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Sonntag, 6. April 2014

Wiesenschaumkraut



Kennt Ihr das Wiesenschaumkraut? Bei uns war es über Jahre nicht zu finden, doch momentan scheint es wieder vermehrt in unserer Gegend zu wachsen. Die Staude zählt zur Familie der Kreuzblütengewächse und blüht schon zeitig ab April bis in den Juni hinein. Noch bevor der Löwenzahn mit seinem kräftigen Gelb die Feuchtwiesen zum Leuchten bringt, entzückt das Wiesenschaumkraut mit seiner zarten Pastellfarbe. Es ist eine mehrjährige Pflanze mit einer Wuchshöhe bis zu 30 bis 40 Zentimeter, ihr Stängel ist rund und hohl. Die Grundblätter sind rosettenartig, wie alle Blätter stark gefiedert, die Stängelblätter sind schmaler gefiedert als die anderen. Die weiß, rosa oder hell-lila gefärbten Blüten bilden eine Traube und haben keine Tragblätter. Die einzelne Blüte hat eine Größe von 1 bis 2 Zentimeter, sie wird aus 4 Kronblättern gebildet. Als Bewohner von feuchten Wiesen und Weiden reagiert es sehr stark auf Trockenlegungen. Der Name „Schaumkraut“ beruht auf den häufig an den Stängeln zu findenden Schaumballen. Diese rühren von der Larve der Schaumzikade her, die ihre Wiege in dem Wiesenschaumkraut aufgestellt hat. Bei genauer Untersuchung kann man in jedem Schaumballen eine Larve finden. Wie ein Schaumballen entsteht? Die Larve saugt Saft aus dem Stängel der Pflanze. Dann scheidet sie eine eiweißhaltige Flüssigkeit aus und bläst diese mit ihrem Atem zu Schaum. Dieser dient ihr als Schutz vor Fressfeinden, sie ist darin nämlich augenscheinlich nicht zu sehen. Das Wiesenschaumkraut ist auch eine gefragte Nektarpflanze. Verschiedene Wildbienen, aber auch die Honigbienen nutzen sowohl das Nektar- als auch das Pollenangebot. Zu den ständigen Gästen des Wiesenschaumkrauts zählen einige Tagfalterarten, darunter der prächtige Schwalbenschwanz. Für den hübschen weiß-orangenen Aurorafalter ist das Wiesenschaumkraut Nektarspender und Raupenfutterpflanze zugleich.

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