Mute. Julie springt glücklich mit Ollie durch den Garten und die Jungs begutachten die Geburtstagsgeschenke von unserem Großen. Oh, mir ist nach Frühling! Nach kurzem Überlegen fahre ich eben noch schnell zur Gärtnerei (bevor die ersten Geburtstagsgäste kommen) und hole ein paar hübsche Frühlingsblüher. Tulpen, Muscati, kleine Osterglöckchen und ein paar kleinwüchsige Iris. Ein bunte Palette eben. Und dann passiert es: ich plaudere sehr nett mit der Verkäuferin an der Kasse und kurz bevor es an die Bezahlung geht sagt sie: "Oh, das ist aber eine nette Auswahl.". "Ja!", erwidere ich, "Fand ich auch. Ich habe noch zu Hause einen alten Weidenkorb, da kommt gleich einfach alles rein." Die sympathische Verkäuferin schaut mich überlegend an und geht an ein paar Schritte zurück. "Da muss zum Abschluss noch Moos drauf!", stellt sie sicher fest. "Gute Idee!", ich lächle sie an. Sie greift nach einer Platte Moos und packt das Moos in eine Tüte: "Das macht dann jetzt fünfzig Cent mehr!". Sie lächelt mich gewinnend an. Verdattert nicke ich und weil das Gespräch so angenehm war, zahle den geforderten Betrag. Innerlich bahnt sich ein lautloses Lachen an, aber es bleibt gut versteckt. Wir verabschieden uns überaus freundlich und wünschen uns einen schönen Tag. Auf dem leeren Parkplatz vor der Gärtnerei will mein Lachen einfach heraus. Es fängt mit einem kleinen Glucksen an, blubbert dann über meine Lippen und ich lache lauthals. Da hat mir die gute Frau gerade Moos verkauft! Ausgerechnet mir! Kichernd verstaue ich meine Einkäufe und fahre wohlgelaunt nach Hause. In meinen moosbedeckten Waldgarten.

Samstag, 18. Januar 2014

Lieber Sohnemann



Lieber Sohnemann!

Ein Geburtstag bedeutet
die Freude am Augenblick,
die Dankbarkeit für die Vergangenheit
und die Zuversicht für die Zukunft.

Alles, alles Liebe zum Geburtstag,
Deine Mama.

(Erinnerst Du Dich daran?
Dein erster Geburtstagskuchen,.. lach!
Von Papa gemacht!)

Geburtstagswunsch

"Na, Großer! Hat Papa schon mit dir gesprochen.", bang lächelnd wuschele ich meinem Großen durch die langen Haare. "Ja, hat er!", er lehnt seinen Kopf an meine Schultern und seufzt. Meine Güte, wie groß er geworden ist. Es fehlen nur noch ein paar Zentimeter, dann hat er mich ein. "Das finde ich aber voll doof! Warum muss er denn ausgerechnet an meinem Geburtstag nach Florida fliegen!", mein Großer schaut mir nun traurig in die Augen. "Ach, Schatz!" entgegne ich tröstend, "Das kann der Papa leider nicht beeinflussen. Wenn die Firma es verlangt, muss er los." Mein Göttergatte kommt um die Ecke und erfasst blitzschnell die Situation. Um seinen Großen abzulenken fragt er: "Na, Großer! Was wünscht du dir denn zum Geburtstag!?". Mein Großer grinst zaghaft seinen Papa an und antwortet leicht herausfordernd: "Nimm mich mit!" Mein Göttergatte knufft unseren Großen gegen den Arm: "Ja, das würde dir gefallen. Einfach Schule schwänzen!". Man sieht, dass mein Großer sich innerlich einen Ruck gibt. Er knufft zurück und lächelt seinen Papa an: "Ja, das wäre doch ein super Geburtstagsgeschenk!".

Donnerstag, 16. Januar 2014

Das Lächeln

Das Lächeln,
das du aussendest,
kehrt zu dir zurück.

(Aus Indien)

Ziegenfurz

"Mama, was isst du da?", mein Kleiner schaut auf das Holzbrettchen, welches vor mir steht. "Französischen Weichkäse.", antworte ich kauend (Ja, ich weiß: Mit vollen Mund spricht man nicht!). "Den habe ich ja noch nie gegessen.", überlegt mein Kleiner laut, "Darf ich mal ein Stückchen probieren?". "Bist du sicher?", frage ich lächelnd, "Ich glaube nicht, dass der Käse dir schmecken wird!". "Ich möchte ihn aber mal probieren. Schneide mir doch bitte mal ein Stückchen ab!". "Ok.", antworte ich und schneide ein kleines Stück Käse ab, "Bitte sehr!". Mein Kleiner nimmt vorsichtig das Stück Käse und drückt ihn leicht zusammen. Das Innere des Käse läuft heraus und über seinen Finger."Oh, der ist aber weich!", seine Miene drückt schon einbissel Abscheu aus. Zaghaft beißt er eine kleine Ecke ab und ich beobachte grinsend sein Mienenspiel: "Und schmeckt dir der Weichkäse?!". "Was soll ich sagen, Mama?!", entgegnet mir mein Kleiner nun leicht angeekelt , "Er schmeckt nach Ziegenfurz!"

Zwei Ziegen

Stehen zwei Ziegen auf der Wiese. Sagt die eine Ziege: „Du?! Gehen wir tanzen?“ Antwortet die Zweite: „Nee, ich hab keinen Bock!“

Mittwoch, 15. Januar 2014

Orangenpunsch (Thermomix)

Schnelles Rezept passend zum Schwedenfeuer:

Zutaten

50 g Zucker
1 Vanilleschote
1/2 Messbecher Zitronensaft
100 g Orangenlikör
1 Liter Orangensaft

Zubereitung

Zucker auf 10 Sek/ Stufe 10 pulverisieren.Vanilleschote längs einscheiden 
und in den geben. Zitronensaft, Orangenlikör und Orangensaft in den  
geben. 7 Min/ 70 Grad/ / Stufe 1 erhitzen. Vanilleschote vor dem Servieren 
heraus nehmen.

Jetzt schnell zurück ans Schwedenfeuer und zu den Gästen, damit es ihnen

auch wieder schön muckelig warm wird. Von innen und von außen!!

Übrigens: der Messbecher beim Thermomix ist der kleine Nupsi, der obenauf steht.

Schwedenfeuer



Angeblich beheizten die alten Schweden im "Dreißigjährigen Krieg" ihre Soldatenlager mit diesem Feuer. Allerdings war es eine mühselige Handarbeit, denn es musste damals alles mit einer einfache Säge erledigt werden. Heutzutage braucht man(n) dafür eine Motorsäge und einen ca. 1 Meter hohen Holzklotz. Besonders geeignet sind harzige Gehölze wie Fichte, Tanne oder Kiefer. Das Holz sollte aber nicht zu trocken sein, sonst brennt es zu schnell ab. Und so geht es: man sägt mit der Motorsäge zuerst zwei Längsschnitte (überkreuz) in den Holzklotz, damit sich die Holzoberfläche vergrößert und das Feuer eine größere Angriffsfläche hat. Wenn das Kreuz gesägt ist, muss man noch einen Schlitz quer, unterhalb der Längsschnitte sägen. In den entstandenen Hohlraum stellt man eine brennende Kerze mit Papier drum herum. Sie dient als Brandbeschleuniger. Dann nutzt man den Kamineffekt, denn dieser zieht die Flamme nach oben. Das Schwedenfeuer brennt wunderschön. Jetzt noch ein heißer Punsch dazu und man wird von innen und von außen wieder schön kuschelig warm.

Dienstag, 14. Januar 2014

Der letzte Baum

Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen,
werdet ihr feststellen,
dass man Geld nicht essen kann. 


(Weisheit der Cree-Indianer)

Baumschutzsatzung

Wenn man im Internet Bäume und Kamp-Lintfort eingibt, bekommt man als Erstes diesen Link www.kamp-lintfort.de mit folgender Aussage: >> Bäume steigern die Lebensqualität in der Stadt und prägen zugleich das Stadtbild. Durch ihre vielfältigen Eigenschaften tragen sie in hohem Maße zum Wohlbefinden der Menschen bei. Bäume filtern die Luft und binden Staub, sie mindern Lärm und schaffen Abkühlung in Hitzeperioden durch Verdunstung und Schattenspende. Zudem erzeugen Bäume Sauerstoff und bieten Insekten, Kleinsäugern, Vögeln und anderen Organismen einen wertvollen Lebensraum. Mit ihrem Wuchs - Blüte, Blattaustrieb, Früchte, Herbstfärbung, Blattfall - machen sie die Jahreszeiten erlebbar. Als Gestaltungselement übernehmen sie in der Stadt Funktionen der Verkehrsführung, Verkehrsberuhigung und Wohnumfeldverbesserung. << Hört sich ja gut an! Aber wie kann es dann sein, dass in ganz Kamp-Linfort der alte Baumbestand ständig dezimiert wird?? Erst wurden in der Altstadt 60 Bäume abgeholzt (obwohl 50 davon als erhaltungswürdig gegolten haben), dann folgten 46 der alten angeblich schadhaften Kastanienbäume (schadhaft wurden sie erst, nachdem ein neuer Marktplatz geplant war) am Marktplatz, für die neuen Studentenwohnheime mussten dutzende Parkbäume weichen und jetzt ist wohl der Baumbestand entlang des Wandelweges dran. Heute Morgen, als Julie und ich unsere Lieblingsrunde gelaufen sind, wollte ich meinen Augen nicht trauen. Jeder Baum, dessen Umfang annähernd als stattlich bezeichnet werden könnte, trug eine Markierung (wie wir schon gesehen hatten, Patenonkel!) und auf den ersten hundert Metern lagen schon einige Bäume gefällt in der Goorley!! Ich bin empört!! Warum kann man den alten Baumbestand in Kamp-Lintfort nicht stehen lassen??!! Ich fordere eine Baumschutzsatzung!! SOFORT!!

Montag, 13. Januar 2014

Glück

Das GLÜCK tritt gern in ein Haus,
wo gute Laune herrscht.

(Aus Japan)

Sonntag, 12. Januar 2014

Marder

Da wo der Marder zu Hause ist,
da jagt er nicht.

(Volksgut)

Wer wohnt wohl da?



Aufgeregt schnüffelt Julie an einem Holzstoß im Garten herum. Er liegt versteckt im kleinem Wäldchen. "Na, Julie! Was hast du denn da gefunden?", frage ich und erwarte, wie auch bei meinen Hühnern, keine Antwort.. lach! Langsam gehe ich näher und blicke erstaunt auf einen Eingang zu einem Bau unter den Holzscheiten. Na, sowas: der ist mir noch gar nicht aufgefallen. Hmm..ein Kaninchenbau ist es nicht. Da würden Kaninchenköttel davor liegen. Ein Fuchsbau kann es auch nicht sein, dafür ist der Eingang zu eng. Tja, welches Tier mag da wohl wohnen? Der Igel?! Nein, der mag lieber Laubhaufen. Vielleicht ein Marder? Aufmerksam schaue ich auf den Boden sind irgendwo Spuren zu entdecken? Nein, leider nicht. Auch kann ich keine Kothaufen finden, aber auch wenn: würde ich Marderkot von Katzenkot unterscheiden können? Da bin ich mir nicht sicher. Mir fällt auf, dass der Vorhof vom Eingang sehr sauber aussieht, fast wie gefegt! Julie verliert die Lust und hüpft davon. Grübelnd wende ich mich ab. Wer wohnt wohl da? Hoffentlich kein Marder, dass wäre für meine Hühner eine echte Bedrohung und für mich eine große Zwickmühle.

Samstag, 11. Januar 2014

Eierüberfluss

"Kannst du mal für mich in den Hühnerstall schauen und die Eier herausholen? Ich halte derweil Julie fest!", bittend schaue ich meine Nichte an. "Na, klar! Gerne.", antwortet sie lächelnd, streicht sich ihre langen Haaren aus dem Gesicht und marschiert zum anderen Ende des Gartens. Nach einer Weile kommt sie mit zwei Händen voll Eiern wieder zurück: "Hast du einen Eierkarton für mich? Da sind noch mehr drin, ich konnte sie nur nicht alle tragen!". "Pass mal kurz auf Julie auf!", sage ich und laufe ins Haus, um ihr einen Karton zu holen. "Hier bitte!", sage ich und reiche ihr den Eierkarton. Sie nimmt ihn an sich, füllt ihn mit den bereits eingesammelten Eiern und läuft noch einmal zum Hühnerstall. Währenddessen lenke ich Julie ab. "Wie lange hast du eigentlich die Eier nicht eingesammelt?!", fragt sie mich grinsend und hält mir den vollen Eierkarton hin. Ich überlege kurz und grinse zurück: "Heute und gestern nicht! Vorgestern Morgen habe ich die ganze Eiablage geräubert.". "Wow!", meine Nichte und ich schauen uns verblüfft an, "Da waren die Hühner aber fleißig!". Ja, Eier im Überfluss. Auch für meine Hühner scheint es sich nach Frühling anzufühlen.

Hühner

Ihr habt Euch sicherlich schon gewundert, warum ich in letzter Zeit so wenig über meine Hühner berichte. Aber, und das muss ich leider zugeben, meine jetzigen Hühner sind mir noch lange nicht so ans Herz gewachsen, wie meine erste Hühnerschar. Ich finde sie hübsch anzusehen, versorge sie sorgfältig und nehme dankend ihre Eier entgegen, aber ich bin nicht mehr mit meinem ganzen Herzen dabei. Dafür gab es viel zu viele Schicksalschläge. Fuchs, Hund, Katze, Hühnerhabicht und Krankheit. Zu viele Todesfälle! All' das hat mich abstumpfen lassen! Jedes Mal wenn einem Huhn etwas Schreckliches widerfahren ist, habe ich mich ein Stück weit mehr verschlossen. Besonders betroffen war ich von dem Tod meines Hahnes, Rasmus Rotbart! Obwohl er "nur" an einer Krankheit gestorben ist. Dieser Hahn hatte im Sturm mein Herz erobert und mit seiner Art und Weise nicht nur das Leben der Hühner bereichert. Manchmal ertappe ich mich dabei, sehnsüchtig aus dem Küchenfenster zu schauen, in der Hoffnung Rasmus, mit dem Schnabel an der Küchentür klopfend, zu entdecken.

Freitag, 10. Januar 2014

Zitternder Frühling

In jedem Winter steckt ein zitternder Frühling,
und hinter dem Schleier jeder Nacht
verbirgt sich ein lächelnder Morgen.


(Khalil Gibran)

Donnerstag, 9. Januar 2014

Rosa Hyazinthen



Frühling im Januar! Ich konnte dem nicht länger widerstehen und habe auf meiner Einkaufstour ein paar Hyazinthen mitnehmen müssen. Rosa Hyazinthen. Mmhh.. wie sie duften! Einfach wunderbar nach Frühling. Aber da gehen die Meinungen auseinander. Mein Göttergatte und meine Freundin finden, Hyazinthen sind zwar hübsch anzusehen, riechen aber viel zu stark (stinken!) und haben auf gar keinen Fall etwas im Haus zu suchen. Zum Leidwesen meines Göttergatten bin ich da ganz anderer Ansicht und da ich für die Deko zuständig bin, duftet es in unserem Haus jetzt nach wunderbaren Hyazinthen.

Zuneigung

Ein Hund verlangt mehr 
nach Zuneigung als nach Futter. 
Nun ja, fast...

(Charlotte Gray)

Ein Foto

"Stell' dir mal vor, was Julie heute schon alles passiert ist!", erzähle ich meinem gerade heimgekehrten Göttergatten. Der kniet sich hin und streichelt Julie, die ihn wie wild begrüßt. Aufmunternd blickt mein Göttergatte mich an: "Was denn?!". "Also, erstmal heute Morgen bei unserem Spaziergang entlang des Wandelweges. Da haben Ollie und sie so getobt, dass sie im Spiel in die Goorley gesprungen ist." , ich mache eine kurze Pause, da mein Göttergatten ein "Ach, du meine Güte!" einwirft und Julie noch ein Stück näher an sich heranholt. "Nicht schlimm!", beruhige ich ihn schnell, "Das war an der Stelle gar nicht tief, sie stand da ja nur bis zum Bauch im Wasser." Mein Göttergatte atmet erleichtert auf und hebt seine Augenbraue: "Da?". "Ja, denn heute Nachmittag waren wir drüben zum Spielen. Und der Gartenteich ist viel tiefer!". Julie versucht derweil meinem Göttergatten durchs Gesicht zu schlecken. Mein Göttergatte wehrt sie grinsend ab und schaut mich erwartungsvoll an. "Aber unsere Julie kann schwimmen! Ganz sicher. Sie ist nämlich mit einer kleinen Hüpferung in den Teich gesprungen und musste ihn ganz durchschwimmen, um an ein seichtes Ende zu kommen. " Jetzt macht mein Göttergatte runde Augen: "Durch den ganzen Teich??". Ich nicke bestimmt: "Das hat vielleicht ausgesehen, nur das kleine Köpfchen ragte aus der grünen Entengrütze heraus!". "Hast du ein Foto gemacht?", mein Göttergatte sieht mich fragend an und streichelt Julie's, die mittlerweile auf dem Rücken liegt, kleinen Tummy: "Das hätte ich gerne gesehen!". "Ein Foto gemacht?!", wiederhole ich empört, "Ich bin tausend Tode gestorben. Meinst du, da habe ich noch die Zeit ein Foto zu machen?" Kopfschüttelnd drehe ich mich um: "Ein Foto!".

Mittwoch, 8. Januar 2014

Keine Verbindung

Seit zwei Tagen haben wir weder Telefon noch Internet. Und nicht nur wir, sondern es betrifft wohl auch noch andere User. Ob der Anbieter wohl Probleme hat? Ich hoffe, dass die Sache bald behoben ist. Denn über das Handy zu posten, macht mir keinen Spaß.. seufz!!

Dienstag, 7. Januar 2014

Der Matschmann



Dieses Foto erreichte mich vor ein paar Tagen per Whatsapp.. lach!! Und ich muss sagen, dieser Matschmann passt doch heute wunderbar zum Thema "Winterwetter", gelle?!

Der Winter

Der Winter lässt dieses Jahr ganz schön auf sich warten, jedenfalls bei uns hier am linken Niederrhein. Überall grünt und blüht es und bei Temperaturen um die 12 Grad hat die Natur schon Frühlingsgefühle. Ich habe gestern mal in meinen alten Posts nachgelesen wie es letzten Winter war und war überrascht über meine Einträge. Mal ganz abgesehen davon, dass wir letzten Winter schon vor Weihnachten etwas Schnee hatten und es deutlich kälter war, kam auch im letzten Winter der richtige Wintereinbruch mit Schnee und Kälte erst am 15. Januar! Ich bin gespannt, ob sich da noch etwas tut. Wobei sowohl mein Göttergatte und mein Großer gerne darauf verzichten würden. Der Weg zur Arbeit (40 Minuten Autofahrt, einfache Strecke) und der Weg zur Schule (15 Minuten Fahrradfahrt) werden bei Schnee und Eis schnell zur Last.

Tschüß, Baumi!



Wir haben gestern unseren wunderschönen Weihnachtsbaum abgeschmückt und rausgeschmissen. Jetzt ist die Ecke leer in der "Baumi" gestanden hat und ich muss sagen, er fehlt mir. Eigentlich war er noch viel zu schön, um entsorgt zu werden. Er nadelte überhaupt nicht und mit seinen vielen (160) kleinen bernsteinfarbenen Lichtern, bereicherte er die Atmosphäre in unserem Wohnzimmer. Aber heute ist laut Umweltkalender Abholtag.. seufz! Außerdem war gestern auch "Dreikönigstag" und da muss "Baumi" uns leider verlassen. Die schöne Weihnachtszeit ist vorbei. Heute werde ich noch die restliche Weihnachtdeko einsammeln und auf dem Dachboden verstauen und ich muss sagen, dieses Jahr finde ich es echt schade!

Montag, 6. Januar 2014

Stern über Bethlehem

Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg,
führ uns zur Krippe hin, zeig wo sie steht.
Leuchte du uns voran, bis wir dort sind,
Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind.

Stern über Bethlehem, bleibe nicht stehn.
Du sollst den steilen Pfad vor uns hergehn.
Führ uns zum Stall und zu Esel und Rind,
Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind.

Stern über Bethlehem, nun bleibst du stehn.
Und läßt uns alle das Wunder hier sehn,
das da geschehen, was niemand gedacht,
Stern über Bethlehem, in dieser Nacht.

Stern über Bethlehem, wir sind am Ziel,
denn dieser arme Stall birgt doch so viel.
Du hast uns hergeführt, wir danken dir.
Stern über Bethlehem, wir bleiben hier.

Stern über Bethlehem, kehrn wir zurück.
Steht doch dein heller Schein in unserm Blick,
und was uns froh gemacht, teilen wir aus.
Stern über Bethlehem, schein auch zuhaus.

(Alfred Hans Zoller)

Sternsinger



20 * C + M + B * 14
Christus mansionem benedicat
Christus segne dieses Haus

Es klingelt. Die Sternsinger(innen) stehen vor der Haustür. Kaum öffne ich Tür beginnen sie auch schon zu singen. "Moment! Moment!", rufe ich lachend, "Wartet einen Augenblick." Erklärend füge ich hinzu: "Meine Kinder möchten auch zuhören. Ich hoffe, das geht in Ordnung!". Die Drei Heiligen Könige nicken im Gleichklang. Ich rufe die Jungs und sie poltern die Treppe runter. Jetzt nochmal von vorne. Die Sternsinger(innen) singen ihr Lied und sagen abwechselnd ihre Verse auf. Mein Kleiner füllt sorgfältig ihre Spendendose und ich ihren überquellenden Leckersack. Dann schreibt das kleinste Königskind uns mit der geweihten Kreide die Schutzformel an die Hauswand. Wir bedanken uns alle drei herzlich und schließen leise die Tür. Meine Jungs poltern die Treppe wieder nach oben und man kann aus ihrem Gesumme einwandfrei "Stern über Betlehem" heraushören.

Sonntag, 5. Januar 2014

Es grünt und blüht



Auch hier an der Hecke sieht man es deutlich: Frühling mitten im Winter. Wunderbar zarte und frische Farben! Einfach entzückend!! Es ist nur einbissel komisch, dass im Haus noch ein geschmückter Tannenbaum steht.. Lach!!

Stunde der Wintervögel



"Wollen wir gleich mal in den Garten gehen und die Vögel zählen?", aufmuntert blicke ich in die Frühstücksrunde. Mein Kleiner zuckt mit den Schultern und meint: "Ich wollte doch gleich malen!". "Aber heute ist vom Nabu wieder die Stunde der Wintervögel. Erst zählen wir und dann tragen wir unsere Ergebnisse per Internet ein.". Mein Großer blickt durchs Fenster nach draußen und sieht ein paar Tauben, die schon mit ihrem Hochzeitstanz beschäftigt sind. "Guck mal, Mama! Die meinen es ist Frühling!". "Es sieht ja auch nach Frühling aus." ergänzt meint Göttergatte. "Und es fühlt sich so an!", füge ich hinzu, "Ach, die armen Tauben! Wenn jetzt nochmal der Winter kommt ist alles hin." "Gut so!", brummelt mein Göttergatte, "Doofe Tauben, scheißen alles voll!". Unser Frühstück ist beendet und wir treten ans Fenster (mein Kleiner will einfach nicht seinen Schlafanzug ausziehen). Am Futterhäuschen schwirren ein paar Blaumeisen, Kohlmeisen und Tannenmeisen herum. Da kommt ein Rotkehlchen dazu. Was ist das denn für ein Vogel? Oh, ein Kernbeißer. In der großen Zeder sitzen ein paar Krähen und Elstern. Von weitem hört man durch den Fensterspalt einen Eichelhärer. Ein paar vorwitzige Spatzen hüpfen durchs Gebüsch. "Da ist ein Kaninchen!", erspäht mein Kleiner. "Heute zählen wir nur Vögel.", erinnere ich und rufe selbst, "Und ein Eichhörnchen!". Nach einer Weile stehe ich alleine am Fenster, nur Julie sitzt neben mir und wartet darauf, dass ich was mit ihr unternehme. "Komm! Wir gehen in den Garten!". Und ganz anders als die Jungs, gefällt ihr der Vorschlag ausgezeichnet. Sie hüpft und springt vor mir her. Vor lauter Schreck fliegt die Vogelschar erstmal auf und davon. Wir gehen durch den sonnigen Garten und genießen die frische Luft. Es fühlt sich tatsächlich nach Frühling an. Still ist es im Garten, nur Vogelgezwitscher und die Kirchenglocke sind zu hören. Ich blicke nach oben und traue meinen Augen nicht. Das Vogelhäuschen in der großen Kiefer wird gerade von einer Kohlmeise in Augenschein genommen. Also, doch Frühling!?

Samstag, 4. Januar 2014

Islandpferde

Aaron




















Islandpferde haben einen robusten, stämmigen Körper, einen üppigen Behang und ein dichtes Winterfell. Ihr ausdrucksvoller Kopf mit den großen Augen wirkt sehr vertrauensvoll. Islandpferde sind arbeitswillig und treten Menschen gegenüber respektvoll auf. Sie gelten als mutig und stolz. Sie haben im Durchschnitt ein Stockmaß von 130 cm bis 145 cm. Da Islandpferde sich relativ spät entwickeln, werden sie erst mit vier oder fünf Jahren angeritten. Dafür erreichen Islandpferde aber auch ein hohes Alter und können mit über zwanzig Jahren noch geritten werden. Islandpferde kommen in fast allen Farbvariationen vor. Auf Island wurden sie früher nicht nur als Arbeits- und Transportpferde genutzt, sondern auch zur Fleischgewinnung. Heute gelten sie als zuverlässige Reitpferde. Das Besondere an den Islandpferde ist jedoch ihre Gangveranlagung. Denn sie beherrschen nicht nur die Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp, sondern auch noch den Tölt und ihren berühmten Passgang.

Aaron



"Wollt ihr heute mal mit zum Stall kommen?! Ihr wolltet doch mal meinen Aaron kennen lernen..", die älteste Tochter meiner Freundin fragt über WhatsApp an. Ich werfe die Frage in die Runde und meine drei Jungs (ja, auch der ganz Große!) schreien ja! Also, auf geht's! "Oh, dein Aaron ist ja wirklich ein ganz Hübscher!", sage ich und streichle ihm vorsichtig seine zarte Nüstern. Durch seine runde Kopfform wirkt er sehr vertrauenswürdig und liebenswert. "Was bist du mutig!", grinst mein Göttergatte mich an. Denn er weiß, dass ich vor Pferden fast schon panische Angst habe. "Ja, hübsch und ganz brav!", erklärt mir seine stolze Besitzerin (die älteste Tochter meiner Freundin). "Habt ihr Lust mir zu helfen? Aaron muss geputzt werden!", seine sympathische Besitzerin wendet sich an meinen Großen und an meinen Kleinen. Beide Jungen nicken eifrig und schon haben sie eine Bürste in der Hand. Fleißig wird das dichte Winterfell des Islandpony's gebürstet. Mein Kleiner lehnt seinen Kopf an Aarons Bauch und geniest offenbar die Wärme und die Nähe des Ponys. "So, jetzt noch die Hufe!", geduldig erklärt die Tochter meiner Freundin wie man die Hufe säubert und mein Kleiner schreitet direkt unerschrocken zur Tat. Tief in meinem Innern schreie ich: "Pass auf! Sei vorsichtig!". Aber nach außen hin bin ich die Ruhe selbst. Okay.. eben so gut es geht! Aaron wird gesattelt und schon sitzt mein Kleiner auf dem Pferd und darf einige geführte Runden drehen. "Magst du auch?!", die Tochter sieht fragend meinen Großen an. Der schüttelt den Kopf, er hat zwar keine Angst, aber er steht sich wohl gerade selbst im Weg, vielleicht ist die Tochter meiner Freundin einfach zu hübsch. "Mama, du!", ruft er, um cool aus der Situation zu kommen und schiebt mich in Richtung Pferd. Ich schüttele heftig den Kopf und protestiere lauthals. "Du denn?!", lächelnd wendet sich die Tochter meiner Freundin an meinen Göttergatten. "Wenn ich darf?!", fragt er hoffnungsfroh nach. Sie nickt grinsend. In Null Komma nix hat sich mein Göttergatte seiner Wachsjacke entledigt und schwingt sich auf das Pferd. Ein Traum wird wahr. Stolz wie Bolle sitzt er auf dem pfiffigen Islandpony und meine Jungs und ich schauen ihm aufmerksam dabei zu. "Mama?!", mein Kleiner schiebt seine Hand in meine, "Darf ich auch Reiten lernen?! Ich kann ja immer freitags mit zum Aaron gehen!". Hoffnungsvoll, mit großen Augen sieht er zu mir hoch. "Das mit dem Mitgehen wird leider nicht gehen. Aber wenn du wirklich reiten lernen willst, können wir uns ja was überlegen!".

Freitag, 3. Januar 2014

Die Große Goorley und der Eisvogel

Eisvogel
Eisvogel-Darstellung aus Conrad Gesners Vogelbuch, um 1600.







Entlang des wunderbaren Wandelweges fließt die "Große Goorley". („Goor" bedeutet hier mundartlich „Sumpf".) Die "Große Goorley" folgte ursprünglich einem der vielen Armen des Altrheines, der vor etlichen tausend Jahren hier bei uns breit aufgefächert war. Vor dem Beginn der Industrialisierung durch den Steinkohlenbergbau im Jahre 1906 nahm der gemächlich und frei fließende Bach seinen Anfang beim nicht mehr vorhandenen Gormannshof in Lintfort und wurde dann auf dem Betriebsgelände der Zeche Friedrich Heinrich verrohrt. Außerhalb des Werksgeländes fließt die "Große Goorley" offen und fast schnurgeradeaus in Richtung Westen bis zu ihrer Einmündung in die Fossa Eugeniana unterhalb unseres altehrwürdigen Kloster und dem dazugehörigem Kamper Berg. Ende der 80iger Jahren wurde die "Große Goorley" als landschaftliches Bindeglied zwischen den Ortsteilen Kamp und Lintfort erwählt, um dem Wandelweg, der allerdings erst im Mai 2010 eröffnet wurde, einen attraktiven Charakter zu geben. Die "Große Goorley" wurde bis dahin durch die Lineg erfolgreich renaturiert, wie zum Beispiel die Ansiedlung des Eisvogels aufzeigt. Denn der Eisvogel muss sich in der Nähe möglichst klarer, flacher und fischreicher Fließgewässer aufhalten, da er sich hauptsächlich von kleinen Fischen (z.B. Stichlingen, hier bei uns heißen sie auch Stichlitze) ernährt. Er benötigt desweiteren steile, lehmige Uferböschungen, oder aber Ufer, die Abbrüche zu bieten haben. Das Revier eines Eisvogels ist ca. 3-4 km Bachstrecke groß. Zum Jagen bevorzugt er flache Stellen des Baches an denen möglichst überhängende Zweige vorhanden sein sollten, auf denen er den Fischen auflauert, um sich dann ins Wasser zu stürzen und sie zu fangen. Das alles scheint die "Große Goorley" bieten zu können, denn erst Gestern bei unserem morgentlichen Spaziergang hatten wir mehrere Male die Gelegenheit den Eisvogel bei seiner Fischjagd beobachten zu können. Einfach herrlich!!

Donnerstag, 2. Januar 2014

Glücksbringer



Mein Freundin strahlt mich schon von weitem an: "Das ist für dich! Frohes neues Jahr!". Kaum ist sie näher folgt auch schon ein feste Umarmung. "Vielen Dank!", antworte ich gerührt und schäme mich einbissel, dass ich in diesem Jahr mit leeren Händen (dieser Welpe!) dastehe, "Frohes neues Jahr!".

Glückspilz



Es ist kein Pilz klein genug,
um nicht ein Glückspilz zu sein!

(unbekannt)

Mittwoch, 1. Januar 2014

Ein klarer Morgen

"Mir gruselt es schon vor Morgen!", sage ich zum Patenonkel unseres Kleinen. Wir sind mit Kind und Kegel und Hunden auf einer kleiner Nachtwanderung durch die nahen Feldern, damit die Zeit bis Mitternacht für die Kinder einbissel schneller vergeht. "Wieso?" fragt der Patenonkel. "Dann wird alles wieder grau in grau sein! Das war bisher jeden 1. Januar so!", erkläre ich bedauernd. "Ja, stimmt!", bestätigt der Patenonkel nach kurzem Zurücksinnen. "Ich glaube, das liegt an den ganzen Knallern! Der Rauch bleibt immer wie eine Glocke in der Luft!", überlege ich laut. Zeitsprung: Gähnend, mit meiner ersten Tasse Kaffee in der Hand, lasse ich die Rollos nach oben fahren und blinzle überrascht in den klaren Morgenhimmel. Ein wunderbarer klarer Morgen lächelt mich an und ich lächle zurück. Der Himmel ist hellblau und wolkenlos und die Sonne lugt zwischen den hohen Bäumen zaghaft hervor.  Ach, wie schön! Da wird es keinen Ersten-Januar-Blues geben, wie herrlich!!

Die Zeit

Nie stille steht die Zeit,
der Augenblick entschwebt;
und den du nicht genutzt,
den hast du nicht gelebt.

(Friedrich Rückert)

In diesem Sinne:
Euch allen ein ganz wunderbares 2014!!
Nutzt jeden Augenblick, eher er entschwebt...