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Mittwoch, 31. Juli 2013

Motorboot



"Sollen wir gleich mal raus fahren!", unser netter Gastgeber sieht uns alle lächelnd an. "Oh, ja!" "Ja, bitte!" "Das wäre toll!" tönt es von allen Seiten. "Na, dann man los!", grinst er und scheucht uns alle auf das Boot. Welch' Aufregung! Die Kinder plappern wild durcheinander und meine Freundinnen und ich lächeln liebevoll in ihre Richtung. "Ach, wie herrlich!!", genüsslich seufzend setze ich mich auf die Rückbank, während die Kinder sich auf das Bug setzen. Meine schwangere Amsel sucht sich einen gemütlichen Platz im Schatten und unsere Gastgeberin setzt sich plaudernd neben sie. Auf geht's: Unser Gastgeber schmeißt den Motor an und wir sausen auf den offenen See, der Sonne entgegen. Es ist herrlich: die Sonne scheint heiß, das Wasser glitzert und der Fahrtwind pfeift kühlend durch die Haare!! Alle sind bestens gelaunt, sogar mein Kleiner verliert seine Angst. Jedes Kind darf mal das Boot steuern und es ist einfach wunderbar zu sehen, welchen Spaß sie daran haben und wie stolz sie darüber sind. Wir fahren durch verschiedene Kanäle und Seen. Schweriner See, Ziegelinnensee und Ziegelaussensee. Nach einer Weile steuern wir ein Lokal direkt am Paulsdamm an und machen eine kleine "Pommes-Rot-Weiß-Pause", dann geht es weiter. In Sichtweite vom Schweriner Schloss ankern wir und hüpfen vom Boot aus ins tiefe Wasser. Mein Kleiner beobachtet aufmerksam das Unterwasserradar (oder heißt das dann Sonar?) und ruft: "Direkt unter uns ist ein gaaanz großer Schwarm Fische. Riiiiesen Dinger!" Lili-Maus quietscht vor Schreck, paddelt dann aber doch unerschrocken weiter. "Das sind bestimmt Barsche!", klärt uns unser Gastgeber auf, "Aber die sind weit unter uns. Hier ist eine Wassertiefe von 12 m!" Nachdem alle erfrischt sind, geht es wieder Richtung Bootshaus. Ein schöner Tag auf dem Wasser geht zu Ende. Welch' pures Vergnügen! 

Dienstag, 30. Juli 2013

Achtung!

ACHTUNG! 
Lächeln ist ansteckend.

(Unbekannt)

Schnappatmung

"Mama! Guck mal!", mein Großer steht auf dem Balkon vom Bootshaus und winkt mir lachend zu. Der Balkon hat noch kein Geländer, da das Bootshaus erst kürzlich komplett renoviert wurde. Er nimmt Anlauf und springt vom Balkon aus, zwischen zwei Stege, in den See. Mir setzt der Atem aus: drei Meter mindestens ist der Balkon vom Wasser entfernt und die Stege sind sehr nah beieinander. Unser Gastgeber sieht mich beruhigend an: "Alles gut!" und unsere zierliche Gastgeberin schlägt mir lachend auf die Schultern: "Na, Schnappatmung?!" Ich hole Luft, grinse verlegen und nicke zustimmend.

Montag, 29. Juli 2013

Arschbombe




Letzten Donnerstag sind meine Jungs und ich mit einer lieben (hochschwangeren) Freundin und deren großen Tochter (die Kleine ist bei Papa geblieben) nach Schwerin gefahren - Freunde besuchen. Unsere Freunde haben in Schwerin ein Bootshaus direkt am Ziegelsee. Kein Hausboot, nein ein Boothaus! Nach einer schier endlos langen Autofahrt sind wir endlich angekommen. Was für ein herzliches Willkommen!! Wir sehen uns zwar nicht oft, aber wir haben immer das Gefühl, dass es so wäre. Drücker hier, Küsschen da! Ein fröhliches Geschnatter! Es ist zwar schon spät am Abend, aber wir lassen es uns nicht nehmen, uns im kühlen Nass zu erfrischen. Die Kinder springen direkt vom Steg aus ins Wasser. "Arschbombe!!", mein Großer läuft rufend den Steg entlang und Lili-Maus ist ihm dicht auf den Fersen. "Das sagt man nicht!", empört sie sich und platscht nur wenige Sekunden später im Wasser auf. Mein Kleiner steht zögerlich hinter mir: "Mama, kann ich da stehen?!" Unser Gastgeber lacht und sagt: "Nein, hier geht es vier Meter runter, da kannst du einen Köpper reinmachen!" Aufmuntert lächelt er meinen Kleinen an. Leider genau die falschen Worte, mein Kleiner schluckt und schiebt die Unterlippe nach vorne: "Ich kann da nicht stehen?!" Schutz suchend greift er nach mein Hand: "Mama, gehst du mit rein!" "Na, klar!", antworte ich und ziehe ihm seine alten Schwimmflügel an. "Aber Mama, ich bin doch schon viel groß dafür!", protestiert er. "Ja?!", frage ich ihn, "Und wie willst du dann über Wasser bleiben?!" Er schluckt wieder: "Na, gut!" Währenddessen sind mein Großer und Lili-Maus schon ein Dutzend Mal mit einer Arschbombe ins Wasser gesprungen, aber die Diskussion über das böse Wort ist noch voll im Gange. Schließlich mische ich mich ein: "Lili-Maus! Was würdest du denn sagen?!" Überrascht sieht sie mich an, dann lächelt sie über ihr ganzes niedliches Gesicht, nimmt Anlauf und mit einem lautem "Aaarschbooommbeee!!!" versinkt sie in den Fluten.

Sonntag, 28. Juli 2013

Graben

Wenn du in einem Loch sitzt,
musst du zuerst mit dem Graben aufhören.

(Aus Japan)

Samstag, 27. Juli 2013

Küken-Alarm

Es wird Zeit! Die Küken sind jetzt neun Wochen alt und ich weiß, dass mein freundliche Hühner-Nachbar darauf wartet, das ich sie zu mir rüber hole. Geplant war es ja, das sie in das ehemalige Spielehäuschen einziehen. Aber mein lieber Göttergatte und ich haben es bisher nicht geschafft, es im Schrebergarten meiner Freundin abzuholen und hier bei uns aufzubauen. Ich habe schon ein gaanz schlechtes Gewissen, aber jetzt am Wochenende will mein Göttergatte durchstarten. Ich hoffe, alles klappt reibungslos und die zwei Hähnchen vertragen sich auch. So richtig wohl, ist mir bei diesem Gedanken nicht!! Also, nochmal: Wer möchte ein bildschönes neun Wochen altes Chabohähnchen in seine Obhut nehmen? Bitte melden!

Freitag, 26. Juli 2013

Giraffenaffen



Kennt Ihr eigentlich die Musik-CD für Kinder Giraffenaffen? Es ist eine CD, die nicht nur den Kinder Spaß macht, sondern der ganzen Familie. Eine Musik-CD, die althergebrachte Kinderlieder im modernen Sound präsentiert. Siebzehn kunterbunte, zu Späßen aufgelegte und erstaunlich einfühlsame Kinderlieder - einfach eine super Mit-Schmetter-CD!
Für Giraffenaffen haben sich ganz bekannte Musiker hingesetzt und zum ersten Mal ihre besten Ideen an ihren eigenen Lieblingsliedern umgesetzt. Aus Klassikern wie „Der Mond ist aufgegangen“, „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ oder „Der, die, das“ wurden Hits für Kleine und Große gemacht. Ob Jazzmusiker Götz Alsmann, Rapper wie Thomas D und Dendemann, Popkünstler wie Chima, Lena und Annett Louisan und angesagte Bands wie The BossHoss und Culcha Candela, die alle sind mit von der Partie. Roger Cicero war sogar so begeistert, dass er es sich nicht hat nehmen lassen, neben der pfiffigen Swing-Version von „Die Affen rasen durch den Wald“ auch den Titelsong „Wir sind da (Giraffenaffensong)“ mit zu schreiben. Also kein Wunder, wenn bei diesem Album nicht nur die Kids, sondern auch Mama, Papa, Oma und Opa gerne zuhören. Besonders schön: ein Teil der Einnahmen von Giraffenaffen geht an das Kinder- und Jugendwerk „Die ARCHE“ e.V., dessen Ziel es ist, Kinder von der Straße zu holen und sie wieder ins Zentrum der Gesellschaft zu stellen. Die Einrichtungen bieten tägliche Mahlzeiten, Hausaufgabenhilfe, Sport- und Musikangebote und vor allem ganz viel Aufmerksamkeit. Für uns, als Singefamilie, ist diese CD ein echter Geheimtipp gewesen. Beide Daumen hoch!! Unser Lieblingslied ist übrigens " Hätt' ich dich heut' erwartet, hätt' ich Kuchen da" von Thomas D. und Roman Lob! Einfach klasse!!

„Großartig, alle Songs klingen
vertraut und sind doch ganz neu.“

Donnerstag, 25. Juli 2013

Kitsch-Roman

Habt Ihr das auch schon erlebt? Das Ihr Euch in eine Roman-Figur verliebt habt?! Bei mir war es vor ca. 15 Jahren so. Mein Held hieß Jamie Fraser. Ein raubeiniger, hochgewachsener, rothaariger Schotte, der im Jahr 1743 in Schottland lebt und sein großes Herz einer Zeitreisenden schenkt. Claire. Claire eine junge Frau, aus den 50iger Jahren, gelangt durch einen Steinkreis in das eigentlich schon längst vergangene Schottland. Man kann förmlich ihre Ungläubigkeit fühlen. Und ihre große Verwirrung und Verzweiflung nachempfinden, als sie ihre Zeitreise realisiert. Jamie taucht in der Geschichte zuerst als Freund auf, den Claire dann gegen ihren Willen heiraten muss. Natürlich ist schon hier eine leise erotische Spannung zwischen den Beiden zu spüren und man fiebert mit, wann die Beiden endlich zu einander finden. Das Ganze ist eingebettet in eine großartige Beschreibung der rauhen, schottischen Landschaft und man landet staunend auf der alten Festung "Burg Leoch". Dort erwarten Einen allerlei grobschlächtige Gestalten: Colum, Dougal, Murtagh, Rupert, Mrs FitzGibbons, Geilis Duncan, Laoghaire, den alten Alex, Ned Gowan und Father Bain. Man kann das Leben dort förmlich riechen. Durch alle Intrigen, Verwirrungen und tödlichen Gefahren trägt Jamie die Frau seines Herzens auf Händen und man bedauert nicht an ihrer Stelle zu sein. Ein wunderbarer, romantischer, opulenter und auch spannender Roman mit schönen, farbigen Hintergrund. Für Schottland- und Kitsch-Roman-Liebhabern (und hier ist "Kitsch" wirklich nicht böse gemeint) ein Muss! Ich habe alle Bände mehrfach gelesen und bin immer wieder davon gefesselt. Von Diana Gabaldon.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Wasser trinken


Es ist Hochsommer und endlich ist es sogar richtig heiß. Jetzt ist eine Abkühlung willkommen. Mit einem großen Glas Wasser geht das ganz prima. Ja, ich weiß! Das klingt vielleicht langweilig, ist aber das Beste gegen die Wärme. Aber bitte nicht das Wasser eiskalt trinken, sondern nur kühl. Denn je kälter das Getränk ist, umso mehr muss der Körper arbeiten, um es auf Körpertemperatur zu bringen. Das strengt an, treibt den Blutdruck in die Höhe (und das wäre bei mir zum Beispiel fatal!) und lässt uns am Ende noch mehr schwitzen. An normalen Tagen brauchen wir rund eineinhalb Liter Wasser. Dazu kommt noch die Flüssigkeit aus dem Essen. Jeder Mensch verliert im Laufe des Tages etwas mehr als zwei Liter Flüssigkeit, die aufgefüllt werden müssen. Wenn es so warm ist, wie im Moment, ist natürlich auch der Verlust viel größer. Wichtig ist übrigens, über den Tag verteilt zu trinken und nicht erst am Abend alles in sich hineinzuschütten. Auch erst zu trinken, wenn der Durst da ist, ist eigentlich zu spät. Besser ist es zu trinken, bevor der Durst kommt. Das gilt ganz besonders für Alle, die das regelmäßige Trinken mitunter vergessen (so wie ich). Deshalb: Vorbereitung ist alles! Stellt Euch ein Flasche Wasser oder ein großes Glas deutlich sichtbar auf den Tisch, damit Ihr erinnert werdet. Zum Wohl!!

Dienstag, 23. Juli 2013

Muschel



Das Wichtigste im Leben finden wir
nicht etwa durch intensive Suche,
sondern so, wie man etwa eine
MUSCHEL am Strand findet.
Im Grunde findet es uns.

(Unbekannt)

Ferien

Nun ist mein dunkles, altes Haus
Voll Sonnenschein!
Die Kinder fliegen ein und aus
Wie Vögelein,
Sie sitzen hungrig um den Tisch
Und zwitschern laut, wie klingts so frisch
Und rein!
Ich steh inmitten voller Lust -
Hab ich doch selber kaum gewußt,
Daß um mein stilles Leben her
So helle Zukunftshoffnung wär!


(Anna Ritter)

Montag, 22. Juli 2013

Platten

"Huch, was war das denn?", erschrocken blicke ich meinen Göttergatten an. Wir sind auf dem Heimweg von "Klein Zwitserland"  und fahren mit schneller Geschwindigkeit über die Autobahn. "Papa, was war das?", tönt es zweistimmig von der hinteren Sitzbank. "Da lag wohl was auf der Straße. Das kommt schon mal vor!", mein Göttergatte beruhigt uns. "Das hat aber geknallt!", ruft mein Kleiner. "Ja, das richtig gescheppert, wie Metall!", beteiligt sich mein Großer. Wir beruhigen uns wieder und singen lauthals "Pippi Langstrumpf's Seeräuberopa Fabian" von Lena mit. Auf einmal wird mein Göttergatte unruhig, ich schaue spontan in den Rückspiegel und bekomme es mit der Angst zu tun. Unser Auto qualmt fürchterlich. Vorbei rasende Autos betätigen die Lichthupe und blenden auf. Mein Göttergatte lenkt unser Auto souverän auf den Seitenstreifen, der "Gott sei Dank" im Schatten liegt. "Wir haben einen Platten!", erklärt er uns betont ruhig. Die Kinder schauen uns erschrocken an. "Ihr Kinder bleibt sitzen. Keiner steht auf, habt ihr mich verstanden?!", mit ernster Stimme und Miene erteilt mein Göttergatte Anweisungen. "Ja, Papa!", beide Jungs machen keinen Mucks. Während mein Göttergatte im Schweiße seines Angesicht, den heißen und stinkenden Reifen wechselt, behalte ich die Autobahn im Auge. Die Fahrbahn flimmert richtig, so heiß ist es noch, obwohl es schon 18 Uhr ist. "Whupp, Whupp!", macht es immer wieder, wenn ein Auto vorüber rast und mir ist ganz schön mulmig zumute. Es dauert wahrscheinlich gar nicht so lange, aber für mich fühlt es sich wie eine kleine Ewigkeit an. Endlich ist der Reifen gewechselt und wir machen uns wieder auf den Heimweg. Beide Jungs (und ich bestimmt auch) sind einbissel blass um die Nase. Die Anspannung löst sich und mein Kleiner plappert sofort los. Mein Großer sagt erstmal nichts und mein Göttergatte wischt sich den Schweiß aus dem Gesicht. Puh! Eine Baustellen-Schraube von ca. 20 cm Länge und 3 cm Durchmesser hatte sich in die Verkleidung unseres Autos gefressen und langsam, aber stetig den Reifen aufgeschlitzt. Da haben wir aber Glück gehabt!

Klein Zwitserland

Passend zum Sommerferienanfang heute mal ein Ausflugstipp, den ich wirklich nur empfehlen kann. Gestern bei Außentemperaturen von über 34 Grad waren wir das erste Mal dort und ich muss sagen, es war wirklich klasse. "Klein-Zwitserland" so hieß gestern unser Ziel. "Klein Zwitserland" ist ein großer Outdoor-Spielplatz im nahen niederländischen Grenzgebiet, mit wirklich vielen "Selbermach"-Attraktionen. Immer wieder findet man neue Spieleinseln und Herausforderungen. Ob Riesenrutschen, Klettergerüste oder Schaukeln. Alles ist liebevoll gepflegt und das Beste: "Klein Zwitserland" liegt in einem wunderbaren Natur-Wald. Den ganzen Tag über wurden wir von hohen Bäumen beschirmt und konnten so, den heißen Tag ohne zu stöhnen auch aktiv draußen verbringen. Was konnte man noch alles sehen? Es gab eine Goldschürfermine (wunderbar, um sich kurz abzukühlen), eine Greifvogel-Show, ein Malatelier mitten auf einer Waldlichtung und das Beste, natürlich zum Schluss: für die Kinder gab es auch noch ein Schwimmbad. Das an einem so heißen Tag natürlich auch jauchzend benutzt wurde. Wir waren mit sechs Erwachsenen und mit sieben Kindern, im Alter von 4 - 11 Jahren dort (Jungs und Mädchen) und alle waren mehr als zufrieden und entspannt. Ein wirklich schöner Speelpark für kleine und großer Abenteuerer!

Sommerferien

Hier bei uns am linken Niederrhein fangen ab heute die Sommerferien an. Und was soll ich sagen? In den nächsten sechs Wochen werde ich bestimmt nicht so ausführlich posten (oder sagt man da bloggen?) wie Ihr es gewohnt seid. Denn wir haben viel vor: Schwimmen, Matschen, Toben, Fahrrad fahren, Spielen, keine Hausaufgaben, einfach mal zu Hause sein oder einen Ausflug machen. Jiippiihh!! Sommerferien wir kommen!!

Sonntag, 21. Juli 2013

Sommerhitze

Kinder, ist das eine Hitze!
Kinder, ist das heute heiß!
Nur zwei Sachen gibt’s die nützen:
Baden gehen oder Eis.

Beides ist nicht zu verachten.
Wüsst’ ich doch was besser tät,
wenn man Eis kauft oder lieber
für das Geld ins Schwimmbad geht!

An’ner Waffel lutsch’ ich höchsten
zehn Minuten, das ist klar!
Doch wie kühlend ist es, wenn ich
lange Zeit im Wasser war!

Darum nur nicht lang gefackelt, 
schnell die Badehose her!
Ist auch unser kleines Schwimmbad
leider nicht das große Meer.

Ah, macht das Baden Freude!
Hitze? Pah, was stört uns die!
Und wir brausen, schwimmen, spritzen,
springen, tauchen wie noch nie.

Über Wasser, unter Wasser!
Nur recht kräftig Luft geschnappt.
Ja, sogar vom Brett zu springen,
hat heut endlich gut geklappt.

Morgen gehen wir wieder baden -
und der Winter ist so weit!
Sonnenschein und Wasser planschen!
Herrlich ist die Ferienzeit! 

(Christel Süßmann)

Mit geöffneten Fenstern

Langsam werde ich wach und genießerisch strecke ich mit in meinem Bett aus. Eine kühle Brise weht herein und streichelt angenehm über unsere schlafwarmen Körper. (Nee, keine Angst, es wird nicht schlimmer.. grins!) Die meisten Vögel singen schon ihr Morgenlied. Der Tag beginnt. Ein verschlafener Blick aus dem Fenster zeigt mir, dass es wieder ein sehr warmer Tag werden wird. Ich weiß nicht, wie Ihr mit der Sommerhitze umgeht, aber wir versuchen, den Sommer über, aus unserem Haus eine kühle Oase zu machen. Erst wenn die große Hitze des Tages zu Ende geht, werden bei uns die Rollos hochgezogen und die Fenster geöffnet. Wir sperren über Tag die Sonne einfach aus, und somit natürlich auch die Wärme. Geschlafen wird mit geöffneten Fenstern, damit die nächtliche Kühle einziehen und man nachts auch zur Ruhe kommen kann.

Schatten

Wende dein Gesicht
der Sonne zu,
so fallen die SCHATTEN
hinter dich.

(Aus Thailand)

Samstag, 20. Juli 2013

Spenden

"Guten Tag, wir sind vom Wanderzirkus.", eine hübsche, junge, dunkelhäutige Frau steht vor meiner Haustür, "Wir sammeln Spenden für unsere Tiere und für unsere Kinder." Ich schaue sie prüfend an. Dem letzten Mitarbeiter vom Wanderzirkus habe ich einfach zwei Kilo Futtermöhren in die Hände gedrückt, aber im Moment habe ich keine vorrätig. Es ist gar nicht so einfach "Nein!" zu sagen, denke ich. Aber irgendwie sagt mir mein Gefühl, hier stimmt was nicht. Ich murmle eine Entschuldigung und schließe die Tür. Doch es plagt mich mein schlechtes Gewissen, also greife ich nach meine Portmonnaie und  hole mein Kleingeld heraus. Ich eile zur Tür um mein Gewissen zu beruhigen. Ich gehe auf den Gehweg und schaue nach links und rechts. Doch vergebens, die junge Frau ist nirgendwo mehr zu sehen. "Egal! Das war eh nicht koscher!", versuche ich mir einzureden, aber mein schlechtes Gewissen bleibt.

Zelten im Garten



"Mama, es ist so warm in unserem Zimmer. Können wir heute Nacht im Garten zelten?!", meine Jungs stehen bittend vor mir. "Von mir aus!", antworte ich und begebe mich auf den Dachboden, um unser Pop-up-Zelt herunterzuholen. Dieses Zelt ist einfach genial. Man nimmt es aus der Hülle und wirft es in die Luft, es macht plopp und schon ist es aufgebaut. Einfach klasse! Jetzt müssen nur die Heringe in den Boden gerammt werden und die Jungs können mit Luftmatratze und Schlafsack einziehen. Was für ein kleines Abenteuer!

Freitag, 19. Juli 2013

Kistenklettern

Material:
Leere Cola- oder Bierkisten
Gurte, Kletterseile, Karabinerhaken


Man muss einen hohen Baum mit einem stabilen Ast aussuchen. Der Ast sollte weit genug herausragen, so dass genügend Abstand zum Stamm besteht. Ebenfalls sollte man auf hervorstehende Unebenheiten an dem Ast achten. Das Seil muss sauber über den Ast laufen können. Sollte es andere Möglichkeiten geben das Sicherungsseil in ausreichender Höhe zu befestigen - um so besser!
Man muss noch ein zweites Seil am Baum befestigen, um später die Kisten nach oben ziehen zu können.
Besonders wichtig sind passende Kletter-Gurte!
Die ersten zwei bis drei Kisten werden umgedreht übereinander auf den Boden gestellt. Die Aussparungen an den Kisten dienen als Kletterwand. Die Technik beim besteht darin, den Schwerpunkt des Körpers über dem Mittelpunkt der Kisten zu balancieren. Am besten klettert man über Eck. Der Kletterer stapelt nun nach und nach die Kisten unter sich. Wichtig ist dabei, dass die Kisten auch richtig ineinander rasten.


Ein riesen Spaß für alle, die gerne ihr Geschick unter Beweis stellen, denn irgendwann wird es einfach zu wackelig. Also, den Jungs aus der 5a hat die Sache anscheinend sehr gut gefallen...

Schulwandertag

Mein Großer kommt völlig erschöpft die Hoftreppe raufgeschnaubt. Seine Haare sind nass geschwitzt und sein Gesicht ist hinter all dem Dreck knallrot. "Mama, das war toll!" Er lässt sich auf die Küchenbank fallen. "Das sehe ich!", erwidere ich und schaue ihn prüfend an, "Alles ok?" "Na, klar!', er sieht kaputt, aber zufrieden aus. "Ich habe zwei Bienenstiche, am Po und am Bein!" Ich schlage innerlich die Hände über dem Kopf zusammen. Mein Großer schmeißt seine Wanderstiefel von sich und der Duft der großen weiten Welt erfüllt die Küche. "Puh!", sagt mein Großer, "Ich gehe erstmal duschen!" Während des Duschens erzählt er: "Wir haben Stöcke für das Lagerfeuer gesucht und Einer hat wohl die Bienen nicht gesehen und sie aufgescheucht! Wir sind gerannt, Mama!! Niklas haben sie in den Kopf gestochen. Das muss wehgetan haben." Ich bin ganz erschrocken und sage erstmal nix. Mein Großer plappert weiter: "Wie gut, dass du nicht mit warst. Du hättest ins Krankenhaus gemusst." Völlig unbeeindruckt erzählt er weiter: "Wir haben auch noch Kistenklettern gespielt. Ich bin als erster auf 10 Kisten gewesen. Das hat  vielleicht gewackelt!" Ich schlucke, atme tief aus und sage: "Wow, dann hattest du ja einen riesen Spass!!" Mein Großer strahlt mich, unter einem Schaumirokesen, an: "Nicht nur ich! Die ganze Klasse!"

Donnerstag, 18. Juli 2013

Bürohunde



Darf ich Euch meine neuen Kollegen vorstellen? Spencer und Luke. Zwei liebenswerte Irische Wolfshunde oder Englisch Irish Wolfhound (irisch: cú faoil ˈkuː ˈfˠiːlʲ). Sind sie nicht einfach wunderbar? Als meine Chefin mich zum Vorstellungsgespräch bat, fragte sie mich ganz unscheinbar: "Haben Sie Angst vor Hunden?" Als ich das verneinte, fügte sie hinzu: "Auch nicht vor Großen?" Auch das verneinte ich. Als ich dann das erste Mal durch die Tür ins Büro kam und mich die Beiden direkt stürmisch, aber freundlich begrüßten, musste ich doch laut lachen. Ich begrüßte die Beiden mit einem: "Na, ihr seid aber wirklich groß!" Ich kann Spencer (das ist der Graue) wirklich fast in die Augen schauen. Wenn ich ihm über dem Kopf streicheln will, muss ich meine Hand anheben. Und ich muss wirklich sagen, ich bin froh, dass mich die Hunde gut leiden können.. grins!! Denn sogar ich, als Hundefreund, habe manchmal Muffensausen!

Sommerferien

Nur noch Heute und Morgen und dann sind endlich SOMMERFERIEN. Meine Jungs können es fast gar nicht mehr abwarten. Ich kann es ihnen gut nachfühlen, auch wenn es für mich noch drei Wochen dauert bis zum Urlaub. Aber schon alleine der Gedanke "Keine Hausaufgabenbetreuung!" macht mein Herz leicht.. lach!!

Sommerfrische

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß, 
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut,  der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.

    
Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser.
Weil's wohltut, weil's frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir,  dann spiel,  was dir kommt.

    
Und lass deine Melodien lenken 
Von dem freigegebenen Wolkengezupf. 
Vergiss dich.  Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.


(Joachim Ringelnatz)

Mittwoch, 17. Juli 2013

Kein Frosch

Kein Frosch trinkt den Teich aus,
in dem er lebt.

(Indianische Weisheit)

Wasserspiele

Wir sitzen am Frühstückstisch. "Mama, gestern bei den Pfadfindern war es wieder richtig cool!", mein Großer schaut mich mit blitzenden Augen an. "Ja?!", frage ich interessiert, "Was habt ihr den Schönes gemacht?" "Wir haben gestern nur Wasserspiele gespielt: Zuerst haben wir, immer zwei gegen zwei, mit Wasserpistolen Kerzen ausgeschossen!" "Können wir das heute Nachmittag auch mal machen, Mama?", wirft mein Kleiner aufgeregt ein. Ich lächle ihn an, aber bleibe im Gespräch bei meinem Großen: "Wow! Ja, das glaube ich, dass das cool war!" "Ja, war es auch!", mein Großer nickt begeistert, "Und dann haben wir auch noch Äpfel aus einem Bottich geangelt." "Hä?? Wie geht das denn?", will mein Kleiner wissen. Mein Großer wendet sich ihm zu: " Also, man hat da eine große Wanne, in der ist Wasser drin. Und natürlich Äpfel. Auf ein Kommando hin, muss man mit dem Mund die Äpfel aus dem Wasser angeln. Auch immer zwei Kinder gegeneinander. Wenn man einen Apfel hat, muss man ihn nach hinten durch geben. Dann ist nächste Kind dran. Die Gruppe, die am schnellsten durch ist, hat gewonnen!" "Toll!", mein Kleiner ist begeistert, "Mama, können wir das heute Nachmittag dann auch machen?!" "Oh, ja!" mein Großer nickt heftig, "Aber dann nur Mann gegen Mann! Und Mama stell dir vor: der Domenic hatte meine Haare im Mund!", mein Großer kichert. Ich lache und kräusel dabei meine Nase: "Das war aber nicht so schön für ihn, oder?!" Mein Großer zuckt grinsend mit den Schultern: "Egal... Aber es war echt lustig!"

Dienstag, 16. Juli 2013

Schatten gesucht

Meine Wäsche weht fröhlich im Wind und trocknet so schnell, man kann ihr förmlich dabei zu sehen. Aber was ist das? Im Schatten eines großen Handtuches liegt ein Wildkaninchen ganz platt auf der Wiese und während es sich da so lümmelt, mümmelt es an meine Wildkräuter-Wiese herum. Denn meine Wildkräuter-Wiese verläuft direkt hinter meiner Wäscheleine, damit die Wäsche auch schön duftet. So ein mutiges und schlaues Kaninchen, traut sich bis ganz nach vorne in den Hof und nutzt dann auch noch meine Wäsche als Schattenspender, um wie ein Römer zu speisen.. lach!! Na, dann: Guten Appetit!

Stille im Garten

Mir ist aufgefallen, dass ich schon oft geschrieben habe: "Still ist es im Garten.." Welch' trügliche Formulierung! Stille im Garten - nein, die gibt es nicht. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, im Garten ist immer etwas zu hören. Morgens schon ganz in der Frühe singt die Drossel ihr erstes Lied, und der Hahn von nebenan steigt ein. Nacheinander wachen all' die anderen Vögel auf: das Rotkehlchen, die Amsel, der Zaunkönig, die Meise und die Finken. Und sie alle begrüßen den Tag mit ihrem Lied. So geht es dann den ganzen Tag, immer wieder ist ein Zwitschern zu hören. Unsere Hühner hört man so gegen 05:30 Uhr das erste Mal. Was ist noch zu hören? Bienen und Hummeln summen, sobald die Sonne warm genug scheint. Und auch das Brummen und Zirpen anderer Insekten ist zu hören. Wenn es windig ist, rauschen die alten Nadelbäume und die junge Birke säuselt im Wind. Man hört Hunde bellen, Mäuse piepen und Kaninchen klopfen. Im Laufe des Tages kommen noch alltägliche Geräusche hinzu: Nachbarn unterhalten sich, hier und da hört man einen Rasenmäher, oder eine Motorsäge. Kinderstimmen aus den anderen Gärten schwappen rüber und man hört, wenn auch in der Ferne, Autos vorüberfahren. Wenn es dann dunkel wird, nehmen die Geräusche ab. Die Fledermäuse fliegen, für uns lautlos, über den Garten. Überall raschelt es, der Tag geht zu Ende und die Nacht beginnt. Jetzt hört man den Igel laut schnaufen und schmatzen, Katzen streiten sich und Nachtvögel schreien hier und da mal kurz auf. Nein, im Garten ist es niemals still, man muss nur genau hinhören!

Der stille Garten

Wie gefangen liegt die Sonne
Hier in meinem kleinen Garten,
Wo zu immer neuer Wonne
Tausend Wunder auf mich warten.

Fühle von der Welt da draußen
Nichts mehr hinter seiner Türe,
Laß die Stürme all' verbrausen;
Keiner, der ans Herz mir rühre.

Nur den Mond noch und die Sterne
Laß ich in den Garten sehen,
Und so darf ich in die Ferne
Lauter goldne Wege gehen.

-Karl Ernst Knodt-

Montag, 15. Juli 2013

Lächeln

Lächeln ist 
das Kleingeld des Glücks.

(Heinz Rühmann)

Badetag

"Was hast du denn vor?", frage ich erstaunt meinen Göttergatten. Er trägt, obwohl es Sonntag ist, seine Arbeitssachen. "Ich reinige den Brunnen. Durch die Sonneneinstrahlung sind die Algen explodiert!", erklärt er mir im Vorübergehen. Ich folge ihm neugierig. "Iiihh! Was für ein Glibber!", ich verziehe das Gesicht. Beherzt greift mein Göttergatte in den Brunnen und befreit ihn nach und nach von den Fadenalgen. Einfach ist es nicht, denn die Algen halten sich gekonnt am Stein fest. Ich lasse meinen Göttergatte alleine weiterprusseln und erst als ich die Gartenpumpe höre, komme ich wieder hinzu. Mein Göttergatte hat ganze Arbeit geleistet und der Brunnen ist fast Algen frei. Jetzt füllt er den Brunnen gerade mit frischem Wasser. Ein Paar Rotkehlchen betrachten die Sache schon vom Gartenzaun aus. Mein Göttergatte ist fertig und wir setzen uns auf die Holz-Hollywood-Schaukel, die gegenüber dem Brunnen steht. Stille umgibt uns und amüsiert betrachten wir uns das nun folgende Geschehen: Das Rotkehlchen-Weibchen ist der erste Vogel, der den Brunnen für sich in Anspruch nimmt. Quirlig wie es ist, planscht es, ohne links und rechts zu gucken, im niedrigen Wasser. Das Männchen folgt, nachdem es vorher noch ein Sandbad genommen hat. Eine kleine Meise kommt vorbei und beäugt den Brunnen ganz genau. Immer wieder hüpft sie, mit schräg gelegten Köpfchen, auf den beiden Ebenen hin und her. Wußtet Ihr das Meisen rückwärts fliegen können?! Nach kurzer Überlegung fliegt die Meise davon. Ein Zeisig landet in der Birke hinter dem Brunnen und sofort als das Rotkehlchen weg fliegt, sitzt er im flachen Wasser und schüttelt sein Federkleid im Wasser aus. Ein weiterer Zeisig folgt. Die kleine Meise hat wohl nur Verstärkung geholt, denn auf einmal sitzen fünf Meisen rund um den Brunnen. Ein Vogel nach dem Anderen planscht im frischen Wasser. So sehr, dass die Wassertröpfchen nur so sprühen. Meine Hühner kommen vorbei und Berta hüpft auf den Brunnen, um einen kleinen Schluck zu trinken. Ein Finken-Päarchen wartet bis Berta getrunken hat und hüpft in das kühle Nass. Mein Göttergatte und ich grinsen uns an. "Hättest du gedacht, dass wir beide mal auf einer Hollywood-Schaukel sitzen und Vögel beobachten?!", frage ich erheitert meinen Göttergatten und vor meinem inneren Auge sehe ich uns noch auf seinem Motorrad sitzen. Der piekst mich in die Seite, so dass ich quitsche und fragt: "Du meinst, wie Oma und Opa?", und schüttelt lachend den Kopf. Ein Blick auf den Brunnen sagt uns, dass wir jetzt wohl zu laut waren, denn es ist kein Vögelchen mehr zu sehen. "So!", sage ich und stehe auf. "So!", sagt mein Göttergatte auch aufstehend, "Kaffee?!" Ich nicke, und Hand in Hand schlendern wir zum Haus zurück, den lärmenden Kinderstimmen entgegen.

Küken-Alarm

Heute sind die Küken acht Wochen alt. Und müssen sich jetzt leider bald von ihrer Ziehmama trennen. Zwei Hühner und zwei Hähnchen. Na, das soll was geben!!

Sonntag, 14. Juli 2013

Hummeln können stechen

Ich sitze gemütlich mit einem Buch im Hof und genieße die warmen Sonnenstrahlen. Mein Kleiner hat seinen Werkzeugkasten aufgeklappt vor sich stehen und begutachtet sein Schnitzmesser. "Mama, ich hole mir einen neuen Stock zum Schnitzen!", verkündet er und begibt sich zu unserem Haufen Totholz. Ich schließe zufrieden die Augen und höre meinen Kleinen kramen. Dann auf einmal ein Schrei: "Aua, Mama, Mama, Aua!", mein Kleiner schreit vor Schmerzen. Ich fahre hoch, mein Buch landet auf dem Boden und in drei Sätzen stehe ich neben meinem Kleinen. "Was hast du?!", mit schnellen Blick taste ich meinen Kleinen ab, kein Blut. "Es tuuuhhuuuut soooohoooo weeehhh!", mein Kleiner schreit und dicke Tränen kullern ihm aus den Augen. "Was denn?", rufe ich hilflos. "Gestochen...Hand...Bauch...Aua!", er hält mir die Hand hin. Ich kann deutlich einen Stich sehen, und die Hand schwillt an. "Mein Bauch auuuuch!", mein Kleiner ist verzweifelt, "Aua, Mama... jetzt Rücken!" "Was???", ich drehe meinen Kleinen um und sehe eine Hummel (ja, wirklich eine Hummel. Glaubt mir, ich kenne den Unterschied!!) auf seinen T-Shirt. Ehe ich mich besinnen kann, greife ich das Insekt und pflücke es regelrecht ab. Dann sticht das Vieh auch mich, ich werfe es auf den Boden und zermalme es mit meinen Gartenclogs. "Schnell rein!", ich packe meinen Kleinen und wir laufen die Hoftreppe hinauf. Mein Göttergatte eilt uns entgegen. Mein Hand pocht, schnell erläutere ich das Geschehen und mein Göttergatte kühlt mit kalten, nassen Wattepads die Stichstellen unseres Kleinen. Heiße Tränen laufen ihm herunter. Die Hummel (laut Bildern im Web war es wohl eine Baumhummel) hat unseren Kleinen dreimal gestochen. Man kann die Stiche deutlich erkennen, in der Mitte eines jedes Stiches ist eine kleine, Stecknadel große, Wunde. Mein Kleiner schluchzt in meinen Armen. "Ich gehe nie mehr nach draußen, Mama! Das war eine Hummel, die stechen doch nicht!", mein Kleiner schaut mich mit verängstigt an. Wie oft, haben wir gerade Hummeln ganz aus der Nähe betrachtet!? Ja, sogar gestreichelt... "Doch, anscheinend tun sie das!", antworte ich und halte meinem Göttergatten meine Hand hin, damit er auch auf meinen Stich ein kühlendes Gel streichen kann.

Fortuna lächelt

Fortuna lächelt, doch sie mag
nur ungern voll beglücken.
Schenkt sie uns einen Sommertag,
so schenkt sie uns auch Mücken.

(Wilhelm Busch)

Samstag, 13. Juli 2013

Der Buntspecht

Still ist es im Garten. Die Jungs sind unterwegs und auch von meinen Nachbarn ist nichts zu hören und zu sehen. Aber hinten im Garten ist deutlich eine Art Klopfen zu hören. "Drrmm! Drrmm!" "Was klopft denn da so?", frage ich mich selbst und begebe mich auf die Suche. Immer näher komme ich dem Trommelgeräusch. "Drrmm! Drrmm!" macht es wieder. Ich stehe an unserer großen Kiefer und schaue nach oben. Dort sitzt ein putziges, hellbraunes Eichhörnchen mit weißem Bauch und knabbert vergnügt an einem Kiefernzapfen herum. Eine Weile bleibe ich stehen und genieße den Anblick. Nein, das Trommeln kommt da nicht her. Ich gehe weiter in den hinteren Teil des Gartens. Meine Hühner sind auf mich aufmerksam geworden und kommen auf mich zu gerannt. Immer in der Hoffnung, sie könnten von mir einen Leckerbissen erhaschen. "Psst!", sage ich leise und natürlich völlig ergebnislos, ein Huhn bleibt ein Huhn. "Drrmm! Drrmm! Drrmm!!" Mittlerweile bin ich im Wäldchen angekommen. Ich schaue noch oben, in die Wipfel der alten Fichten, und wen sehe ich da? Einen Buntspecht! Wunderbar anzusehen mit seinem weiß-schwarzen Gefieder und dem leuchtend roten Unterbauch. Einen Moment lang stehe ich still. Plötzlich, mit einem schrillen und kräftigen "Kix!", macht sich der Buntspecht auf und davon.

Die Gäste der Buche

Mietegäste vier im Haus
Hat die alte Buche.
Tief im Keller wohnt die Maus,
Nagt am Hungertuche.

Stolz auf seinen roten Rock
Und gesparten Samen
sitzt ein Protz im ersten Stock;
Eichhorn ist sein Namen.

Weiter oben hat der Specht
Seine Werkstatt liegen,
Hackt und zimmert kunstgerecht,
Dass die Späne fliegen.

Auf dem Wipfel im Geäst
Pfeift ein winzig kleiner
Musikante froh im Nest.
Miete zahlt nicht einer.

(Rudolf Baumbach)

Freitag, 12. Juli 2013

Vernissage im Kinderatelier II



Heute erreichte mich eine E-Mail mit dem Foto meines Lieblingsbildes der Vernissage im Kinderatelier: Haus Nr. 13 von Greta. Herzlichen Dank!

Hier ein kleiner Auszug aus der E-Mail:
>..Freue mich sehr über Dein positives Feedback und habe auch gesehen, dass Du über die Vernissage in Deinem Blog berichtet hast. Vielen lieben Dank dafür! Ich besuche Deinen Blog regelmäßig, weil er einfach meiner Seele gut tut. Du berichtest so liebevoll von den kleinen Dingen des Lebens, die aber letztendlich die Wichtigsten sind. Jetzt zu den Fotos. Ich habe ein Foto von Haus Nr. 13 gefunden..<


Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Ich habe gerade ein ganz wunderbares Buch zu Ende gelesen: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce! Harold Fry, ein älterer Herr, erhält den Brief einer lange vergessenen Arbeitskollegin und Freundin: Queenie Hennessy. Queenie teilt ihm in diesem Brief mit, dass sie bald sterben wird. Verschiedenste Emotionen und Erinnerungen prasseln auf Harold ein, die er längst vergessen glaubte. Er schreibt ihr ebenfalls einen Brief und bringt ihn zum Briefkasten in der Nähe. Dort entscheidet er, dass er noch ein Stück weiter laufen und auch den nächsten Briefkasten nehmen könne. Und so beginnt die Reise, die ihn immer weiter und weiter führt. Harald glaubt fest daran, dass Queenie nicht sterben wird, solange er zu ihr läuft. Also läuft er, quer durch Großbritannien. Er läuft, nicht nur für seine Freundin, sondern immer mehr für sich selbst, für seine Frau und für seinen Sohn. Er bekommt auf seiner Reise die Gelegenheit seine Vergangenheit und sein jetziges Leben zu überdenken. Eine Reise, begonnen für jemand anderen wird so zu einer Reise zu sich selbst. Die Autorin, Rachel Joyce, schreibt, sie hätte ihr Herz in diese Geschichte gelegt und sei jeden Schritt mit Harold gegangen - und das spürt man auch. Ein ganz warmherziger und berührender Roman – über Geheimnisse und zufälligen Begegnungen. Über Tapferkeit und Betrug, Liebe und Loyalität. Und nicht zu vergessen, über ein Paar ganz unscheinbare Segelschuhe.

Patenonkel

Wir sitzen alle in Schneiderlein's Garten und feiern den Geburtstag unserer Patentochter nach. Mein Großer hat seinen Patenonkel schon lange nicht mehr gesehen, und strahlt nun über das ganze Gesicht. Freudig läuft er zu ihm hin und umschlingt ihn lebhaft: "Hallo!", sagt er etwas unsicher. "So ein großer Kerl!", denke ich liebevoll, "Und er hängt immer noch so an seinem Patenonkel." Sein Patenonkel erwidert rauh seine Umarmung: "Hallo, Großer!" Die Sonne scheint warm und die Feier beginnt. Alle Kinder, sieben an der Zahl und sechs Erwachsene drängen sich um den fröhlich eingedeckten Gartentisch und während der quirlig-quasseligen Kaffee- und Kuchenrunde wechselt mein Großer stickum immer wieder seinen Platz. Endlich hat er es geschafft: Er sitzt fast auf dem Schoss seines Patenonkel und kann endlich anfangen mit ihm zu balgen. Hurra!!

Wir

Ich bin ich und du bist du.
Wenn ich rede, hörst du zu.
Wenn du sprichst, dann bin ich still,
weil ich dich verstehen will.
Wenn du fällst, helf’ ich dir auf
und du fängst mich, wenn ich lauf.
Wenn du kickst, steh’ ich im Tor,
pfeif’ ich Angriff, schießt du vor.
Spielst du pong, dann spiel’ ich ping
und du trommelst, wenn ich sing’.
Allein kann keiner diese Sachen,
zusammen können wir viel machen.
Ich mit dir und du mit mir –
das sind wir.


(Irmela Brender)

Donnerstag, 11. Juli 2013

Ein Marmeladenbrot mit Liebe

"Hier Papa! Ich habe dir auch eine Hälfte mit Marmelade gemacht!", mein Kleiner balanciert vorsichtig zwei Teller ins Esszimmer. "Oh, danke!", mein Göttergatte ist erstaunt. "Ich wollte doch gar kein...!", setzt er an. Doch mein Kleiner drückt ihm einfach den Teller in die Hand und fügt hinzu: "Mit Marmelade und gaanz viel Liebe!". Mein Göttergatte wuschelt unserem Kleinen gerührt durch die Haare und drückt ihm einen Kuss auf die Wange: "Danke!" Mein Kleiner strahlt ihn über beide Backen an. Genussvoll verputzen die Beiden gemeinsam ihr Marmeladenbrötchen. Nachdem alles vertilgt ist, schaut mein Kleiner in meine Richtung und sagt bedauernd: "Mama! Du weißt ja, so ein Brötchen hat nur zwei Hälften.."

Rittersporn

Sagt dir nicht ein tief Verlangen,
siehst du mich im weiten Feld
stolz vor allen andern prangen:
Mutigen gehört die Welt?

(Rainer Maria Rilke)

Rittersporn



Der Rittersporn ist der Klassiker im Bauerngarten. Die blauen, weißen oder violetten Blütenkerzen wirken höchst eindrucksvoll. Der Rittersporn bevorzugt geschützte, sonnige Standort mit einem nährstoffreichen und tiefgründigen Boden. Er benötigt reichlich Wasser und sollte gestützt werden, sofern er keinen windgeschützten Standort hat. Ein Platz im Schatten von Mauern eignet sich aus diesem Grund besonders gut. Rittersporn ist allerdings auch giftig - deshalb stehen unsere Pflanzen im Vorgarten direkt vor der Hauswand, da dort unsere Jungs nicht spielen. Die Aussaat gestaltet sich recht einfach, da man den Rittersporn ohne Probleme in Gruppen pflanzen kann. Die Saatzeit ist dabei von Mai bis September durchgehend möglich. Die Blütezeit des Rittersporns beginnt im Juni und Juli. Wer möchte, dass der Rittersporn erneut blüht, sollte die Stauden nach der ersten Blüte auf zehn Zentimeter über den Boden zurück schneiden und einen mineralischen Dünger verwenden. Wenn man Glück hat, kann man so eine zweite, allerdings nicht mehr so üppige, Blüte im September zu erreichen.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Die Füße

Die FÜßE
sind das Fundament des Lebens. 

(Alte Chinesische Weisheit)

Stinkemauken




Ich höre meinen Göttergatten vergnügt brummen und die fröhliche Stimme unseres Kleinen. Die Schule ist gerade zu Ende und mein Kleiner ist wieder zu Hause. Neugierig gehe ich den Stimmen entgegen. "Ach, du meine Güte!", rufe ich aus und betrachte mir die Füße meines Kleinen, "Wie schauen denn deine Füße aus?!" "Stinkemauken!!", ruft er fröhlich. "Ich denke, du warst in der Schule. Wie kann man denn da solche Füße bekommen?!", ich lächle ihn an. "Mama, die sehen eigentlich immer so aus, ich habe sonst nur Socken an." informiert er mich, während ich ihn auf den schnellsten Weg ins Badezimmer bugsiere.

Dienstag, 9. Juli 2013

Hühner Witz(chen)

Wie nennt man zwei Kücken noch?
Schlüpfer..

kicher.. schmunzel..

Erdbeerkonfitüre mit Rohrzucker




Zutaten

500 g Erdbeeren
500 g Gelierzucker "Rohrzucker" (ja, wirklich 1:1 bei Rohrzucker)
je nach Geschmack 1/2 TL Zitronensaft

Zubereitung

Die Erdbeeren putzen und gut waschen. Dann in Thermomix geben: ca. 15 sec/Stufe 4 zerkleinern (wenn man es feiner mag, länger zerkleinern), Gelierzucker zugeben und 5 sec/Stufe 3 vermischen und anschließend 12 Minuten bei 100 Grad/Stufe 2 kochen lassen. Gelierprobe machen, die fertige Konfitüre in die Gläser (ergibt ca. 3 Gläser, je nach Größe)  füllen, gut verschließen und für ca. 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Vorbereitungen

"Mama, was machst du da?", mein Kleiner steht fragend vor mir. "Ich will morgen Erdbeermarmelade einkochen. Magst du mir helfen!" Mein Kleiner nickt eifrig. "Wir müssen zuerst unsere Einmachgläser nochmal sauber machen. Also, ab damit in die Spülmaschine!", fordere ich ihn auf. "Mama?! Ich gehe doch lieber in den Pool!" "Ok!", lächle ich ihn an. Mein Großer kommt rein: "Mama, was machst du da?" Und bereitwillig erkläre ich auch ihm mein Projekt. "Aber ihr geht nicht ohne mich Erdbeeren pflücken!", empört sich mein Großer, "Da will ich mit." Ich seufze: "Nachmittags Erdbeeren pflücken bei der Hitze. Och, bitte nicht!" Mein Großer zieht beleidigt von dannen. Die Spülmaschine ist fertig und ich stelle schon mal die Gläser sauber und ordentlich auf die Arbeitsfläche. Mein Kleiner kommt rein, geht zum Herd und grabscht mit sandigen Matschefinger nach einem Glas: "Oh, Mama! Du hast ja schon alles vorbereitet?", lobt er mich. "Finger weg, du Ferkel!", schimpfe ich, "Wenn die Gläser schmutzig sind, können wir da keine Marmelade einfüllen. Sobald da nur ein klitzekleines Bisschen Dreck drin ist, wird die ganze Marmelade schimmelig!" "Oh!", mein Kleiner macht einen runden Mund, "Tschuldigung, das wusste ich nicht. Ich gehe wieder in den Pool!". Nächster Morgen: Mein Kleiner hat schulfrei, Lehrerkonferenz. "Wollen wir gleich Erdbeeren pflücken gehen?" "Nee, Mama! Das ist mir zu heiß. Ich gehe gleich lieber in den Pool!", mein Kleiner geht an mir vorbei in den Garten. Und ich? Ich fahre schnell zum "Wickrather Bauernladen" und kaufe bereits gepflückte Erdbeeren, ohne Kinder.

Montag, 8. Juli 2013

Schulbücher

Gerade ist mein Großer mit dem Fahrrad los zur Schule, da klingelt es an der Tür. "Was vergessen?!", ich lächle meinem Großen zu. "Ja!! Mama, ich muss heute alle Bücher zurückgeben. Hilfst du mir schnell!" mein Großer drängelt sich an mir vorbei, "Sonst komme ich auch noch zu spät!" Gemeinsam sammeln wir alle Schulbücher ein und mein Großer steckt sie schnell in seinen Tornister. Er versucht die Tonne hoch zu wuchten, aber es gelingt ihm nicht. Helfend nehme ich den prall gefüllten Tornister und bringe ihn in Position. Er wirft ihn auf seinen Rücken und schwingt sich auf sein Rad. Einen Gepäckträger hat sein Rad nicht. (Natürlich nicht, es musste ja ein Dirtbike sein.. grins!) Mit einem mulmigen Gefühl blicke ich ihm hinterher und denke: "Wie gut, dass er so kräftig ist!" Aber seine Schulkollegen sind, fast durch die Bank weg, kleiner und schmächtiger. Wie machen die das denn heute?!

Vernissage im Kinderatelier

Am Samstag war es wieder soweit, eine Vernissage im Kinderatelier mit dem wunderbaren Titel "Im Traum kann ich fliegen!". Doch dieses Jahr standen nicht nur die Kinder im Mittelpunkt, sondern (und das ist ganz ungewöhnlich) auch das Kinderatelier selbst, sprich die Frau des Geschehens: Andrea Much. Denn das Kinderatelier feiert diesen Sommer sein 10jähriges Jubiläum! Unseren herzlichsten Glückwunsch dazu!! Im Garten, bei wunderbar strahlenden Sonnenschein, mit vielen Anlaufstellen und schattigen Ruheplätzen konnte man die Werke der jungen Künstler betrachten. Natürlich gab es viel zu bestaunen, denn die Kinder sind in den letzten Monaten sehr kreativ gewesen. Ein Kunstwerk schöner als das Andere. Besonders angetan, war ich von einer jungen Künstlerin namens Greta, die mit ihrem Haus Nr. 13 mein Herz im Sturm erobert hatte (leider habe ich keine Fotos gemacht, aber vielleicht bekomme ich ja noch welche?!). Man konnte Töpfereien, Seidenmalerei, Filzarbeiten, Basteleien und natürlich auch Zeichnungen, Collagen und Malereien bewundern. Ein sehenswertes, buntes Potpourri eben!

Bunt oder grau

BUNT oder GRAU ...?
Unser Leben ist uns vorgezeichnet -
AUSMALEN können wir es uns selbst!

(Bernhard Rauchbauer)

Sonntag, 7. Juli 2013

Belauschtes Gespräch

Ich sitze im Garten und höre wie mein Kleiner und mein Göttergatte ernst miteinander reden. "Warum hast du das denn nicht gemacht, Kleiner?", mein Göttergatte hört sich streng. "Papa, ich bin halt vergesslich. Das musst du asses.., aspekt.., aktze.., akzeptieren!", kiekst mein Kleiner. Ich muss lächeln, so sehr sucht mein Kleiner nach diesem bedeutsamen Wort. "Nein, mein Freund! Du musst an dir arbeiten!", ermahnt ihn mein Göttergatte abschließend. Mein Göttergatte kommt mir breit grinsend entgegen: "Mensch, Papa!", sage ich kichernd, "Das musst du doch assestieren!"

Igelkinderreim

Was raschelt in dem Blätterhaufen?
Wer mag wohl darin laufen?
Dippel-dappel hin und her
rischel-raschel kreuz und quer.
Ha! Ich seh' ein Schnäuzchen blitzen
und auch viele Stachelspitzen.
Ich glaube, dass ihr es schon wisst,
dass das ein kleiner Igel ist.
Ich glaub', er ist davon gelaufen,
zu einem neuen Blätterhaufen.

Herr Igel

Mein Göttergatte und ich spazieren durch den schon dämmrigen Garten. Einige Fledermäuse sind eifrig dabei ihr Futter zu jagen, die Hühner schlafen schon und auch das Stimmenwirrwarr aus den anderen Gärten ist schon zur Ruhe gekommen. Mein Göttergatte und ich unterhalten uns flüsternd. "Psst! Sei mal still!", fordere ich leise meinen Göttergatten auf, "Schau mal dort!" Unser alter Rhododendron wackelt und man hört hier und da ein kleines Schnaufen. "Wer hat sich denn da versteckt?", mein Göttergatte ist stehengeblieben und blickt angestrengt in das Gebüsch. Ein kleines Geschöpf bahnt sich anscheinend einen Weg durch das Unterholz. Immer wieder wackelt eine neue Stelle. Auf einmal schaut eine kleine Schnauze heraus. Mein Göttergatte und ich stehen ganz still. Es erscheint ein neugieriger, kleiner Igel aus dem Gebüsch. Ohne auf uns zu achten, läuft er quer über die Wiese ins kleine Wäldchen hinein, direkt an uns vorbei, die kleine Schnauze fest am Boden geheftet. Immer wieder hält er einen Moment inne und schnappt sich, für uns nicht erkennbar, kleine Leckerbissen. Als der Igel uns plötzlich wahrnimmt, rollt er sich spontan zusammen. Es sieht aus als würde er einen Katzenbuckel machen, dann aber überlegt er es sich anders und läuft so schnell er kann auf die andere Seite ins Wäldchen hinein. "Gute Nacht, Herr Igel!"

Samstag, 6. Juli 2013

Das Leben

Wir sitzen am gedeckten Frühstückstisch und lassen die Woche nochmal Revue passieren. Mein Großer hat seine Deutschklausur (tja, Arbeit sagt er nicht mehr.. grins!) zurückbekommen und ist, berechtigterweise, sehr zufrieden mit sich. Mein Kleiner hatte in der Schule eine kleine Auseinandersetzung mit einem Mitschüler. "Vielleicht ist dein Kumpel auch nur neidisch auf dich.", ich blicke meinen Kleinen ernst an, "Und sagt, deshalb so doofe Dinge zu dir." "Vielleicht das, oder es ist einfach nur, wie es ist!", bemerkt mein Göttergatte. Mein Kleiner überlegt, zieht die Stirn in Falten und philosophiert: "Man führt immer nur sein eigenes Leben!" Mein Göttergatte und ich schauen uns verblüfft an. Nach einem Moment der Sprachlosigkeit brechen wir in ein Lachen aus. Ich blicke meinen Göttergatten an und sage: "Wow, diese Erkenntnis habe ich bis heute noch nicht verinnerlicht!"

Käfer

Jeder dumme Junge
kann einen KÄFER zertreten.
Aber alle Professoren der Welt
können keinen herstellen.

(Arthur Schopenhauer)

Freitag, 5. Juli 2013

Willen

Wer seinen WILLEN durchsetzen will,
muss leise sprechen.

(Jean Giraudoux)

Geschrei im Hühnerstall

"Tschüß, Mama!", ertönt es gleich zweimal und ich rufe beiden Kindern hinterher: "Tschüß, und einen schönen Tag euch beiden!" Ich bin die ganze Zeit schon unruhig, denn schon von der Haustür aus, kann ich meine Hühner hören. Schnell flitze ich zum Hühnerstall, aber von weitem sehe ich schon Hanni, Nanni und Fridolin, wie sie lautstark vor dem Törchen auf und ab tigern. "Macht ihr hier so ein Geschrei?!", frage ich sie genervt, nicht das ich eine Antwort erwarte. "Wo ist denn Berta?" Vorsichtig mache ich Törchen auf, und meine Hühner ergreifen die Flucht. Schnell, ab in den Garten. Behutsam mache ich die Eiablage auf. Klein-Berta sitzt auf einem Ei und brütet. Brütet ein Ei aus, das gar nicht befruchtet sein kann, denn Fridolin ist noch nicht "Hahn" genug. Erschrocken schaut sie mich an. Entschlossen hebe ich das Huhn auf und trage es zu den anderen Hühnern, die jetzt schon glückselig im Gebüsch scharren. Fazit: man (Huhn) muss wohl doch nur laut genug schreien, um seinen Willen durchzusetzen!

Donnerstag, 4. Juli 2013

Klassenausflug



"Mama, wir machen morgen einen Klassenausflug. Bitte, bitte, fährst du mit?!", mein Kleiner sieht mich treuherzig an. "Ich kann doch nicht einfach so mitfahren.", ich schüttele den Kopf. "Aber Mama, die Lehrerin hat doch gefragt, ob Eltern mitfahren könnten!", mein Kleiner kuschelt sich an mich, "Sie braucht Hilfe." "So, so.", sage ich, "Mal schauen..." Heute Morgen ist das Erste, das mein Kleiner fragt: "Mama, fährst du heute mit?!" Und da ich heute Zeit habe und er mich (mal wieder) so lieb anschaut, sage ich ja. Mit dem Hinweis darauf, dass die Klassenlehrerin einverstanden sein muss. Und tatsächlich, die Klassenlehrerin ist froh und dankbar. Auf geht's: Wir fahren mit dem Bus in einen nahe gelegenen Freizeitpark. Was für ein Geplapper und Geschnatter, welch' Aufregung! Wir verbringen einen wunderbaren Tag im Streichelzoo und auf dem Abenteuerspielplatz nebenan. Es bleibt trocken (mit Sonne war ja eh nicht zu rechnen) und die Kinder sind alle ausgelassen und zufrieden. Auch die Lehrerinnen und Begleit-Mütter teilen ihre Freude. Der Klassenausflug wird ein voller Erfolg. Auf der Rückfahrt, mit dem Bus, erschallen fröhliche Kinderstimmen: "Oh Alele, ah teri tiki tomba, ah massa massa massa, oh balue balua balue." (Ok, der restliche Text ist politisch nicht ganz so korrekt, aber wir hatten einfach einen riesen Spaß!!)

Froh

Wie schön, dass es Dich gibt..

Liebe Mama,
alles, alles Liebe zum Geburtstag!
Deine Tochter,

die drei Anderen lassen Dich lieb grüßen.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Lehnstuhl

Wenn du einst als Großmama
im Lehnstuhl sitzt beim Großpapa,
dann denke oft und mit viel Glück
an deine Jugendzeit zurück!

(Poesiealbum)

Sperrmüll




Das ist meine neuste Sperrmüll-Errungenschaft! Ein alter Holzschaukelstuhl. Ich bin dran vorbei gefahren und habe sofort halt gemacht. "So einen Schaukelstuhl einfach weg zu schmeißen!" dachte ich empört und habe ihn erstmal in mein kleines Auto gepackt. Das ist ungefähr ein Jahr her. Als ich damals nach Hause gekommen bin, habe ich ihn erstmal gründlich mit Akopads geschrubbt. Leider gehörte das gute Stück aber anscheinend einem Raucher und deshalb habe ich ihn erstmal in den Schuppen verbannt. Jetzt ein Jahr später, habe ich den Stuhl aus den Schuppen gezogen und ihn einer gründlichen Schnupperprobe unterzogen. Einwand frei!! Schnell vom Spinnenwipp befreit und los ging es: er bekam einen Anstrich mit weißer Farbe und nun steht er da, bereit um ein Lieblingsplatz zu werden.

Dienstag, 2. Juli 2013

Der Pickel

"Mama, du hast da einen Pickel am Kinn.", mein Kleiner sieht mich forschend an, "Der ist ganz schön groß!". "Ich weiß!", seufze ich, "Den habe ich auch schon bemerkt." Mein Kleiner nimmt mein Kinn in beide Hände und schaut noch genauer: "Mama, es gibt da eine Creme für junge Männer, damit ist der Pickel in ein paar Stunden weg. Habe ich im Fernsehen gesehen." "Ja, die kenne ich.", antworte ich erheitert. "Die musst du mal kaufen!", schlägt mein Kleiner mir vor. Ich grinse: "Die habe ich schon mal gekauft und ausprobiert. Bei mir funktioniert die nicht!" "Das ist aber schade!", mein Kleiner zieht eine Schnute und sagt: "Ich überlege mir was!" Nächster Morgen. "Mama, dein Pickel ist immer noch da.", mein Kleiner dreht meinen Kopf in seine Richtung. "Ich weiß!", wieder seufze ich, "Aber es ist kein Pickel, sondern nur noch eine Wunde." "Bist du da etwa dran gegangen?", mein Kleiner sieht mich streng an. "Ja.", sage ich kleinlaut. "Das darf man doch nicht!", er hebt den Finger, "Jetzt muss du Aua-Creme draufmachen!". "Habe ich schon." erwidere ich lächelnd. "Dann ist ja gut.", mein Kleiner nickt zufrieden. Nächster Morgen. "Guten Morgen, Mama!" mein Kleiner gähnt, "Lass mal deinen Pickel gucken." Ich gebe einen kleinen Stoßseufzer ab. "Schon viel besser!", lobt mein Kleiner mich, "Aber lass heute auch die Finger davon!"

Holunder

Der Holunder ("Hollerbusch") zählt in einigen Gegenden zu den Hausbäumen. Seit jeher glaubte man, dass Holunderbäume Blitze vom Haus weghalten können und das gute Geister in ihm wohnen. In dem alten Kinderlied "Ringel ringel Reihe" kommt auch der "Hollerbusch" vor.

Ringel, Ringel, Reihe

Ringel, Ringel, Reihe,
sind der Kinder dreie,
sitzen unterm Holderbusch,
machen alle husch, husch, husch.

Spielvorschlag: Die Kinder fassen einander an den Händen und gehen singend im Kreis herum. Am Schluss lassen sich alle gleichzeitig auf den Boden nieder.

Holunderblüten-Essig

Gestern bin ich gefragt worden, wo man denn den Holunderblüten-Essig her bekommt. Das ist ganz einfach, denn man kann ihn, wenn man Glück hat, im Moment sogar noch selber machen. An schattigen Plätzen, wie bei uns im Wäldchen, sind noch einige Holunderblütendolden zu finden.

Zubereitung:
3 - 4  frische schöne aufgeblühte Holunderblütendolden
1 Flasche einfacher Weinessig (Balsamico-Essig geht natürlich auch)

Die gewaschenen und vorsichtig abgetupften Blüten in eine Flasche geben und mit dem Weinessig übergießen, dann sofort schließen. Die Blüten müssen vollkommen vom Essig eingeschlossen sein.
Dann mindestens 4 Wochen stehen lassen, ehe man ihn benutzt, damit die Blüten ihre Wirkstoffe abgeben.
Wen die Blüten stören, kann sie abseihen und den Essig in eine andere Flasche umfüllen.

Montag, 1. Juli 2013

Feld

Vernachlässige nicht dein eigenes FELD,
um das eines anderen zu jäten!

(Aus China)

Giersch-Salat

1 Eimer junger Giersch
1 Bund Radieschen
1 Apfel
50 g Erdnüsse geröstet
5 EL Holunderblütenessig
10 EL Rapsöl
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Honig
2 EL Süsser Senf
Zitronensaft
1 Rote Zwiebel

1. Giersch putzen, Stiele entfernen, gut waschen und trocken schleudern. Die Radieschen putzen, waschen und in feine Scheiben schneiden bzw. hobeln. Den Apfel waschen, entkernen und ebenfalls in feine Scheiben schneiden, mit Zitronensaft mischen, damit er nicht braun wird.
2. Die Erdnüsse grob mörsern. Die rote Zwiebel putzen und fein hacken.
3.  Für das Dressing: In den Essig eine gute Portion Salz, Pfeffer und Honig geben, verquirlen. Senf unterrühren, dann das Rapsöl nach und nach einrühren, dass es eine schöne sämige Konsistenz bekommt, abschmecken. Die Zwiebelstückchen einrühren.
4. Giersch mit Apfel- und Radieschenscheiben mischen, auf Tellern anrichten. Das Dressing darüber geben, die Erdnussstückchen zum Schluss darüber streuen und fertig ist er - der Giersch-Salat!

Giersch



"Stell dir mal vor.", meine Freundin sieht mich amüsiert an, "Heute war jemand im Laden", sie arbeitet in einer Gärtnerei, "der wollte wissen, wie er am besten Giersch aus seinen Garten bekommt!" "Und? Was hast du geantwortet?!", grinsend schaue ich sie an. "Am besten aufessen!", wir kichern beide, "Was glaubst du, wie ungläubig der geguckt hat!" "Das kann ich mir vorstellen!" Mein Giersch steht im Moment in voller Blüte und ich finde, die Blüten wirklich sehr hübsch. Auch in der Vase halten sie sich gut und eine einzelne Dolde sieht auch noch sehr dekorativ aus. Ich habe schon längst aufgegeben, den Giersch ganz aus meinen Garten zu bekommen. Aber ich bin ständig dabei, ihn wenigstens einzugrenzen. Als ganz junge Pflanze schmeckt er prima als Salat und jetzt im Juni/Juli lieben ihn noch unsere Meerschweinchen.