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Samstag, 31. August 2013

Das Holundersirup-Fiasko

Es ist schon ein paar Jahre her, aber immer, wenn an unserem Holunderbusch die Beeren reifen, muss ich daran denken:
"Ich habe Holundersirup eingekocht, möchtest du ein paar Flaschen?", mein freundlicher Hühner-Nachbar steht lächelnd am Zaun. "Der stärkt die Abwehrkräfte! Und so wie dein Großer letztes Jahr verrotzt war, hat er es echt nötig!" "Da hast du recht, vielen Dank!!" seufze ich und bringe vorsichtig, die noch warmen Flaschen in meine Küche. Und tatsächlich, ich habe den Eindruck der Holundersirup (aus Beeren) hilft. Ein paar Tage später: mein Großer und ich (der Kleine war noch gar nicht auf der Welt.. grins!) sitzen im Esszimmer und frühstücken. Auf einmal ertönt ein fürchterlicher Knall aus der Küche, so schnell ich kann renne ich in die Küche und traue meinen Augen nicht. Alles, aber auch wirklich alles, ist voller Holundersirup. Überall prangen leuchtend rote Holundersirupflecken. Auf dem Boden, an den Wänden, an der Decke, an den Schränken, auch die Fenster und die Vorhänge sind in Mitleidenschaft gezogen. Es ist zum Heulen, und das tue ich auch erstmal: Inmitten der Scherben und dem tropfenden Sirup stehe ich und heule wie ein Schlosshund. Eine Flasche Holundersirup war wohl gegoren!

Holunderbeersirup

Zutaten
500 g Holunderbeeren
500 g Zucker
10 g Zitronensäure (Backregal)
1 Liter Wasser

Vorbereitung (Verlesen der Beeren)

Mit dem Thermomix kann man wunderbar die Beeren von den Dolden trennen. Dafür den Thermomix ca. 3/4 mit den abgeschnittenen Dolden auffüllen. Dabei ist es egal, ob da noch ein paar grüne Beeren dran sind oder nicht. Nun den TM31 auf Stufe 3 / 15 Sek. / anstellen. Die Strunke wickeln sich um das Schlagmesser und die schwarzen Holunderbeeren werden von den Strunken gelöst. Die grünen Beeren bleiben aber fast alle an den Dolden hängen. Nun die Strunke vorsichtig aus dem Thermomix entfernen und die Holunderbeeren in eine Schale umfüllen. Die eine oder andere grüne Beere mit der Hand verlesen und fertig.

Rezept
Danach die verlesenen Beeren in einen Topf geben und mit Wasser übergießen, so dass sie gut bedeckt sind. Die Holunderbeeren zum Kochen bringen und gut 10 Min. weiter köcheln lassen. Nach Ablauf der Zeit die Beeren entweder mit dem bereits ausgetretenen Saft durch ein Sieb streichen oder durch eine Kartoffelpresse drücken. Den aufgefangenen Saft in den TM einwiegen. Zucker und Zitronensaft bzw. Zitronensäure hinzufügen und 10 Min./100°/Stufe 3 nochmals kochen. Sollte die Menge die Kapazität des TM übersteigen, dass Ganze in zwei Portionen aufteilen. Den heißen Saft in gut heiß ausgespülte Flaschen füllen und sofort verschließen. Nach dem Abkühlen dunkel und kühl aufbewahren.

Tipp
Der Sirup kann bei Erkältungen warm getrunken werden. Er stärkt, durch seinen hohen Vitamin-C-Gehalt, die Abwehrkräfte. Außerdem dient er als leckere Basis für Liköre oder Gelees. Man kann ihn auch gut als Fruchtschorle im Sommer genießen.

Freitag, 30. August 2013

Emmas Glück

Ich habe mir aus der Bücherei einen ganz wunderschönen Film ausgeliehen: Emmas Glück. Der Film ist eine Buchverfilmung. Leider habe ich dieses Buch noch nicht (die Betonung liegt auf "noch nicht"!) gelesen. Es handelt sich um eine wunderbar skurrile, herzzereißende und ganz und gar unkitschige Liebesgeschichte. (TZ, München).  Die hoffnungslos chaotische Emma (Jördis Triebel) lebt alleine auf ihrem abgeschiedenen Hof, nur ihre Hühner, Gänse und Schweine begleiten sie durch ihren Alltag. Ihre Schweine zieht sie besonders liebevoll groß und schlachtet sie auf ihre ganz eigene, zärtliche Weise. Nicht zuletzt als Folge dieser eigenwilligen Arbeitsweise ist der Hof heruntergewirtschaftet und hoffnungslos überschuldet. Unterdessen erfährt der einsame Autoverkäufer Max (Jürgen Vogel), dass er an Bauchspeichelkrebs leidet und vermutlich nicht mehr lange zu leben hat. Kurz entschlossen stiehlt er daraufhin das Geld seines einzigen Freundes und will weg – wohin, ist ihm egal, Hauptsache weit weg! Auf seiner Flucht fliegt er mit seinem Wagen aus der Kurve und landet auf Emmas Hof. So entspinnt sich zwischen der eigenwilligen Schweinezüchterin und dem sterbenskranken Max eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Mir hat der Film wirklich gut gefallen, auch wenn ich über ein paar Szenen hinwegsehen musste. Er hat einfach wunderschöne Farben und Bilder und geht dabei auch noch unter die Haut. Prima für einen Mädelsabend (es sollten nur keine Vegetarierinnen unter ihnen sein.. grins schief!). Daumen hoch! 

Künstler

Der, der mit seinen Händen arbeitet, 
ist ein Arbeiter. 
Der, der mit seinen Händen und
mit seinem Kopf arbeitet,
ist ein Handwerker. 
Der, der mit seinen Händen, 
seinem Kopf
und seinem Herzen arbeitet, 
ist ein Künstler.

(Franz von Assisi)

KleinMontMartre in Xanten



Kunstfest KleinMontMartre
 

Xanten - zwei Tage im Zeichen der Kunst
In und an der Klever Straße 
Samstag 31. August 2013, 11.00 Uhr bis 22.00 Uhr
Sonntag 1. September 2013, 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Eintritt frei!
Auch Andrea Much, die Kunstlehrerin unseres Kleinen, stellt ihre Werke dort aus. Also, wenn Ihr dieses Wochenende noch nichts geplant habt: Xanten ist immer eine kleine Reise wert.

Donnerstag, 29. August 2013

Apfeldiebe

Ich könnte platzen vor Wut und Empörung. Heute Morgen haben ganz gemeine Apfeldiebe unseren Spalierapfelbaum geplündert. Nicht einen Apfel, oder zwei. Nein, alle Äpfel!! Bauchgrimmen und Dünnpfiff sollen sie bekommen. Aaargghh!

Eine halbe Stunde

Der Mensch braucht,
um glücklich zu sein,
täglich EINE HALBE STUNDE
nur für sich.

(Franz von Sales)

Spätsommer



Spürt Ihr ihn auch? Den Spätsommer?! Die Tage sind warm und staubig. Und die Nächte sind schon empfindlich kühl. Ja, der Spätsommer ist da! An den Rosenbüschen färben sich die ersten Hagebutten rot und in den Geschäften wird die Herbstdeko schon ausgepackt. Der Sommer geht anscheinend zur Neige. Es war ein wunderbarer Sommer, jedenfalls für uns hier am linken Niederrhein. Die Sonne schien fast die ganzen Ferien hindurch und wir konnten das in vollen Zügen genießen. All' die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, konnten wir auch umsetzen: Schwimmen, Matschen, Toben, Fahrrad fahren, Spielen, Lesen, Zelten, Urlaub. Sommer eben. Es wird schwer für uns werden, wieder in den Alltag zu finden. Hoffentlich gelingt es uns, unsere locker, leichte Sommerlaune noch eine Weile aufrecht zu erhalten. Und Euch natürlich auch!

Mittwoch, 28. August 2013

Lächeln

LÄCHELN ist wie ein Fenster,
durch das man sieht,
ob das HERZ zu Hause ist.

(Aus Russland)

Fröhliche Bande




"Und, wie heißen deine neuen Hühner jetzt?", meine Herzenstochter sieht mich fragend an. Wir stehen am Hühnerstall und beobachten die fröhliche Bande. Die Neuzugänge stehen gemeinsam hinten am Zaun und meine Alt-Hühner stehen vor dem Törchen und warten darauf, dass sie in den Garten können. Aber das werden sie in den nächsten Tagen nicht, denn die fröhliche Bande muss sich erstmal zusammenraufen. "Gustav, Trine und Trude. Das kleinere Hähnchen (und ja, es ist leider doch ein Hähnchen!) hat noch keinen Namen. Vielleicht Hans?!", erkläre ich lächelnd. "Nee, also Hans finde ich doof.", stellt meine Herzenstochter fest und überlegt, " Holger. Ich finde Holger gut." "Holger?", ich lasse mir den Namen auf der Zunge zergehen, "Holger." Und weil meine Herzenstochter, meine Herzenstochter ist, heißt das kleinere Hähnchen nun Holger.. lach!!

Und immer noch steht mein Angebot: "Wer ein Hähnchen möchte, bitte melden!"

Guten Morgen

"Guten Morgen, Mama!", mein Kleiner zieht mich mit sich auf unser Sofa. Schnell kuschelt er sich unter die Wolldecke, deckt auch mich ganz fürsorglich zu und schmiegt sich dann fest an mich. Er ist noch so richtig schön schlafwarm. "Guten Morgen, mein Hase!", murmele ich in sein Wuschelhaar, "Hast du gut geschlafen?". "Ja, habe ich.", mein Kleiner gähnt verstohlen und reibt sich seine Augen. "Und du, Mama!" er greift nach meiner Hand. "Mmmh!", gebe ich zur Antwort und frage ihn leise, "Hast du denn auch was Schönes geträumt?" Mein Kleiner schüttelt bedauernd den Kopf: "Nee, leider nicht. Ich träume nur, wenn wir zusammen einschlafen. Hand in Hand. Dann träume ich von Sonnenblumen und kleinen, roten Herzchen!"

Dienstag, 27. August 2013

Kükenalarm

Was für ein Geflatter!! Es ist schon dämmrig im Garten. Bis gerade eben, haben schon alle Hühner geschlafen. Mein freundlicher Hühnernachbar steht gebückt im Kükenaufzuchtgehege und jagt die Küken hin und her, nein, eigentlich versucht er sie einzufangen. Ich hocke (höher ist es hier nicht) mit einer Petbox am Eingang, bereit die eingefangenen Küken entgegen zunehmen. Was für eine Aufregung! Die Küken sind schon ziemlich groß geworden, es sind schon eher Jungtiere und haben partout nicht vor gefangen zu werden. Aber nach und nach gelingt es meinem Hühnernachbar sie einzufangen. Endlich sind sie gut verpackt in der Petbox. Jetzt ab zu uns in den Garten. Das neue Hühnerhaus wartet schon. Die Luke ist zu und meine Alt-Hühner schlafen im Aussengehege auf der Stange. Vorsichtig setze ich die Jungtiere in das Häuschen, aber keines macht Anstalten heraus zu hüpfen. Beherzt greift mein Göttergatte ein und schüttelt die Tiere aus der Petbox. Sie sind so geschockt, dass sie liegen bleiben. Kein Huhn rührt sich. Bang schaue ich meinen Hühnernachbar an. "Mach Dir keine Sorgen! Denen geht es gut. Schockstarre, nennt man das!", mein Hühnernachbar sieht mich aufmuntert an, "Warte mal ab! Morgen früh sind die Vier wieder fit!".

Urlaubsende

Und wieder einmal geht eine schöne Zeit zur Neige. Mit schweren Herzen nehmen meine Jungs und wir Abschied von unserem Ferienquartier und machen uns auf dem Heimweg. "Können wir nicht länger bleiben!", mein Großer schaut mich hoffnungsvoll an. Ich zucke bedauernd die Schultern, "Leider nein! Aber wir können bestimmt wieder kommen." Auch ich schaue mich bedauernd um. Schade, dass unser Familienurlaub schon zu Ende ist. Noch einen letzten Blick auf das Meer und ab geht es nach Hause.

Montag, 26. August 2013

Hol über!

Der Fluß zieht sachte durch das Land;
Der Sommertag ist vorüber;
Ein Mädel ruft vom Uferrand:
Hol über!

Der Fährmann drüben säumt nicht lang;
Er lacht und schaut herüber;
Ihm klingt’s im Ohr wie Saitenklang:
Hol über!


(Max Haushofer)

Handveer




"Waren Sie schon mit de Jongen an de Handveer?", unsere nette, niederländische Nachbarin steht lächelnd vor mir. Ihr knuffiger Jack Russel Terrier "Teddy" wirft sich mir zu Füßen. Ich gehe in die Hocke und kraule ausgiebig sein krauses Fell. "Handveer?!", ich schaue die alte Dame fragend an, "Eine Fähre?!". Unser Nachbarin nickt: "Ja, da müssen de Jongen selber mit den Händen auf die andere Seite kommen!" Die alte Dame gestikuliert eifrig. "Nein, da waren wir noch nicht!", antworte ich grinsend, denn Teddy schmeißt mich vor lauter Aufmerksamkeitserhaschen  fast um. Eine genaue Wegbeschreibung seitens seines Frauchens folgt. Da sowieso kein Strandwetter ist (ja, na gut: Strandwetter ist immer!), machen wir uns auf den Weg. Und nach gut einem Kilometer ist es dann soweit, die Fähre ist erreicht. Die Jungs sind entzückt, und auch wir Erwachsenen haben unseren Spaß daran. Direkt beim ersten Mal bleibt die Fähre stecken und mein Großer muss ziehen was das Zeug hält. "Ich glaube, dass dauert hier noch länger!", ein wartender Fahrradfahrer verzieht ungeduldig das Gesicht. Schließlich wendet er sein Rad, das prompt im Schlamm wegrutscht, und nimmt leicht verärgert eine andere Strecke. Währenddessen rüttelt und zieht mein Großer, der alleine auf der Fähre steht, an dem Seil herum, bis sich die Fähre endlich wieder löst. Seine Wangen werden rot vor Anstrengung, aber sein Gesicht strahlt vor Aufregung. Und dann fluppt es: Alle auf der Fähre, zu zweit, zu dritt, zu viert, zu fünft oder alleine. Die Fähre muss ständig hin und her. Was für ein kleines Abenteuer! Genau das Richtige für meine kleinen Entdecker!

Sonntag, 25. August 2013

Silberwollige Disteln

Silberwollige Disteln am Wege, Farnkräuter gelb, schon von Fäule geknickt. Rege Dich, Herz, sammle Dir Wärme, bald ist der Sommer eingenickt.
Schon jammern vom Walde herbstbleich die Winde, Berge reich Sonne in Deine Kammern, Sonne in Truhen und Spinde.

(Max Dauthendey)

Disteln


Klee

Wenig ist`s - was ich verkünde, 
dass ich Herzen innig band.
Jenes Band, mit dem ich binde,
Freundschaft wird`s allhier genannt.

(Rainer Maria Rilke) 

Samstag, 24. August 2013

Mamaschiff mit Kind


Drachensteigen



"Mama, guck mal! Wie wunderschön unser Drache aussieht!", mein Kleiner schaut verzückt nach oben, "Du musst ihn gerade halten!", empfiehlt er seinem großen Bruder. Es kommt eine Windböe und der Drachen droht abzustürzen. Einbissel ungehalten antwortet dieser: "Mach du es doch besser!". Der Drachen fängt sich wieder und beide Jungs lachen sich erleichtert an.

Freitag, 23. August 2013

Laternenstrick


Zauber

Und jedem Anfang
wohnt ein ZAUBER inne,
der uns beschützt
und der uns hilft zu leben.

(Hermann Hesse)

Donnerstag, 22. August 2013

Meeresrauschen


Uil



"Wie is zo dapper en vangt de uil op?" ruft der niederländische Falkner. Wir sind auf einer niederländischen Gartenmesse mit einer Greifvogelshow. "Ich, ich!!", mein Großer zappelt wie wild. "Hast du verstanden was er gesagt hat?", frage ich so leise und so schnell ich kann. Zu spät, der Falkner holt meinen Großen schon zu sich und das versammelte Publikum klatscht Beifall. Fruchtlos, steht er da, mein Großer. Er bekommt einen riesigen Falkner-Handschuh an und muss mit erhobenen Arm still stehen. Ein Pfiff ertönt und die Eule stößt einen lauten Schrei aus. Mir wird ganz flau. Mit enormen Tempo fliegt die Eule direkt auf meinen Großen zu und landet sicher auf dem Handschuh. Die Menge applaudiert. Und mein Großer? Tja, der strahlt über das Gesicht: "Wie Harry Potter, Mama! Können wir auch eine Eule haben?"

Mittwoch, 21. August 2013

Happy Birthday!


4+0

Heute morgen, ach du Schreck,
die 3 und auch die 9 sind weg.
Die 4 und die 0, sie kommen schnell,
und sind ab morgen aktuell.
Und wenn man rechnet 3+9,
muss 4+0 doch weniger sein?
Drum freu Dich an der neuen Zahl,
es bleibt Dir eh keine andere Wahl!



Liebe Tine,


alles, alles Liebe zum Geburtstag!

Fühl' Dich gedrückt.
Genieße den Tag!

Deine Freundin + 3

Dienstag, 20. August 2013

Lazy



"Schatz, guck mal!", mein Göttergatte stupst mich an. Wir liegen am Pool unserer Ferienanlage und genießen die warme Sonne. Nur noch eine weitere Familie ist auch am Pool. Ich richte mich auf und grinse. Unser, sonst so wasserscheuer, Kleiner liegt auf dem Rücken und schaukelt sanft auf dem Wasser. Von unserer Decke aus, kann man nur sein Gesicht, seine Füße und seine Schwimmflügel sehen. Ganz entspannt liegt er da. Einfach lazy!!

Bella



Mein Großer ist mit dem Kescher unterwegs und sammelt die schönsten Muscheln, die winzigsten Krebse und die ekligsten Quallen aus dem Priel. Freudestrahlend kommt er mit seinem durchsichtigen kleinen Eimer wieder zurück zur Decke. "Guck mal, Mama!", er hält seine gesammelten Schätze hoch, "Ein Seestern, und sie heißt Bella." "Bella?", frage ich, "Wie bei Nemo?" "Ganz genau!", lacht er glücklich.

Abendstimmung


Sonntag, 18. August 2013

Hiep hiep hoera!!


Lá breithe mhaith agat!

Du mögest arm sein an Unglück und reich an Segen,
langsam im Zorn, schnell in der Freundschaft.
Doch ob arm oder reich, langsam oder schnell,
nur das Glück sei dein Begleiter von heute an.


Lá breithe mhaith agat!
Alles, alles Liebe zum Geburtstag,
geliebter Göttergatte!!

Dein Weib.

Samstag, 17. August 2013

Spuren im Sand


Spuren

Du begegnest vielen Menschen
in deinem Leben.
Aber nur wahre Freunde hinterlassen
ihr SPUREN in deinem Herzen.

(Unbekannt)

Freitag, 16. August 2013

Dünengras


Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus

(Joseph Freiherr von Eichendorff)

Donnerstag, 15. August 2013

Schiff ahoi!



"Guckt mal! Dahinten das Schiffchen! Das ist ja toll!", mein Großer blickt angestrengt mit zusammen gekniffenen Augen auf den großen Binnensee. Wir alle (Oma, Opa, Mama, Papa, Kleiner) schauen am Fingerzeig des Großen entlang. "Oh, ja!", sagt mein Göttergatte und unsere Oma fügt hinzu: "Da hat sich jemand aber sehr viel Mühe beim Basteln gegeben!" "Och, das ist ja Hein Blöd!", lache ich. "Wer ist das?", will mein Kleiner wissen. Die "Käptn-Blaubär-Tage" sind wohl schon lange vorbei!

Sommer

Taschen voller Kieselsteine
Quallen Seetang
Sonnenwind über hügeligen Weizenfeldern
bis uns nicht nur Blicke banden
übende Zeitflechten wanden
zarte Blätter zwischen uns auf Stellen
die keine Sonne sahen

(Levrai)

Mittwoch, 14. August 2013

Es ist ein Huhn!

"Frau Nachbarin! Hast du gesehen, dein zweiter Hahn ist vielleicht doch ein Huhn?", mein freundlicher Hühnernachbar steht am Gartenzaun und sieht sehr zufrieden aus. "Wie jetzt?!", ich schaue ihn verblüfft an. "Ja, guck sie dir nochmal genau an.", mein Nachbar nickt lächelnd, "Ich habe sie heute den ganzen Tag über beobachtet. Es sind ja zwei Tiere mit einem jetzt schon tiefroten Kamm.." "Ja!", ich nicke zustimmend. Auch mein Göttergatte brummt zustimmend. "Das eine Tier, hat einen Kamm am Kopf und einen winzigen Kehllappen. Bei dem zweiten Tier fehlt der Kehllappen! Und außerdem folgt es dem Hähnchen. Das Tier mit Kehllappen ruft und zeigt und das zweite "Hähnchen" kommt und guckt. So handelt nur ein Huhn, ein Hahn macht das nicht!!", mein Hühnernachbar zwinkert mir beim zweiten "Hähnchen" zu. "Meinst du?", ich werde ganz hibbelig, "Das wäre ja toll!" "Warten wir es ab! Wir werden es ja sehen.", aber trotzdem wirkt mein Hühnernachbar zuversichtlich. "Ich gehe nochmal gucken!", verabschiede ich mich schnell und laufe in Richtung Küken-Stall, mein Göttergatte schließt sich an. Eine ganze Weile stehen wir dort und beobachten die Hühner. "Er kann recht haben!", zu neunzig Prozent bin ich mir jetzt auch sicher. "Ja, ich glaube auch!", mein Göttergatte stimmt mir zu, "Da hilft nur: Abwarten!"

Dienstag, 13. August 2013

Pusteblume

Das Leben ist wie eine PUSTEBLUME. 
Wenn die Zeit gekommen ist,

muss jeder für sich alleine fliegen.

(Unbekannt)

Armes Eichhörnchen

"Was liegt denn da im Gras?!", mir wird schon alleine bei dem Gedanken übel, es könnte vielleicht Berta sein. Langsam gehe ich hin und beuge mich hinunter. Och, nein! Ein junges Eichhörnchen liegt da. Tot! Der buschelige, rote Schwanz ist seltsam geknickt. Seine kleinen Gliedmaßen sind völlig verrenkt. Das arme Dingelchen! Es muss irgendwie daneben gesprungen sein. Wie traurig! Da wird seine Mutter aber verzweifelt sein. Mein Göttergatte kommt auf mich zu: "Was ist denn los?" Ohne Worte zeige ich auf das tote Eichhörnchen. "Ohje!", auch mein Göttergatte ist bestürzt. Sanft schiebt er mich in Richtung Haus und sagt: "Geh mal! Ich mach das hier schon!" Nach einer Weile kommt er auf mich zu: "Ich glaube, es muss vom Baum gestürzt sein. Es waren keine Bisswunden zu sehen! Armes Eichhörnchen!"

Montag, 12. August 2013

Gelacht

Der verlorenste aller Tage ist der,
an dem man nicht GELACHT hat.

(Sebastien Chamfort)

Die ersten Wildgänse kommen!

Gestern Morgen, jeder prusselte in verschiedenen Räumen so vor sich hin, kamen mein Göttergatte und ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Eine Formation Wildgänse flog laut schnatternd über unser Haus. "Die sind aber früh dran!", rufe ich laut zu meinem Göttergatten. Dieser lacht kurz auf und entgegnet: "Ja, das habe ich auch gerade auch gedacht!" "Ob wir wohl einen frühen Winter bekommen?!", frage ich mich laut. "Sieht ja ganz so aus!", mein Göttergatte widmet sich wieder seiner Aufgabe. Eigentlich verlassen die Wildgänse erst Ende August ihre sibirischen Brutgebiete und brechen zu ihrer rund 6.000 Kilometer langen Reise auf. Diese führt sie mit mehreren Zwischenstopps über Osteuropa zu uns an den linken Niederrhein. Die Gänse bevölkern dann die saftigen, feuchten und rheinnahen Wiesen und Weiden. Hier fressen sie sich wieder einen Fettvorrat für den beschwerlichen Heimzug im Frühjahr nach Sibirien an. Hier am Niederrhein sind die Wildgänse zu einer richtigen Touristenattraktion geworden. Sowohl die Biologische Station Wesel, als auch die NABU-Naturschutzstation Niederrhein bieten geführte Bus-Exkursionen zu den Wildgänsen an. Obwohl es einige Landwirte gibt, die dem Ganzen nicht positiv gegenüber stehen. Denn die Wildgänse haben eine Vorliebe für deren Wintergetreideäcker, mit ihren sprießenden und empfindlichen Jungpflanzen. Betroffene Landwirte erhalten daher von den Landwirtschaftskammern eine Entschädigung.

Sonntag, 11. August 2013

Spalieräpfel



Bald ist es soweit. Unsere Spalieräpfel können bald geerntet werden. Es handelt sich hierbei um den Apfel "Bolero". Es ist ein fester, saftiger Apfel mit einer würzigen Süße. Ich habe ihn vor einigen Jahren bei Aldi erstanden. Zusammen mit zwei Süßkirschen. Bei den Süßkirschen haben wir bisher allerdings kein Glück gehabt, obwohl sie jedes Jahr in reicher Blüte stehen, tragen sie kaum Früchte. Dieses Jahr hatten zwar beide Süßkirschen-Bäume erstmalig einen reichen Fruchtansatz, dann aber fiel eine Armee Läuse über sie her. Ein Stärkungsspray (biologisch ok) hat aus den Ansätzen nur kleine, braune, vertrocknete Früchte werden lassen. Das hat die ganze Familie sehr enttäuscht, denn wir lieben Kirschen. Über die reiche Apfelernte freut sich ganz besonders unser Großer. Er ist unser Apfelexperte! Fast jeden Morgen isst er, statt zu frühstücken, einen Apfel. Mit Stumpf und (nur ohne) Stiel. Angefangen hat das, als mein Großer zwei Jahre war. Er hatte sich in einem gemeinsamen Urlaub Opa's und Papa's Apfel-Ess-Verhalten abgeguckt und seit jeher futtert er seinen Apfel in gleicher Art und Weise. Es war entzückend anzusehen, wie damals sein kleines Gesichtchen hinter einem vergleichsweise riesigen Apfel verschwand und er sich nach und nach durch den Apfel biss. Da er meistens dabei auf Opa's Schoss saß, musste Opa auch immer mal wieder abbeißen (sonst hätte unser kleiner Großer den Apfel niemals aufbekommen.. gins!) Erst wenn nur noch der Stiel übrig war, hörte er auf und hielt stolz den Apfelstiel mit seiner kleinen Hand hoch.

Einkehr

Bei einem Wirte, wundermild,
Da war ich jüngst zu Gaste;
Ein goldner Apfel war sein Schild
An einem langen Aste.

Es war der gute Apfelbaum,
Bei dem ich eingekehret;
Mit süßer Kost und frischem Schaum
Hat er mich wohl genähret.

Es kamen in sein grünes Haus
Viel leichtbeschwingte Gäste;
Sie sprangen frei und hielten Schmaus
Und sangen auf das Beste.

Ich fand ein Bett zu süßer Ruh
Auf weichen, grünen Matten;
Der Wirt, er deckte selbst mich zu
Mit seinem kühlen Schatten.

Nun fragt’ ich nach der Schuldigkeit,
Da schüttelt’ er den Wipfel.
Gesegnet sei er allezeit
Von der Wurzel bis zum Gipfel!


(Ludwig Uhland)

Samstag, 10. August 2013

Auf Wiedersehen, Ferienspass!

Gestern mussten meine Jungs Abschied nehmen. Die schöne Zeit im Ferienspass fand ein Ende. Mit einem fröhlichen Elternnachmittag verabschiedeten sich die Betreuer(innen) und die Kinder voneinander. Und es war wunderbar zu sehen, mit welchen Engagement, sowohl die Kinder als auch die Betreuer diesen Nachmittag vorbereitet hatten. Wir Eltern mussten lediglich einen Kuchen mitbringen (und natürlich gute Laune), dann konnten wir uns zurücklehnen und eine tolle Bühnenshow genießen. "Eine Rundreise" war die Devise. Angefangen mit einem sehr niedlichen Klatschspiel der kleinen Mädchen, über eine komische gespielte Flugsituation einer gemischten Gruppe, einer fetzigen Choreographie von "Gangnam Style" der mittleren Jungs (hier war mein Kleiner bei!) und einer kniffligen Rateshow der großen Jungs (hier war mein Großer!) bis hin zu einer sehr beweglichen Bauchtanztruppe der großen Mädels. Das Ganze endete mit, wie ganz es auch Anders sein, einer gemeinsamen Abschiedsrunde: Let Me See Your Alligator. Für meine Jungs stand gestern schon fest: Ferienspass, nächstes Jahr sehen wir uns wieder!!

Vielen Dank, an alle Betreuer(innen) und an die Leitung! Ihr habt das wirklich toll gemacht!!

Gangnam Style

Aus den Lautsprechern des Computers dröhnen laute, für unseren Haushalt seltene Beats. Eine kräftige kleine Jungenstimme gröllt mit: "Oppa is Gangnam style, Gangnam style. Oppa is Gangnam style, Gangnam style. Oppa is Gangnam style. Eh- Sexy Lady, Oppa is Gangnam style. Eh- Sexy Lady oh oh oh oh." Verwundert stecke ich meinen Kopf durch die Wohnzimmertür. Mein Großer sitzt am Esstisch mit seinem Laptop und beobachtet grinsend unseren Kleinen. "Ja, was ist den hier los? Macht ihr eine Party?!" rufe ich laut, um die Musik zu übertönen. "Psst!", mein Großer legt den Finger auf den Mund, "Der Kleiner übt!" Und tatsächlich! Unser Kleiner ist ganz versunken und tanzt beinahe wie besessen zu der Musik. Staunend beobachte ich, mit welcher Hingabe und mit welchem Rhythmusgefühl sich unser Kleiner bewegt. Ausserdem gröllt er den Text des Liedes gekonnt mit: "Eh-Sexy Lady!" Die Musik endet und mein Kleiner lässt sich zu Boden sinken. Auch das scheint dazu zugehören. Begeistert klatschen mein Großer und ich Beifall. "Woher kannst du denn das?!", ich blicke meinen Kleinen, immer noch überrascht, verwundert an. "Ich probe für den Elternnachmittag. Das ist eine Choreographie!!", antwortet mir mein Kleiner und schiebt sich mit einer Hand seine langen Ponyfransen aus dem Gesicht. Die Musik fängt wieder an und beide Jungs stehen auf, um sich wild zu verrenken. Ich grinse und genieße die ziemlich laute Probe!

Freitag, 9. August 2013

Das erste Ei im neuen Heim!



Gestern war es soweit, meine Hühner haben die erste Nacht im neuen Haus verbracht. Ganz zwanglos! Obwohl mein netter Hühnernachbar mir dazu geraten hatte, sie einzusperren, habe ich mich dagegen entschieden und einfach nur den kleinen Eingang offen gelassen (mal ganz davon abgesehen, dass es mir ein Rätsel ist, wie man ängstliche und wild flatternde Hühner durch so ein winziges Loch kriegen soll!!) Heute Morgen bin ich dann also gespannt wie ein Flitzebogen zum neuen Hühnerhäuschen marschiert und habe vorsichtig die große Tür aufgemacht. Und da lag es, perfekt wie immer. Klein, cremefarben - das erste Ei im neuen Heim! Und auch noch in der, dafür vorgesehenen, Kiste. Vielen Dank, liebe Berta! (Und ja! Bei verschieden aussehenden Hühnern, weiß man von wem das gelegte Ei ist.. Grins!) Ausgerechnet unsere zaghafte kleine Berta zeigt dem anderen Federvieh wie es zu laufen.. äh! zu legen.. hat.

Ich wollt, ich wär ein Huhn!

Der Mann hats auf der Welt nicht leicht, 
das Kämpfen ist sein Zweck, 
und hat er endlich was erreicht, 
nimmts seine Frau ihm weg.

Er lebt, wenns hoch kommt hundert Jahr 

und bringts bei guten Start und nur, 
wenn er sehr fleißig war, zu einem Rauschebart.

Ref: 

Ich wollt, ich wär ein Huhn, 
ich hätt nicht viel zu tun. 
Ich legte vormittags ein Ei und nachmittags wär ich frei. 
Mich lockte auf der Welt, 
kein Ruhm mehr und kein Geld, 
und fände ich das große Los, 
dann fräße ich es bloß.

Ich brauchte nie mehr ins Büro, 

ich wäre dämlich aber froh, drum hab ich mir gedacht: 
Ich wollt ich wär ein Huhn, ich
hätt nicht viel zu tun, 

ich legte täglich ein Ei und Sonntags auch mal zwei..Juchhei

Die Eier werden manchmal rar, 

sie stehen auch gut im Preis, drum ist das Huhn ein großer Star, 
den man zu schätzen weiß.

Und hab ich manchmal keine Lust, 

ein kluger Mensch zu sein, 
erwacht ein Wunsch in meiner Brust und ich gestehe ein.

Ref: Ich wollt, ich wär..

Donnerstag, 8. August 2013

Einzug



"So, ich bin fertig!", mein Göttergatte richtet sich auf. Die letzte Schraube ist angezogen, der Zaun des Außengeheges ist direkt mit dem Hühnerhäuschen verbunden. Da das neue Hühnerhäuschen jetzt nicht mehr in der Mitte des Geheges steht, sondern außen vor steht, wirkt das Außengehege viel größer. "Ich auch!", antworte ich und schaue noch mal in das Innere des Häuschens. Ein Besenstiel dient als Sitzstange, eine alte Holzkiste ist weich gefüllt, mit Stroh für die Eiablage und ein neuer Napf mit Körnerfutter steht bereit. Die Sonne scheint durch das offene Fenster und füllt das Haus mit Licht. Hübsch ist es geworden. Mein Kleiner steht neben mir und schaut neugierig in das neue Hühnerhaus hinein. "Mama, das ist aber toll! Warum kann ich das Haus denn nicht haben?!", mein Kleiner zieht eine Schnute. "Ach, Hase! Das geht doch nicht, wenn jetzt die Küken rüberkommen ist es viel zu eng im alten Haus!", antworte ich bestimmend. "Ja, ich weiß! Aber trotzdem!", mein Kleiner zuckt bedauernd die Schultern. Enttäuscht verabschiedet er sich: "Ich gehe wieder spielen!" "Husch, Husch!", mein Göttergatte hat währenddessen die Hühner durch den Garten zum Außengehege gescheucht und nun kommen sie laut protestierend an, "Rein mit euch!" Verdutzt bleiben sie direkt hinter dem Törchen stehen. Man kann förmlich sehen, wie sie die Neuerung in sich aufnehmen. Fridolin (leider immer noch sehr menschenscheu) macht mutig den Anfang. Vorsichtig geht er auf das neue Haus zu und legt seinen Kopf schief. Bei jedem Schritt wackelt sein Kamm. Hanni ist ihm direkt auf den Fersen und lugt vorsichtig hinter ihm hervor. Es scheint, als ob Fridolin sich innerlich strafft und mit einer kleiner Hüpferung springt er auf die neue Stiege. Dicht gefolgt von Hanni. Beide verschwinden im Haus. Nanni und Berta stehen ungläubig vor der Tür. Man hört im Haus ein eifriges Scharren und Picken, dann kommt Fridolin leise gackernd wieder raus. Aber die beiden anderen Hühner bleiben unbeeindruckt. Nun kommt Hanni wieder raus, auch sie flüstert ein paar Hühnerworte. Nicht's! Nanni und Berta stehen still. Dann plötzlich gibt Nanni sich einen Ruck und tippelt die Stiege hoch, ein überraschtes Gurren ist zu hören, dann hört man auch sie am Futternapf picken. Mein Göttergatte und ich grinsen uns an. "Und Berta?", frage ich leise. "Gib ihr Zeit. Das wird schon!", mein Göttergatte ist zuversichtlich. Zufrieden packen wir unser Arbeitszeug zusammen und mit einem letzten Blick auf das neue Hühnerhäuschen gehen wir zufrieden zum Hof zurück.

Altes, neues Hühnerhaus



Erinnert Ihr Euch? Vor geraumer Zeit hat mir eine liebe Freundin ihr Spielhäuschen angeboten, da ihre Jungs dafür schon zu groß geworden waren. Mein Göttergatte hatte dieses Spielhäuschen an dem Wochenende bei ihr abgeholt und schon mal bei uns deponiert, als ich mit den Jungs in Schwerin war. Letztes Wochenende hatten wir dann endlich Zeit dazu, das Spielhäuschen aufzubauen (Aufgabe meines Göttergatten) und ihm einen neuen Anstrich zu geben (meine Aufgabe). Wie kann es auch anders sein?! Ich habe mich für ein Schwedenrot für das Häuschen und und für ein Weiß für die Läden und die Tür entschieden. Nun ist aus dem Spielhäuschen ein Hühnerhäuschen geworden und meine Hühner können einziehen. Ich bin mal gespannt, wie sie ihr neues Heim finden.

Nochmals Danke, liebe Freundin!!

Mittwoch, 7. August 2013

Button vs. Magnet



"Mama! Komm mal eben rein! Hier ist was Komisches in der Küche!", mein Großer steht auf der Hoftreppe und ruft lauthals. "Moment, gleich!", rufe ich, ebenfalls lauthals zurück. Ich stehe nämlich am anderen Ende vom Garten und werkele am neuen Hühnerhaus rum. "Nein, jetzt. Ist dringend!", mein Großer hört sich auch dringlich an. Seufzend lasse ich alles stehen und liegen und eile zum Haus zurück. "Was ist denn, Schatz? Brennt es?!" "Na, klar.", antwortet mein Großer, "Da würde ich auch so gelassen rufen..!" "Nä, nä, nä!", ich schneide ihm eine Grimasse, "Was denn nun?!" "Tadaaaa!", mein Großer zeigt auf die Pinwand, "Die habe ich für dich gemacht! Das sind Buttons. Wir hatten heute in der Ferienbetreuung eine AG: Gaaanz viele bunte Buttons! Man konnte Pins daraus machen oder Magnete. Ich habe mich für Magnete entschieden!", mein Großer holt jetzt erst Luft. "Und... die sind mit Stoff bezogen!", beeilt er sich zu sagen, "Der sieht aus, wie der Stoff aus deinem Lieblingsladen, oder?!" Ich grinse ihn an: "Die Buttons sind supertoll. Vielen Dank!! Ich freue mich wirklich sehr darüber!" Ich lege meinen Arm um seine Schultern. Und ob er will oder nicht, drücke ich ihm einen Kuss auf die Schnute.

Dienstag, 6. August 2013

Let Me See Your Alligator

Da mein Göttergatte und ich nicht die ganzen Sommerferien freinehmen können, haben wir uns dazu entschlossen unsere Jungs bei einer Ferienbetreuung (bei uns hier, wird das von der Kirche organisiert) anzumelden. Jeden Tag, wenn der Ferienspass zu Ende geht, stellen sich alle Kinder und alle Betreuer in einem Kreis auf und machen eine Abschiedsrunde. Gestern waren mein Göttergatte und ich früher da und durften uns den Spaß anschauen:

Let Me See Your Alligator

Lead and follow song. 
One person leads the group responds.

Leader: Let me see your alligator
Group: What’s that you say?
Leader: I said, “Let me see your alligator"
Leader & Group: Oo-Ah, alligator


(extend arms fully in front and clap in a alligator mouth formation and continue until singing “back in line”)


Leader & Group: Oo-Ah one more time
Leader & Group: Oo-Ah alligator
Leader & Group: Oo-Ah back in line
Leader & Group: 5,6,7,8

(clap hands)

Es wurden alle möglichen Figuren nachgestellt: Ballerina, Schwarzenegger, Baum, "crazy gollum" oder das "funky chicken". Alle Kinder und Betreuer waren mit einem solchen Eifer dabei, dass man als Zuschauer gar nicht anderes machen konnte, als zu grinsen und mit zu wippen. Wenn das mal nicht zusammen schweißt! Eine tolle Verabschiedung für den Tag!

Montag, 5. August 2013

farm anatomy



Ich habe zum Geburtstag ein ganz wunderbares Buch geschenkt bekommen: "Farm anatomy, the curious parts and pieces of country life". Von Hühnerhaltung bis zum Gemüseanbau. Der Reiz des bäuerlichen Lebens wird in diesem Buch von der Künstlerin und Illustratorin Julia Rothman (ihr Atelier ist in Brooklyn) festgehalten und man erhält eine verlockende visuelle Anleitung des ländlichen Lebens. Man erfährt alles über Traktoren, Schweine und Schafe, über Zäune, Heuballen oder Werkzeuge. Die Autorin malt ein unterhaltsames und informatives Bild vom Leben auf dem Land. Man kann faszinierende Fakten auf jeder Seite entdecken: wie viele Eier ein Huhn legt, welche Rinderrassen es gibt oder wie man einen Bienenstock baut. Ein unwiderstehlich witzig gezeichnetes Buch, das durch seinen comic-haften Charme kleine und große Menschen anspricht. Ein kleines Kunstwerk eben, welches zur Selbstversorgung anregt!

Herzlichen Dank nochmal, lieber Lars!

Sonntag, 4. August 2013

Geh

GEH deinen Weg
und lass die Leute reden.

(Dante)

Ordnungsamt

"Hallo! Jemand da?", unsere Nachbarin zur Linken steht auf ihrem Mäuerchen und schaut über den Sichtschutzzaun, "Huhu?!" "Ja, ich bin hier!", mein Göttergatte erhebt sich von seinem selbstgebauten Gartenstuhl und mit einem fragenden Blick zu mir schlendert er zum Zaun. "Vorhin, als ihr nicht da wart, war jemand vom Ordnungsamt da!", erklärt ihm unsere Nachbarin. Ihr Mann klettert nun auch auf das Mäuerchen: "Ja, und er hat sich nach den Hühner erkundigt!" Jetzt werde ich auch hellhörig und belausche das Gespräch. "Ja?", fragt mein Göttergatte, "Was wollte er denn wissen?!" "Der Herr hat uns erzählt, dass es Beschwerden in der Nachbarschaft gibt. Leute aus der Parallelstraße haben sich wohl bei ihm beschwert. Die Hähne wären zu laut und würden schon um vier Uhr krähen.", weis unsere Nachbarin zu berichten. "Schatz, kommst du mal?!", mein Göttergatte erhebt seine Stimme. "Ja.", ich lege seufzend mein Buch zur Seite und begebe mich zu der kleinen Gruppe. "Hallo! Wann denn? Ich war doch den ganzen Tag hier?", fragend blicke ich die Beiden an. "Vor einer guten Stunde! Du warst bestimmt hinten im Garten.", überlegt unser Nachbar und fügt hinzu: "Aber ich habe direkt gesagt, dass das nicht euer Hahn sein kann. Erstmal hört er sich noch an wie ein hustendes Meerschweinchen und zweitens kann man ihn auch erst ab halb sechs Uhr hören!", mein Nachbar ist empört und ich staune. Mensch, da hatte ich die Beiden aber all die Jahre falsch eingeschätzt. "Ja, und ich habe gesagt, das eure Hühner eh nicht größer als eine Taube sind.", eifrig schaut uns unsere Nachbarin an. Ich schlucke: "Vielen Dank! Das war aber sehr nett von euch!" "Keine Ursache!", erwidert mein Nachbar, "Ich verstehe nicht, warum manche Menschen so doof sein können. Anstatt froh zu sein, dass es hier bei uns noch Natur gibt und es ein wenig ländlich ist, beschweren die sich auch noch bei Ordnungsamt!" Unsere Nachbarn schütteln verständnislos den Kopf. "Und was sollen wir jetzt tun?", verzweifelt schaue ich meinen Göttergatten an. "Nix!", sagt er und schüttelt den Kopf. "Genau!", werfen unsere Nachbarn ein, "Haltet erstmal die Füße still. Wenn es ernst wird, werden sich die vom Ordnungsamt bestimmt noch mal melden!" In dem Moment kommen meine Hühner um die Ecke und Fridolin wirft seinen Kopf zurück. Ein krächzendes und noch völlig unvollständiges "Kikeriki!" entspringt seiner Kehle und unsere Nachbarn und wir schauen uns erheitert an.

Samstag, 3. August 2013

Geburtstag



Ist es denn zu glauben? Schon wieder ist ein Jahr rum:
ich hatte Geburtstag!
Ich habe ganz wunderschöne Geschenke,
ganz herzliche Glückwünsche und ganz lieben Besuch bekommen.
Vielen Dank dafür!!

(Das hübsche, bunte Blumensträußchen aus dem Garten
und die selbstgenähte Tischdecke habe ich 
von meinem Schneiderlein bekommen. Allerliebst, gelle?!)

Heimfahrt

Leider geht auch die schönste Zeit zu Ende und wir müssen uns schweren Herzens verabschieden. Allen ist das Herz schwer und gerade die Großen möchten am liebsten ihre gesamten Ferien im Bootshaus verbringen. Nur mein Kleiner freut sich dolle auf zu Hause und auf seinen Papi. Wir verabschieden uns mit vielen Umarmungen und wortreichen Beteuerungen, wie schön es doch war (und das ist echt nicht gelogen.. lach!) und hoffen, dass wir alle uns bald wiedersehen. Schauen noch mal auf den glitzernden See und steigen in das aufgeheizte Auto ein. Tagelang hat es unbenutzt in der brennenden Sonne gestanden. Meine schwangere Amsel schaltet die Klimaanlage an und auf geht es. Nach anfänglichen lauten Geplapper werden die Kinder allmählich ruhiger und nach einer Weile hört man gar nichts mehr. Ich drehe mich zu den Kindern um und grinse. Alle drei (Großer, Kleiner, Lili-Maus) haben ihren Kopf zur Seite gelegt und schlafen mit geöffnetem Mund. Lili's Kopf fällt immer wieder gegen die Autoscheibe, bis sie im Schlaf eine bessere Position findet. Erschöpft sehen sie aus, aber sehr glücklich! Leise unterhalten meine Freundin und ich uns, bis die Rasselbande nach anderthalb Stunden wieder erfrischt aufwacht. Nach insgesamt sechs Stunden Fahrzeit sind wir dann endlich wieder zu Hause und nehmen die glücklichen Momente mit in unsere Erinnerung.

Freitag, 2. August 2013

Am, im oder auf dem Wasser!

"Na, heute Morgen ist es aber still hier?", unsere Gastgeberin sieht uns Muttis grinsend an, "Wo sind die Lütten??!" Meine Freundin sieht mich amüsiert an. "Noch oben!" informiere ich sie knapp, "Die können nicht mehr! Die sind total geschafft!" "Den ganzen Tag am, im oder auf dem Wasser! Das schlaucht wohl!", ergänzt meine schwangere Amsel. In diesem Moment hört man oben im Bootshaus leise Kinderstimme durch die geöffnete Balkontür, unsere beiden Kleinen unterhalten sich. Mein Großer kommt langsam die Treppe vom Bootshaus runter geschlichen. Seine langen Haare stehen in allen Richtungen ab, einbissel heller sind sie hier geworden, blonde Strähnchen durchziehen seinen wuscheligen Haarschopf. "Morgen!" er gähnt verstohlen. Seine Augen sind vom vielen Wasser und vom "viel-zu-spät-ins-Bett-gehen" gerötet, aber seine braunen Beine stecken schon wieder in seinen Badeshorts. "Morgähn!" antworten wir drei wie aus einem Munde. Er läuft an uns vorbei und springt mit einem gekonnten Köpper in den See.

Donnerstag, 1. August 2013

Köpper

"Hände über den Kopf, dann nach vorne beugen und ins Wasser fallen lassen. Augen zu. Guck, dass du nicht gerade auf dem Gesicht aufschlägst!", unser netter Gastgeber erklärt meinem Großen, wie man einen perfekten Köpper macht. Mein Großer befolgt seine Anweisungen. Mit einem großen Platscher landet er im Wasser. Immer und immer wieder klettert er wieder über die Leiter auf den Steg und unser Gastgeber korrigiert seine Haltung. "Er soll es mal aus der Hocke versuchen!", unsere Gastgeberin mischt sich ein. Auch das macht mein Großer. "Ja, es wird besser!" Mein Großer übt und übt. Dann auf einmal klappt es, ohne großartig zu spritzen verschwindet er kopfüber im See. "Jetzt kannst du dich beim Vorbeugen noch mit den Füßen abstoßen. Dann bekommst du mehr Höhe!" Unermüdlich probiert mein Großer seinen Köpper. Ein halber Nachmittag vergeht, aber am Ende kann mein Großer einen perfekten Köpper. 

40 Grad

"Mama, guck mal!", mein Kleiner kommt über den Steg gelaufen. In der Hand hält er ein Thermometer. "Wir haben heute 40 Grad!" Ich nehme ihm das Thermometer ab und schaue darauf. "Tatsächlich! Hing das Thermometer im Schatten oder in der Sonne?", fragend schaue ich meinen Kleinen an. "Im Schatten!", mein Kleiner ist über seine Entdeckung entzückt, "So warm war es noch nie, oder?" Ich gebe ihm einen Kuss auf die Stirn und sage: "Doch, in dem Sommer als du geboren wurdest!" Wir legen das Thermometer vorsichtig in die Sonne und der Strich wandert weiter nach oben. Bei 47 Grad, entscheide ich: "So, jetzt bring das Thermometer mal wieder zurück und dann gehen wir nochmal ins Wasser!" Puh, was für eine Hitze!